Zwiespalt
von Yila aus der Kategorie Geschichten zum Nachdenken
Ich höre die Musik schon in meinen Ohren. Sehe, wie Filme über uns gedreht werden, wie Männer aus dem Kino rennen und sagen: das ist kitschig, sowas gibts doch garnicht im echten Leben. Kitschig muss nicht heißen, das es gut ausgeht. Manchmal ist das Leben aber wirklich dramatisch, Verzweiflung - ist das nicht ein filmreifes Gefühl? Oder Scheitern, die Suche nach etwas auch wenn man selbst eigentlich nicht weiß, was man sucht. Immer wieder gibt es Momente in denen dich jemand fragt: Was macht dich eigentlich aus? Was für ein Mensch bist du?
Und ich kann nur antworten: Ein gespaltener. Ich kann empathisch sein, dass es fast wehtut und gleichzeitig meine eigenen Gefühle nicht zulassen. Ich kann Schweigen und trotzdem so viel zu sagen haben. Ich kann Lachen obwohl es mir scheiße geht. Warum will man Menschen immer einordnen? Vielleicht um sie einzuschätzen, zu wissen, wie man ihnen begegnen soll?
Ich scheine der einzige Mensch zu sein, der nur aus Gegensätzen besteht. Wo hört das Normale auf und wo fängt die Shizophrenie an?
Ich kann noch so intelligent sein und trotzdem immer wieder die gleichen Fehler machen. Ich bin der Mensch, der in der einen Gesellschaft nichts sagt und schüchtern wirkt und in der anderen der Mensch, der als erster anfängt zu tanzen. Wenn ich schreibe und es lese, kann ich merken dass ich mich selbst analysiere. Und mich frage, woher kommen diese Worte.
Als ich sah, wie du sie an dich zogst, wartete ich auf den Schmerz. Dieses schwere Gefühl beim Atmen, doch es blieb aus. Und ich wusste, jetzt bin ich wieder auf \"Normal-Null\" jetzt kann ich mit dem Wiederaufbau beginnen. Der ewige Teufelskreis, brechen und gebrochen werden. Wieder Kraft sammeln, Mut, Vertrauen aufbauen. Es kann weitergehen, wenn mir auch wieder ein Stück von mir genommen wurde.