Was ist schon perfekt die geschichte

von luisa aus der Kategorie Drama Geschichten

Mein Wecker zeigt 06:30 an. Ich hüpfe aus meinem Bett in mein warmen Hausschuhe ich spüre die Morgenfrische meinen Körper lang kriechen und ich ziehe mir schnell meinen roten Pulli und eine schwarze zerfetzte Leggins und meine braunen Stiefel an.
Ich roppe meine Sachen zusammen die ich für die Schule brauche und gehe in das Erdgeschoss von unserem Haus wo ich mein Essen einpacke und aus der Tür gehe.
Ich gehe über den Hof zu der Koppel wo Dacota , meine schwarze Araber Stute an dem Zaun steht und schon sehnsüchtig wartet das ich komme.
Die Trense hängt noch draußen von gestern Abend .
Nach 5 Minuten ist Dacota fertig zum reiten.
Ich gallopiere vom Hof und ein viertel Stunde später bin ich an der Schule.
Die Kinder die mit dem Fahrrad kommen bleiben stehen und gucken mir zu wie ich Dacota auf die kleine Wiese vor der Koppel stelle.
In der Schule angekommen kommt auch schon mein Freund Niklas mir entgegen er umarmt mich und wir küssen uns.
Eine Lehrerin läuft an uns vorbei und sie kann das Kommentar nicht lassen :“diese jugend heute echt“
Der Rest des Tages verläuft eigentlich wie immer die Lehrer hallten uns eine 30- minütigen Vortrag darüber wie man richtig lernt und wie unfähig wir doch wären.
Um 14:30 ist dann endlich die Schule aus, ich trense Dakota schnell und gallopiere über meine Lieblingswiese nach Hause.
In meinem Zimmer angekommen hocke ich mich in meine Sitzkissen und schalte den Fernseher an.
Dann klingelt es an der Tür, es ist Niklas.
Wir gehen raus auf die Wiese neben Dakotas Koppel und legen uns unter die Apfelbäume.
Ich lege meine Kopf auf seine Brust, langsam atmet er ein und langsam wieder aus .
„Du bist das schönste und süßeste was mir je begegnet ist“sagt er.
Ich gucke ihn mit großen augen an und sage: „Ich liebe dich!“
„Ich dich doch auch ohne dich wäre mein Leben sinnlos “ antwortet er ruhig
Wir liegen den ganzen Nachmittag nur da und liegen nebeneinander, schauen in die Wolken und küssen uns.
Ich schliesse glücklich mein Augen und denke mir : Mein Leben ist perfekt!

Ich öffne meine Augen und merke das es schon dunkel wird.
Doch wo ist Niklas ?
Wo ist er?
Er ist weg! Was habe ich gemacht? War es schlimm das ich eingeschlafen bin? So was macht er doch nicht er ist bestimmt nur kurz im Haus!
Ich stehe aus dem flauschigen Gras auf und gucke mich um in der Hoffnung das er da gleich steht und sich nur einen Scherz erlaubt hat.
Aber so was macht er normalerweise nicht!
Er steht aber nirgends ich geh ins Haus und frage meine Mutter:“Wo ist Niklas?“
„Ich dachte er wäre mit dir draussen?“ antwortet meine Mutter.
Ich gucke in meinem Zimmer und überall im Haus aber nirgendwo ist er.
Draussen gucke ich auch nochmal aber er ist da auch nicht.
Warum macht er das? Dieses Arschloch!
Ich gehe in mein Zimmer und Tränen fliessen über mein Gesicht.
Ich stehe auf und setzte mich an mein Klavier und fange an zu spielen.
Jedes Mal wen ich traurig bin stecke ich diese ganze Traurigkeit in die Musik herein.
Ich spiele die ganze Nacht durch egal.
Meine Mutter kommt herein und fragt erschrocken:“Warst du etwa die ganze Nacht wach???“
Ich gucke sie an und sage nur: „ja, bitte lass mich in Ruhe mir geht’s nicht so gut“
„Okay“, sagt meine Mutter nurnoch und schliesst dann die Tür.
Ich raffe mich irgendwie zusammen um zur Schule zu gehen.
Mit einem mulmigen Gefühl im Magen gehe ich ins Klassenzimmer,schaue mich um wo Niklas ist aber er ist nich da.
Dieser Feigling verpisst sich und hat dann nicht mal den Mum zur Schule zu kommen ?!?!
Da kommt Natascha zu mir der ich schon alles erzählt habe und umarmt mich und sagt zu mir:“ruf ihn später in der Pause an und frag ihn was das soll!“
Da kommt auch schon unsere Klassenlehrerin Fr. Wolf und wir setzten uns hin.
Die Stunde verläuft ganz normal am Ende packen alle ihre Sachen zusammen und Fr. Wolf kommt zu mir und sagt:“ich muss kurz mit dir reden“
„ja?“ frage ich verwundert den ich habe eigentlich nichts angestellt und bin ja auch normal in der Schule.
„Es geht um deinen Freund Niklas ..“ fängt sie an.
„Was ist den mit ihm?“ frage ich genervt denn eigentlich will ich imoment nichts von ihm wissen nach der Aktion von gestern.
„Seine Eltern haben mich beauftragt es dir zu sagen denn sie kommen damit selber nicht zu Recht…
Also er war ja anscheinend gestern bei dir und er wurde anscheinend entführt ein Erpresserbrief kam noch gestern abend für 2 Million bleibt er am Leben“
Ich starre sie nur an und meine Beine halten mich nicht mehr und ich kippe weg.
Ein stechender Schmerz lässt mich aufwachen.
Ich Blicke in eine weißen Raum mit vielen Geräten.
Ich spüre die Schläuche in meinem Arm und Die Atemmaske vor meinem Mund.
Jemand hebt mich in einen Rollstuhl und schiebt mich weg, ich will mich wären doch ich hab keine Kraft dazu.
Die Kälte schleicht sich meinen Körper entlang.
Ich merke wie mein Körper locker lässt und ich weg bin.
Ich blinzele langsam und merke das ich in meinem warmen Bett liege.
Ich höre die vertraute Stimme von meiner Mutter sagen:“ Schätzchen, geht’s dir besser?“
„Was ist jetzt mit Niklas geht es ihm gut? Lebt er noch?“ frage ich aufgeregt.
„Ganz ruhig du sollst dich nicht aufregen sagt der Arzt. Niklas geht’s den Umständen enprechend gut“ sagt meine Mutter ruhig.
„Was ist mit dem....“meine Stimme versagt, ich sehe mich und Niklas an dem Tag der Entführung auf der Wiese liegen so glücklich.
Wäre ich nicht eingeschlafen!
Mein Herz schlägt immer schneller und schneller ich will weg weg einfach nur weg!
Ich zittere am ganzen Körper.
Meine Mutter nimmt mich in den Arm und sagt etwas aber ich höre sie nicht, der Schweiss läuft mir übers Gesicht.
Hilfe ich sterbe, ich sterbe nein ich will nicht sterben! Schreie ich in Gedanken.
Dieser stechende Schmerz ah er tut so weh!
Ich sinke in mein Bett zurück und starre an die Decke.
Die nächsten Tage geht es mir nicht besser ich erlebe mindestens 3 Mal am Tag diese Zuckungen, Schweissausbrüche und Panik atacken.
Doch heute geht es mir wirklich besser ich kann etwas essen und sogar ganz normal reden.
Ich höre grade Musik als plötzlich das Telefon klingelt.
Ich gehe ran und jemand sagt mit einer tiefen und langsamen Stimme:“ Pass gut auf dich auf. Dein Freund ist nicht mehr bei dir es wird gefährlich…“
„Wer ist da?!“ frage ich panisch.
„ Wer bin ich wohl? Ich weiss alles über dich und über ihn und er wird dich nicht beschützen können. Nicht heute nicht morgen und auch übermorgen nicht. Vielleicht ja nie mehr? Wer weiß es gibt böse Menschen da draußen… Jetzt bist du vielleicht schwach und liegst im Bett aber was ist wenn du wieder zur Schule gehst? Was dann? Vielleicht wartet da ja eine böse Überraschung auf dich!“
„Hörn sie auf lassen sie mich in Ruhe“ schreie ich heulend ins Telefon.
„Wenn du..“ ich lege auf und schmeiße das Telefon die Ecke.
Woher weiß er das es mir nicht gut geht und das ich im Bett liege? Was weiß er über Niklas? Was tut er ihm an? Wird er mich auch entführen wenn es mir besser geht und töten?
Meiner Mutter erzähle ich nichts, sie würde mir nur noch mehr Angst machen.
Als es dunkel wird krieche ich ganz tief unter meine Decke und starre zum Fenster.
Die Rolladen sind zwar runter aber ein Sturm tobt draußen.
Ich höre den Wind heulen wie ein Wolf der den Mond anbetet und ein Knacksen und Klopfen an den Rolläden wie die Krallen eines Hundes.
Eiskalt läuft es mir über den Rücken.
Meine Augen werden müde und fallen zu.
Ich wache auf und vor mir steht ein Mann mit einer schwarzen Lederjacke und einem Messer, ich fange an zu schreien.
Er sagt: „Es bringt nichts zu schreien deine mutter ist tot!“
Ich springe aus meinem Bett und versuche den Messerstichen aus zu weichen.
Auf einmal stoße ich gegen das offene Fenster und ich spüre wie dunkel rotes Blut über meinen Kopf fließt.
Ich liege am Boden und spüre nur noch wie das Messer mein Herz durch rammt und ich in meinem Blutbad liegen bleibe.
Ich schrecke aus meinem Bett hoch und merke dass ich ganz durchgeschwitzt bin.
Nur ein Alptraum!
Ich gucke auf die Uhr: 3:00 Morgens.
Ich wache am morgen auf durch reden in der Küche.
Ich stehe auf und gehe leise in Richtung Küche.
Die Tür ist halb geöffnet so dass ich meine Mutter hören kann wie sie sagt: “und wie wollt ihr das mit dem Lösegeld machen?“
Die andere Stimme verstehe ich nicht aber es wird wohl Niklas Mutter sein.
„Ja 2 Millionen sind natürlich sehr viel, das kriegt man ja nicht einfach so zusammen , und ihr habt ja auch nicht so viel…“ sagt meine Mutter.
Ich gehe zurück in mein Zimmer.
Man es ist Niklas! 2 Millionen kann man ja wohl für seinen Sohn auftreiben oder ist es seiner Mutter egal was mit ihm passiert???
Ich würde alles für ihn geben sogar mein Leben!
Warum versteht das keiner! Es geht um ein Menschenleben.
Ich setzte mich wieder an mein Klavier und spiele.
Als ich mein Notenbuch aufschlage sehe ich ein Foto von mir und Niklas.
Das war auch auf der Wiese vor dem Haus im Sommer als wir jeden Tag dort lagen und etwas gegessen haben uns geküsst haben… Da war alles so perfekt!
Ich starre das Foto an und spüre Niklas Atem und höre seine Stimme wie er sagt:“ Ich liebe dich!“, ich spüre seine Lippen an meinen wie perfekt es damals war.
Warum gibt es Menschen die für Geld zwei Menschenleben die so perfekt waren zerstören!
Ich nehme das Foto und halte es ganz fest in der Hand so dass es schon fast zerknittert.
Ich fange an zu weinen aber es kommen keine Tränen mehr so viel habe ich schon geweint.
So leblos fühlt sich mein Körper ohne Niklas an.
Langsam blicke ich rüber zu meine Schreibtisch, ich sehe mein Taschenmesser gefährlich auf dem Tisch blitzen.
Es ist so verführerisch.
Langsam stehe ich auf und bewege mich zum Schreibtisch.
Ich hebe das Messer hoch und Gucke es mir an, ich drehe es von allen Seiten und überlege.
Ich nehme es fest in die Hand und gucke auf meinen Arm.
Meine Hand bewegt sich mörderisch dem Arm zu aber mein Kopf will das nicht.
Langsam setzte ich das Messer an die Pulzschlagader an.
Das Messer bohrt sich langsam hinein, ein Schmerz unbeschreiblich.
Das Blut spritzt nur so raus.
Mein Gesicht ist voll mit Blut.
Erst jetzt merke ich was ich getan habe!
„MAMA“ schreie ich.
Meine Mutter kommt herein und fängt an zu schreien, sie greift nach dem Telefon und ruft den Krankenwagen.
Ich sinke an der Wand auf den Boden.
Überall Blut nur noch Blut und dieser Schmerz!
Ich habe so ein Gefühl als würde mich der Tod mit einer eiskalten Hand holen.
Mit einer Hand die einen schmerzvoll und grauenvoll wegzerrt und man kann nichts dagegen machen.
Ein grelles Licht lässt mich wieder wach werden.
Ich sehe eine großen Jungen mit braunen Augen und blauen Augen vor mir stehen. Es ist Niklas, ganz klar. Er ist wieder frei alles wird wieder perfekt!! Ja, Niklas er steht vor mir! Und er sagt mit seiner beruhigenden Stimme : „ Es ist alles gut, dir geht es gut mir geht es gut alles wird wieder gut! Ruhe dich erst mal aus“
Er küsst mich und ich spüre die Liebe in diesem einem Kuss, das ist nicht beschreiblich.
Ich schaffe es noch zurück zu küssen aber nur mit der letzten Kraft die ich habe.
Er sezt sich zu mir ins Bett und wir liegen da beide nur und starren die Decke an fast wie damals auf der Wiese.
Er nimmt meine Hand und mein Körper wird mit Leben durchströmt
Plötzlich: meine Mutter steht vor mir und sagt : „ Kind was machst du den?“ Sie umarmt und küsst mich auf die Wange.
Ich verstehe es nicht, warum steht sie da auf einmal und wo ist Niklas?! „Wo ist Niklas? Ist er wieder gegangen?“ frage ich verwirrt und panisch.
„Was? Niklas war nicht hier. Er ist immer noch verschwunden. Das hast du dir bestimmt nur eingebildet“ sagt meine Mutter traurig.
„ Nein, nein er war hier er sagte dass alles gut sei! Glaub mir das kann nicht sein das war keine Einbildung!“ Protestiere ich.
„Nein war er nicht, der Arzt hat gesagt dass so was öfters passiert“ sagt meine Mutter und drückt mich zurück ins Bett.
Erst jetzt bemerke ich das ich wieder im Krankenhaus bin.
Ich schaue auf meinen Arm und sehe eine blutverschmierte Wunde.
Ich gucke meine Mutter erschrocken an.
„Ja du kannst froh sein das sie es geklebt bekommen haben aber du hast sehr viel Blut verloren. Die nächsten Tage sollst du zur Beobachtung hier bleiben, damit du nicht wieder was anstellst. Ach Schätzchen ich weiss ja das es schwer ist aber musst du dich gleich umbringen. Ich habe mir solche Sorgen gemacht!“
„Ja du hast ja Recht“ sage ich nur denn ich will meine Mutter nicht noch mehr belasten.
Aber es ist echt schwer für mich und ich wollte mich ja auch eigentlich nie umbringen aber ich war in trouse wie auf Drogen, konnte nicht kontrollieren was ich tuhe.



Der Arzt kommt rein und sagt:“ Wir behalten dich für ein paar Tage hier nur zur Beobachtung“
Ich bin so erschöpft das ich schon gar nicht mehr versuche zu protestieren.
Meine Mutter stellt mir eine Tasche neben mein Bett und fragt:“Okay jetzt fahre ich nur noch kurz nach Hause und hole meine Sachen“ sagt meine Mutter und will zur Tür hinaus.
„Warte!“ sage ich.
„Was ist denn?“ fragt meine Mutter verwundert.
„Ich würde gerne alleine hier bleiben. Ich brauch etwas Zeit für mich. Das ist nicht böse gemeint.“ Versuche ich ihr zu erklären.
„Okay natürlich mein Schatz wenn du das so möchtest aber bist du dir da ganz sicher?“ fragt sie, in der Hoffnung das ich meine Meinung ändere.
„Ja ich bin mir sicher.“ Sage ich unfreundlich.
Sie küsst mich traurig auf die Stirn und sagt noch:“ Morgen komme ich dann, wenn das erlaubt ist“.
Sie schließt die Tür und ich bin endlich alleine.
Ich sitze einfach nur da.
Eigentlich habe ich gar keine Kraft mehr zum sitzen aber das ist mir egal.
Ich zwinge mich dazu zu schlafen aber mitten in der Nacht wache ich auf und mein Bauch fühlt sich komisch an.
Es ist kein Stechen, es tut auch nicht weh aber irgendetwas ist da das spüre ich.
Dieses Gefühl kenne ich nicht, was ist es?
Ich ziehe mein T-Shirt hoch und taste meinen Bauch ab.
Da ist ein kleines Pochen, vielleicht mein Herz?
Nein ich weiß das ist nicht mein Herz aber was ist es dann?
Als würde mir jemand leicht in den Bauch treten und jetzt fester!
Ein komisches Gefühl aber irgendwie auch schön und beruhigend.
Als wäre jemand da der einen versteht und helfen kann.
Das erste Mal bin ich wieder glücklich.
Ich weiss zwar nicht was es ist aber ich weiß das es irgendwie mit mir verbunden ist.
Doch plötzlich hört es auf. Es ist einfach weg.
Ich warte eine Weile doch es kommt nicht wieder.
Aber ich spüre es ist nicht weg, es ist noch da.
Ich bleibe die ganze Nacht wach, in der Hoffnung das dieses Gefühl wieder kommt, aber es kommt nicht wieder, leider.
Am morgen kommt eine Schwester rein und bringt mir frühstück aber ich hab keinen Appetit nicht einmal ein Stück Apfel kriege ich runter.
Ich starre nur auf mein Essen und muss die ganze Zeit an heute Nacht denken.
„Komm esse mal bitte etwas das gibt dir Kraft“ versucht die Schwester mich zu ermutigen.
Ich ignoriere ihre Bitte total und frage sie nur:“ Kennen sie diese Gefühl im Bauch, es ist einfach unbeschreiblich so beruhigend und schön aber irgendwie auch komisch und befremdlich?“
„Ja dieses Gefühl kenne ich, das hatte ich oft in meiner Schwangerschaft“ antwortet sie ohne Vorwand.
„Was? Soll das heißen das ich schwanger bin??“ frage ich mit aufgerissen Augen.
„Ich hole mal eine Ärztin die kennt sich damit besser aus ich bin nur Schwester“ sagt sie und geht aus der Tür.
Schwanger? Das habe ich grade noch gebraucht! Ein Kind mit 15 ?!? Geht jetzt eigentlich alles schief?
Aber irgendwie kann ich nich wütend sein sondern bin glücklich warum? Ein Kind kann ich doch im Moment gar nicht gebrauchen! Ich streichele über meinen Bauch und ich habe das Gefühl als wollte mein Baby sagen: Hallo hier bin ich!
Mein Baby! Ich sitze lächelnd im Bett und kann es kaum fassen! Mein eigenes Baby!
Aber wann ist das passiert?
„Guten Tag ich bin Dr. Burzin deine Frauenärztin“ reisst mich jemand aus meinen Gedanken.
Ich kriege grade noch ein „ Hallo ich bin Luisa“ zu Stande.
Einen Moment starrt sie mich an doch dann fängt sie sich wieder.
„Wie ich sehe bist du eher glücklich als geschockt über die Nachricht das ist schon mal schön“ sagt sie mir mit einem Lächeln im Gesicht.
„Ja mir geht es im Moment nicht so gut und das ist die erste gute Nachricht seit Wochen!“ strahle ich zurück.
„Na das ist doch schön! So jetzt kommst du bitte erst mal mit“ sie holt einen Rollstuhl und hebt mich hinein.
Sie schiebt mich den Flur entlang und erklärt und zeigt mir alles.
Überall so viele Leute denen es schlechter geht als mir aber die trotzdem so voller Lebensfreude stecken, das ich mich schon schähme das ich mir ein Messer in den Arm gerahmt habe.
Als hätte sie meine Gedanken gelesen sagt sie:“ Mach dir keine Vorwürfe so was wie dich gibt es oft und du brauchst dich nicht schlecht zu fühlen. Ich vertsehe dich du hattest ja Gründe dazu wie deine Mutter das mir erzählt hat Ich habe es auch schon mal probiert und kam auch nur knapp mit dem Leben davon.“
„Und warum haben sie das gemacht?“ frage ich vorsichtig.
„Bitte sag doch du zu mir. Weil meine Tochter mit 2 Jahren entführt wurde und ich sie nie gefunden habe!“ erklärt sie mir.
„Das tut mir leid“ sage ich traurig.
„Du kannst ja nichts dafür aber dir geht es ja auch nicht gut mit deinem Freund der entführt wurde“ sagt sie.
„Ja da sitzen wir wohl beide im selben Boot, es ist schön jemand zu haben der einen so versteht. Kann ich sie vielleicht anrufen wenn ich wieder Probleme habe“ sage ich traurig.
„Ja klar du kannst mich jeder Zeit anrufen, hier ist meine Karte. Mir tut es auch mal gut mit jemandem zu sprechen der dass selbe erlebt. Ach nenn mich doch ruhig Erika“ antwortet Erika.
Sie schiebt mich in einen Raum und ich lege mich auf eine Art Trage.
„Das könnte jetzt kalt werden“ warnt sie mich.
Sie schmiert mir ein gliebriges Zeug auf den Bauch, es füllt sich kalt und ecklig an.
Als sie das Ding das sich Ultraschallkopf nennt über meinen Bauch bewegt zucke ich zusammen.
Erika guckt mich an und schlagartig werde ich wieder entspannt.
Ich gucke auf den Monitor und versuche ein wenig zu erkennen.
„Ist das, das Herz?“ frage ich.
„Ja und da ist der Kopf und die Beinchen und die Ärmchen“ erklärt sie mir.
Das ist ein wahnsinniges Gefühl sein Kind zu sehen.
Man erkennt zwar nur das kleine Herz das schlägt aber es ist unbeschreiblich!
Ich fange an vor Freude zu weinen und höre gar nicht mehr auf.
„Das ist mein Kind!“ sage ich immer und immer wieder.
„Willst du auch wissen seit wann?“ fragt mich Erika.
„JA“ schreie ich schon fast.
„Ich würde sagen so zwischen der 8. und 10. Woche“ sagt sie.
Dann wischt sie mir das eckelige Zeug ab und ich darf schon mal raus gehen.
Meine Mutter kommt auf mich zu gerannt, umarmt mich und sagt lachend:“ Ach Kindchen mit dir wird es nie langweilig!“
Arm in Arm gehen wir zurück in mein Krankenzimmer.
Im Zimmer reden wir die ganze Nacht darüber wie es jetzt weiter geht.
„Wie willst du es überhaupt nennen?“ unterbricht uns Erika.
Ich überlege kurz und sage dann:„Also wenn es ein Mädchen wird nenne ich sie Luna und wenn es ein Junge wird dann wird er Luka heißen“ antworte ich.
„Das sind beide sehr schöne Namen“ antwortet sie.
Meine Mutter mustert die Ärztin von oben und unten und sagt unfreundlich:“ Ja das sind sie, könnten wir jetzt bitte alleine sein?“
Ich gucke meine Mutter ratlos an.
„Ja natürlich ich wollte auch nicht stören“ sagt Erika und schließt schnell die Tür hinter sich.
„Warum hast du sie rausgeschickt? Sie stört doch nicht“ frage ich meine Mutter.
„Mich stört sie schon ich wollte mit dir alleine sein sie versteht unsere Probleme.“ Sagt meine Mutter nervös.
„Mit ihr kann man sehr gut reden und unsere Probleme versteht sie wohl sehr gut! Den ihre Tochter wurde mit 2 Jahren auch entführt. Sie ist sehr verständnisvoll.“ protestiere ich.
Meine Mutter guckt mich böse und nachdenkend an.
„Vielleicht ist es besser wenn du jetzt gehst“ sage ich auffordernd zu ihr.
„Wenn du lieber mit diese Ärztin reden willst als mit mir bitte ich schick sie dir gleich wieder rein!“ antwortet meine Mutter eingeschnappt und geht zur Tür hinaus.
Was hat sie den auf einmal? Es ist doch nur eine Ärztin! Soll sie nicht so überreagiern ich habe echt genügend Probleme im Moment.
Ich gehe raus aus meinem Zimmer und sehe wie Erika den Gang zu mir kommt.
„Da bist du ja ich wollte mit dir reden“ sage ich frühlich.
„Ja das habe ich mir schon Gedacht nachdem deine Mutter eben so einen Aufstand gemacht hat“ sagte sie und zwinkert mir zu.
Wir setzten uns in mein Bett.
„Aber warum ist meine Mutter den eben so ausgerastet ich meine ich habe nur gesagt das man mit dir gut reden kann und das du einen verstehst, das ist ja nichts böses“ sage ich und mir laufen Tränen über die Wange weil ich so wütend bin.
„Hey reg dich nicht so auf das ist nicht gut für dein Kind.. beruhigt sie mich.
Außerdem macht sich deine Mutter vielleicht einfach Sorgen um dich ich meine was im Moment bei dir los ist. Es passt ihr vielleicht einfach nicht das du es mir erzählst vielleicht sieht sie das als eine Familienangelegenheit“ sagt sie und starrt mich an.
„Trotzdem.. ich höre auf zu sprechen und überlege kurz: „ Darf ich dich was fragen?“ frage ich vorsichtig.
„Ja na klar“ sagt sie.
„Wie war das damals als deine Tochter entführt wurde?“ frage ich vorsichtig.
Sie atmet kurz durch und fängt dann an zu sprechen:“ Ich war mit Luisa ja so heißt sie auch mit dem Auto unterwegs wollte zur meine Freundin nach Hamburg fahren. Ich hatte eine Abzweigung verpasst und wusste nicht mehr wo ich war. Ich stieg aus dem Auto aus und fand eine Karte von Hamburg auf der Wiese stehen. Ich suchte eine Weile und plötzlich. Ein Schrei ein Schrei von Luisa ich drehte mich um und rannte zurück zum Auto. Als ich die Hintertür vom Auto offen stehen sah und niemand mehr im Auto war stieg ich schnell ins Auto wieder ein und suchte sie mit den Scheinwerfern vom Auto die ganze Nacht doch ich fand sie nicht. Nie mehr. Auch die Polizei hat sie bis heute nicht wieder gefunden. Nächte lang saß ich in der Küche und habe gewartet auf einen Anruf von der Polizei. Doch nie kam einer. Weißt du wie schlimm es ist diese Ungewissenheit sie frisst dich auf Stück für Stück. Und das geht jetzt seit 13 Jahren so: Ich schlafe nicht sehr viel höchstens 3 Stunden, die Polizei hat schon längst aufgegeben aber ich wiss irgendwo ist sie vielleicht so Nahe und greifbar aber vielleicht auch so weit weg. Aber tot ist sie nicht das weiß ich. Es geht ihr gut eine Mutter spührt das egal wie weit weg ihr Kind ist wenn irgendetwas nicht stimmt spürt sie es. Da ist eine Verbindung. Das wirst du merken wenn du dein Kind bekommst.“
Und es gab nie ein Lebenszeichen von ihr?“ frage ich erschrocken.
„Nein nie“ antwortet sie trocken.
Wir reden die ganze Nacht durch aber die einzige Sache die mich die ganz Zeit beschäftigt ist: Diese Verbindung zwischen Kind und Mutter, sie versteht mich so gut und spürt wenn es mir nicht gut geht das ist schon fast gruselig. Aber das klann gar nicht sein das ich die verschwundene Tochter bin. Meine Mutter ist meine richtige Mutter! Aber warum ist sie dann so ausgerastet weil ich mich so für Erika eingesetzt habe?
Eine gewisse Unsicherheit schleicht sich bei mir rein. Sie geht durch meinen Körper und ich habe das Gefühl als würde sie mich zerfressen.
Ich spüre das es der Ärztin genauso geht sie überlegt auch die ganze Zeit und ist sich bei etwas nicht sicher. Dieses Gespür habe ich bei meiner Mutter nie so stark gefühlt. Eine Richtige seelische Verbindung war da nicht aber jetzt ich spüre es da ist etwas, etwas verbindet uns gar kein Zweifel!
Erst jetzt schaue ich auf die Uhr und merke as es halb 8 morgens ist.
Heute habe ich Geburtztag! Stimm heute werde ich 16 Jahre alt!
„Heute hat sie Geburtztag“ sagt sie traurig.
„Ja genau heute werde ich 16!“sage ich fröhlich.
„Was heute hat sie geburtztag?“ frage ich geschockt.
„JA und du auch?? Alles gute und viel Glück. Vielleicht kann ich ja einrichten das du heute mal nach Hause kannst.“ sagt sie verwirrt.
Ich gucke sie nur an und bekomme noch ein „danke“ aus meinem Mund raus aber eigentlich bin ich total geschockt.
Ihre Tochter ist vor 13 Jahren verschwunden und sie hat heute Geburtztag und sie heißt Luisa? Das ist doch kein Zufall oder??
Erika ist so nett und fährt mich selbst nach Hause.
Im Auto sprechen wir kein Wort miteinander sitzen nur da und gucken nachdenklich.
„So da wären wir“ sagt sie.
„Danke fürs fahren, meine Mutter bringt mich dann heute Abend wieder zurück “sage ich und schließe die die Autotür.
Meine Mutter erwartet mich schon sehnsüchtig.
Sie hat auf Dakotas Wiese ein Picknick vorbereitet mit Geschenken Kuchen und Musik.
Ich freue mich endlich wieder Dakota zu sehen sie kommt auf mich zu gallopiert und schmiegt ihren Kopf vorsichtig an meinen Oberkörper.
Ich gehe kurz ins Haus und will eine Karotte für Dakota holen da fehlt mir etwas vom letzten Geburtztag ein: Damals hat Niklas mir einen Brief geschenkt den ich erst in einem Jahr öffnen darf als heute, da waren wir noch nicht zusammen.
Ich gehe in mein Zimmer und kame in meine Schubladeund schließlich halte ich ihn in meinen Händen.
Ich öffne ihn vorsichtig und langsam und fange an zu lesen:
Liebe Luisa,
Hoffentlich hast du es geschafft bis zum nächsten Jahr mit dem Brief öffnen zu warten.
Ich hoffe in dem letzten Jahr habe ich es geschafft dich zu erobern denn ich bin seit der 5.Klasse in dich verknallt doch traue mich nicht es dir zu sagen.
Den du bist so ein tolles, hübsches, intelligentes , witziges ,sexy, nettes Mädchen da bin ich mir nicht so sicher ob du so einen wie mich überhaupt willst.
Wenn ich es geschafft haben sollte das wir ein Paar sind will ich der beste Freund sein den du jemals hattest und haben wirst.
Ich will dich auf Händen tragen und alles für dich tuhen und immer für dich da sein.
Du hast Augen wie ein Reh, Haare wie die Mähne von einem Einhorn ,einen Körper der so schön kurvig ist wie eine Schlange ihren Körper bewegen kann und deine Stimme schöner als jede Nachtigall.
Kurz gesagt ich liebe dich.
Langsam verwischt die Tinte durch meine Tränen.
Ich vermisse ihn so sehr und ich weiss ja nicht mal ob er noch lebt.
Diese Ungewissenheit ist schlimm das einzige was mich noch aufrecht hält ist die Hoffnung das er irgendwann wieder vor mir steht und alles so wie früher wird.
Ich muss zu Dakota, egal was die Ärzte sagen ich muss jetzt reiten.
Ich schleiche mich hinter meiner Mutter ,die auf der Wiese sitzt zu Dakota.
Doch gerade als ich versuche ihr die Trense über zu streifen kommt meine Mutter und ruft:“ Du sollst doch nicht reiten haben die Ärzte gesagt, komm wieder her“
Ich schmeisse die Trense auf den Boden, nehme Anlauf , springe auf Dakotas Rücken und eine Sekunde später ist sie über den Zaun gesprungen und wir gallopieren davon.
Ich höre meine Mutter in Panik noch schreien :“Luisa komm zurück mach das nicht das ist zu gefährlich!“
Ich ignoriere sie und kralle meine Finger in die Mähne und versuche den Rhythmus von Dacotas Galopp zu finden.
Es ist so schön über die Wiesen zu fliegen die ganzen Probleme lasse ich hinter mir.
Ich muss Dacota nicht lenken denn sie spürt wohin ich will: in den Wald
Immer schneller und schneller wird ihr Galopp so dass ich gerade noch dem Ast ausweichen kann der vor mir auftaucht.
Auf einmal hört der Wald auf.
Vor mir streckt sich eine endlose Wiese.
Ich lasse mich einfach von Dacota über die Wiese tragen.
Es ist als ob man winzige Flügel hätte die einen über alles Grüne tragen.
Das Gras fühlt sich weich und flauschig an als ich dort so liege und in die Wolken starre.
Den ganzen Nachmittag liege ich nur da und gucke in den Himmel.
Doch dann ziehen sich dunkle Wolken auf es sieht aus als ob es ein Gewitter geben würde.
Ich hüpfe wieder auf Dacotas Rücken , sie spürt das Gewitter und galoppiert los.
Ich höre schon den Donner und spüre die Regentropfen auf meiner Haut.
Sie rennt schon so schnell sie kann doch ein Blitz schlägt wenige Meter vor uns in einen
Baum ein.
Er fängt Feuer und kippt um so das unser Weg versperrt ist.
Dacota rast trotzdem weiter auf den Baumstamm zu!
Ich spüre ihr Temperament und den Willen darüber zu springen.
Ich weiß das ich sie nicht aufhalten kann also beuge ich mich nach vorne und kralle mich so fest in der Mähne fest so dass ich ihr schon fast die Haare rausreisse.
Sie springt mit aller Kraft drüber doch als wir wieder auf dem Boden angekommen sind hat sie Schmerzen.
Ich versuche an ihr runter zu schauen um etwas zu erkennen.
Ihre Hufe! Sie haben Feuer gefangen!
Dieser Schmerz treibt sie um so mehr vorwärts, sie weiß genau wo sie hin muss.
Ich höre ihren Atem wie er immer schwerer wird und ihre Nüstern sich aufplustern .
An dem Bach angekommen springe ich sofort von ihr runter und sie fällt zu Boden.
Sie versucht die Augen offen zu halten doch der Schmerz ist zu stark, er reisst ihr immer wieder die Augen zu.
Das Wasser löscht das Feuer, doch das Feuer hat tiefe Wunden in sie herein gebrannt.
Was soll ich jetzt machen? Mein Handy habe ich ja nicht dabei!!
Ich gucke mich um pflücke ein paar Brenesseln und Himbeeren.
Daraus mache ich irgendwie einen kühlenden Verband und lege ihn um ihre Hufe.
Sie lässt ein Stöhnen von sich so dass ich weiß das es ihr gut tut.
Langsam streichele ich ihr über den Kopf und sage:“ Alles wird wieder gut. Wir schaffen das“
Doch innerlich weiß ich ehrlich gesagt nicht was wir machen sollen.
Das spürrt sie auch und sie wird unsicher.
Eine Weile sitzen ich nur da und überlege.
Meine Mutter sucht mich bestimmt auch aber hier wird sie uns niemals finden.
Langsam versucht sie aufzustehen und mir klar zu machen dass sie nach Hause will aber das ist so weit das schafft sie nicht.
Sie schaut mich erschöpft an und fordert mich auf auf ihren Rücken zu springen.
Ich spüre ihren Atem der eigentlich nicht atmen kann aber wie sie dagegen ankämpft und lostrabt.
Obwohl es eher eine Mischung aus Trab, Schritt und humpeln ist.
So kommen wir zwar nicht schnell vorran aber immerhin einwenig.
Dann ich höre einen tiefen Atemzug, ihre ganzeLunge saugt sich voll mit Luft.
Die Augen sind aufgerissen, der Kopf hoch gestellt, und die Nüstern atmen so laut das man denkt es wäre ein Nashorn.
Sie zwingt ihre Beine dazu zu galoppieren, ihr Körper wehrt sich doch ihr Wille ist stärker.
Ich streichele sie und versuche ihr bei zu stehen sie will sich dagegen wehren hat aber die Kraft dazu nicht.
Dann sehe ich die Wiese von unserem Haus, endlich!
Sie stürmt mit der allerletzten Kraft los und bricht auf der Wiese zusammen.
Meine Mutter kommt angerannt und fragt was denn passiert wäre doch ich brülle sie nur an: „Ruf den Tierarzt schnell!“
Eine viertel Stunde ist der Tierarzt da.
„Ich habe ihr jetzt einen Kühlungs-Druckverband um die offenen Stellen gemacht. Ganz wichtig ist jetzt das sie viel trinkt denn es kann sein das sie öfters noch Kreislaufprobleme kriegt, also wäre es gut wenn rund um die Uhr jemand bei ihr wäre. Den Verband wechsele ich dann in eine Woche nochmal“ erklärt mir den Tierarzt.
„Okay vielen Dank“ sage ich.
Als der Tierarzt weg ist sagt meine Mutter:“ jetzt haben wir aber ein Problem denn du musst wieder ins Krankenhaus“
„Mama ich gehe nicht ins Krankenhaus meinetwegen geht es ihr schlecht da muss ich ja wohl bei ihr bleiben! Das ist das mindeste was ich tuen kann! Und außerdem bin ich schwanger und nicht krank!“ Schreie ich wütend.
„Nicht in so einem Ton! Ich kann ja auch bei ihr im Stall bleiben“sagt meine Mutter.
„Das ist aber mein Pferd und meine Verantwortung!“ antwortete ich genervt.
„Richtig und du trägst auch ein Kind in dir für das du die Verantwortung übernehmen musst! Und ich kann mich ja wohl schlecht um dein nicht geborenes Kind kümmern Dieser ganze Stress tut dem Baby auch nicht gut!“ erklärt meine Mutter mir.
„Also soll ich deiner Meinung Dacota im Stich lassen, der es nur wegen MIR schlecht geht und ins Krankenhaus gehen obwohl es dem Baby gut geht?!“ fareg ich sarkastisch.
„JA mein Gott, Dacota geht es wegen dir schlecht ja weil du wieder das gemacht hast was du wolltest und nicht auf die Ärzte gehört hast! Es ist jetzt so! Glaub mir ich liebe sie doch genau so wie du, ich werde mich gut um sie kümmern“ Sagt meine Mutter ärgerlich.
„Na gut du musst es ja wissen“ gebe ich dann zu.
„So und jetzt packst du erstmal deine Geschenke aus und isst Kuchen, denn du hast ja heute Geburtztag!“ sagt meine Mutter.
Ich kann den Rest des Tages nicht wirklich genießen denn ich muss immer wieder an Dakota denken.
Am Abend verabschiede ich mich wieder willig Dacota und steige ins Auto.
Ich mache das Radio an, es läuft „run“ von Leona Lewis, das war das Lied als mich Niklas gefragt hat.
Ich haue auf den Knopf damit das Ding ausgeht.
„Hey lässt du das bitte!“ sagt meine Mutter
„Nein!“ sage ich unfreundlich.
Den Rest der Fahrt reden wir kein Wort miteinander.
„Soll ich dich noch mit reinbringen“, fragt meine Mutter in der Hoffnung das ich ja sage.
„Nein nicht nötig“ sage ich nur und knalle die Tür vom Auto zu.
Im Krankenhaus empfängt mich eine Schwester: „ Luisa? Ich bringe dich in dein Zimmer ja?“
Ich sage nichts und laufe nur neben ihr her.
Sie sucht das Gespräch und fragt: “Und wie war dein Geburtztag?“
„Meinem Pferd geht es wegen mir schlecht und ich darf nicht zu Hause bei ihr bleiben weil ich ja schwanger bin und die Ärzte meinen dass ich krank wäre so dass ich hier bleiben muss! Also alles in einem mein Tag war scheiße!“ brülle ich das ganze Krankenhaus zusammen.
„Okay da müssen sie doch aber mich nicht so anbrüllen“, sagt die Schwester leise.
Ich reiße ihr meine Tasche aus der Hand und gehe hoch in mein Krankenzimmer.
Erika begrüßt mich mit einem Lächeln und einem Geschenk in der Hand.
Ich zwinge mich zu lächeln den wenn sie schon so nett war mir ein Geschenk zu holen will ich ihr auch ein Lächeln vorspielen.
Sie schließt die Tür und sagt:“ Du brauchst mir kein Lächeln vorlügen, ich merke das es dir nicht gut geht“.
„Mein Tag war nicht so schön. Wegen mir geht es meinem Pferd schlecht und ich darf nicht mal bei ihr bleiben weil hier ja alle meinen das Schwangerschaft eine Krankheit sei und…“
Sie unterbricht mich in einem ernsten Ton:“ Hör mal zu ich kann verstehen das du lieber bei deinem Pferd wärst doch egal wie schlecht es deinem Pferd geht, deine Mutter kümmert sich bestimmt gut um es. Und außerdem du kannst nicht einschätzen wie schnell es gefährlich um dein Baby wird.
Du hast sehr viel Stress um die Ohren so dass es ohne hin schon schlecht aus sieht.
Das ist ein Lebewesen das spürt wenn es dir schlecht geht und ihm geht es auch schlecht wenn es dir schlecht geht, es leidet mit dir den es ist ein Teil von dir und dafür hast du eine enorme Verantwortung! Du willst doch ein gesundes Kind auf die Welt bringen und keins das behindert oder tot ist den eine Fehlgeburt ist schlimmer als eine Entführung, als eine Vergewaltigung es ist einfach das Schlimmste was einer Mutter passieren kann!“


„Aber wegen mir geht es Dacota schlecht nur wegen mir und dann kann ich ihr nicht mal beistehen, was für eine Besitzerin ibn ich den?!“ erwiedere ich.
„Ja du bist Besitzerin eines Pferdes, das habe ich mit gekriegt also weißt du auch wie es ist für etwas die Verantwortung zu tragen, also verwende diese Verantwortung auch für dein Kind!“ schreit sie mich schon fast an.
„ Ich habe ja verstanden“ sage ich nur noch und setze mich in mein Bett und stecke den Kopf zwischen meine Knie.
„Das war doch nicht böse gemeint ich will dir nur klar machen was du da in dir trägst. Das ist eine riesen Verantwortung“ sagt Erika ruhig.
„Ich möchte jetzt bitte alleine sein“ sage ich nur noch.
„Okay“ sie schließt die Tür.
Ich lege meine Handauf meinen Bauch und spüre wie das Baby versucht seine Hand nach meiner auszustrecken.
„Es tut mir leid wenn du so viel Stress erleiden musst aber einfach ist es für mich auch nicht, mein Freund ist weg, wegen mir gehtes meinem Pferd schlecht…“ weiter komme ich nicht den ich spüre einen fetten Klos der mir der Hals zuschnürrt.
Ich sitze nur da und denke so über alles was mir passiert ist nach.
Da klopft es, meine Mutter öffnet vorsichtig die Tür.
Eigentlich will ich sie wieder rausschicken aber da ist sie schon im Zimmer und sezt sich an mein Bett
„Ich weiß heute ist dein Geburtstag und er war schon schlimm genug aber ich habe solche Schuldgefühle.“ Fängt meine Mutter vorsichtig an.
„Ja was ist denn?“ frage ich ängstlich.
„Die Frauenärztin die du zugeteilt bekommen hast und mit der du dich so gut verstehst“ sie hörte für lange Zeit auf zu reden und ich half ihr auf die Sprünge:“ Was ist mit der Frauenärtzin?“
„Ja also damals vor 13 Jahren. Ich wollte unbedingt ein Kind haben. Hatte schon alles probiert außer Adoption und das wollte ich nicht den ich wollte ein Kind das zu mir gehört und meine Gene hat.
Doch nach 6 Jahren endlosen Befruchtungen funktionierte es immer noch nicht.
Damals fuhr ich mit dem Auto nach Hause, ich hatte mich verfahren und wollte die Karte aus dem Kofferraum holen und hielt an.
Da sah ich ein anderes Auto, eine Frau stieg aus und ich hörte ein Kind schreien.
Das war meine Chance als die Frau sich die Karte im Kasten anschaute, ich nahm das Kind aus dem Auto und fuhr weg… Das Kind warst du“ beichtet meine Mutter mir.
Ich schaue sie mit entzezten Augen an und brülle sie an: „ Du hast mich entfürht?! Willstz du mich eigentlich verarschen? Aus Verzweiflung zerstört man doch das Glück anderer nicht!“.
Mein Herz fühlt sich mit Hass, einfach nur Hass.
Ich schreie mit Tränen in den Augen wütend: „Geh jetzt! Ich will dich nie wieder sehen!“
„Aber Schätzchen..“ versucht meine Mutter mich zu beruhigen.
„Nenne mich nicht Schätzchen!!!“ sage ich mit hasserfüllten Augen.
Ich schiebe sie raus und knalle die Tür zu.
Ich fahle in mein Bett und ein stechender Schmerz lässt meinen Körper hochfahren.
Dieser Schmerz ist unbeschreiblich, ich weiß nur dass er im Unterleib entsteht.
Der Schweiss läuft nur über mein Gesicht und ich schreie so laut ich kann.
Die Ärztin kommt rein und versucht mich zu beruhigen: „Es wird alles gut, ganz ruhig“.
Sie hebt mich in einen Rollstuhl und ich spüre nur noch eine Nadel in mir und schlagartig schlafe ich ein.
Ich liege in meinem Bett und fülle mich wie in einem Traum, meine Augen sind geschlossen doch ich nehme die vertraute Stimme von Erika wahr: „Ich wusste es von Anfang das du zu mir gehörst gleich als du ins Krankenhaus kamst. Ich konnte dir ja wohl schlecht sagen das du meine Tochter seien.“
Langsam schaue ich sie an und sage : „Geht es dem Baby gut?“
„Ruhe dich erstmal aus“, versucht sie mich zu beruhigen.
Ich umarme sie so fest ich kann und sage: „ Ich liebe dich Mom“.
Erika fängt an zu weinen und wir sitzen da Arm in Arm und weinen beide.
Die ganze Nacht sitzen wir im Zimmer, trinken Tee und ich erzähle ihr was in meinem Leben so alles passiert ist.
Eigentlich will ich schlafen denn ich bin so erschöpft und müde aber ich kann nicht denn ich bin immer noch so geschockt denn man erfährt ja nicht jeden Tag das die Mutter die einem jahrelang so lieb und mütterlich war, in Wahrheit eine eiskalte Entführerin ist.
Am Morgen kommt eine andere Ärztin mit einem Rohlstuhl rein und sagt: „Bist du bereit?“
„Für was denn?“, frage ich verwirrt.
„Na für die Operation im Unterleib, wegen deinem Baby“ erklärt mir die Ärztin.
Ich gucke Erika an und frage: „Was meint sie damit? Wusstest du das?“
„Ja ich wusste davon, ich wollte es dir nicht sagen weil du dich nicht noch mehr aufregen solltest“ erklärt sie mir.
„Also geht es meinem Baby nicht gut?“ frage ich unsicher.
Sie starrt zu Boden und antwortet mir nicht.
Ich brülle sie an doch sie reagiert nicht, wie kann sie mir das antun?
„Es wir nur ein kleiner Eingriff sein, würdest du dich in den Rollstuhl setzten?“ fragt die andere Ärztin vorsichtig.
Ich steige in den Rollstuhl und spüre wie die Unsicherheit sich in mir staut.
Wie kann sie mir das antun?
Was ist mit meinem Baby?
Ich lege meine Hand auf meinen Bauch und spüre wie es nach Hilfe schreien will aber nicht kann.
Sie heben mich auf eine Trage und schieben mich in den OP-Saal.
Langsam wird alles verschwommen und ich sehe nur noch die Ärzte schweissgebadet vor mir stehen.
Dann ist alles schwarz und weg.
Ich sehe ein weißes Licht und gehe einen Weg entlang.
Ich spüre den Sand zwischen meinen Zehen und gehe immer weiter.
Ich sehe wie Niklas verschwindet, wie ich im Krankenhauszimmer liege, wie das Blut von dem Messer mir über den Arm läuft, wie ein zweites Leben in mir wächst, wie ein kleines ich von der Mutter weggerissen wird und wie ein Pferd von Schmerz angetrieben durch den Wald galloppiert.
Ich sehe die Verzweiflung und den Schmerz der sich in mir aufbaut in einem roten Tropfen der sich ausbreitet.
Ich gehe den Weg weiter und sehe einen tiefen Abgrund vor mir, ich will springen doch etwas hält mich fest, eine Kraft von Niklas gesteuert.
Ich drehe mich um und sehe Niklas und sein Gesicht ist mit Blut überlaufen.
Ich gucke in seine wunderschönen braunen Augen, er nimmt meine Hand und wir springen beide in die Tiefe.
Der Aufprall fühlt sich an wie tausende Messersteche auf einmal.
Ich reiße meine Auen auf und merke das ich wieder im meinem Zimmer bin.
Ich liege einfach nur in meinem Bett und denke: wann ist es endlich vorbei? Ich will nicht mehr leben! Nur noch sterben! Was lohnt sich es zu leben? Ich bin doch eh nur noch ein Frack!
Gegenüber von mir sehe ich Erika weinend sitzen.
„Was ist den los?“ frage ich erschrocken.
„Du lagst im Bett hattest die Augen halb offen und hast angefangen zu zucken und dein Herz hatte versagt“ erklärt sie mir mit Tränen in den Augen.
„Was ist den jetzt mit meinem Baby?“ frage ich aufgeregt.
„Es sieht nicht gut aus“ sagt sie traurig.
„Wie?“ frage ich
„Sie haben aus deinem Bauch per Kaiserschnitt rausgeholt und jetzt liegt es in einem Art Geburtskasten. Das ist ein Kasten wo das Baby so lebt wie in ihrem Bauch. Aber es könnte sein das es das nicht überlebt“ erklärt mir Erika
Ich starre sie nur an den ich kann es kaum fassen: Jetzt also auch noch mein Baby?
„Kann ich es sehen?“, frage ich.
„Bist du denn dafür bereit?“, fragt sie unsicher.
„Nein aber ich muss damit klar kommen egal ob ich will oder nicht„, antworte ich ernst.
„Nein ich will nicht mehr die kranke sein die ich ja gar nicht bin. Anderen geht es viel schlimmer als mir also machen wir nicht so ein Theater darum!, sage ich mit fester und strenger Stimme.
Sie steht auf und öffnet die Tür und geht.
„Erika, Erika bleib hier!“, schreie ich verzweifelt und wütend.
Meine Hände ballen sich zu Pfäusten. Ich bin doch nicht krank mir geht es doch eigentlich gut! Warum tuen dann alle so als ob ich lebensgefährdend wäre.
Ich hole eine Kette hervor die mir mal Niklas zum Geburtstag geschenkt hat.
Es ist ein glasiger Tropfen an einem silbernen Anhänger.
Ich halte ihn hoch so dass ein Lichtstrahl durch den Tropfen fließt.
Ich hänge mir die Kette um mein Hals und spüre das Sonnenlicht dass sich in dem Tropfen gesammelt hat.
Eine Weile sitze ich nur da und halte den Tropfen in der Hand, dann stehe ich auf und ziehe mir meine Krankenhaus schuhe an.
Egal was Erika gesagt hat ich weiß selber was für mich am besten ist und zwar das ich mein Baby sehe!
Ich gehe zur Eingangshalle und frage die Frau wo den die Intensivstation für Babys wäre.
Sie schickt mich einen Gang runter und ich sehe bestimmt 20 Babys in solchen Kästen liegen.


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu dieser Geschichte

Elka 25 schrieb am 05.05.2012 um 13:53 Uhr folgenden Kommentar:
Ich finde den Anfang ein bisschen lam. Aber der rest ist okay! ;)


luisa schrieb am 28.12.2011 um 23:34 Uhr folgenden Kommentar:
wie findet ihrs?

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