The Kiss of Wolf _|_ Fortsetzung: Teil 4

von Dalia_M. aus der Kategorie Roman

(...)

Atemlos


Er folgte mir und wir gingen um das Haus zum Vordereingang.
Als ich Liam anschaute starrte er das Gebäude an.
„Verdammt groß.“ , stellte er fest und lachte. Ich schaute ihn an
„Ja, viel zu groß.“
Er lächelte. Ich schaute ab Susanns Wagen schon wieder da war. Mist. Jetzt war ich mit ihm alleine in meinem Haus. Ich ging echt an meine Grenzen. Auch wenn Liam nett war, es war nur so..
„Wo ist das Telefon?“ , er riss mich aus meinem Gedanken.
„Da vorne.“, ich zeigte auf die große Komode links neben der Treppe.
„Du telefonierst und ich hol uns was zu trinken.“ , er nickte und griff sich das Telefon.
Ich hörte wie er etwas sagte, verstand aber nicht genau was, da ich mich schon im Wohnzimmer befand und zur Terrassentür ging. Ich schaute heraus zum Waldrand und schloss dann die Tür ab. Zur Sicherheit zog ich die sandfarbenen Gardinen etwas vor die große Glasfront.
Dann ging ich in die Küche und warf einen kurzen Blick auf Liam. Er saß auf der untersten Treppenstufe und schien gespannt dem Menschen in der Leitung zu zu hören. Ich hörte was er sagte während ich uns etwas Limonade eingoss.
„Okay, danke Mr. Harrison. Bitte rufen sie meinen Dad an wenn sie Informationen haben, er weiß schon Bescheid darüber. Gut, nochmals vielen Dank. Auf Wiedersehen.“
Ich hörte ihn hinter mir laut ausatmen und drehte mich mit dem Gläsern zu ihm um.
„Der Sheriff weiß Bescheid, mein Dad auch. Mr Harrison wird sich persönlich drum kümmern.“
„Alles klar. Hier.“ , ich reichte ihm die Limo.
„Danke.“, er lächelte.
Wir tranken gleichzeitig. Dann sah sich Liam kurz um.
„Schick habt ihr es hier. “ sagte er als er das Glas abstellte.
„Danke.“
„Ist niemand zu Hause.“
Leider „ Nein“.
„Ach so.“ , er schaute mich lieb an und ich musste ihn einfach anlächeln.
„Willst du deinen Vater nicht anrufen und ihm sagen wo du steckst.“
„Schon erledigt.“
„Ah.“ , dann begann dieses peinliche Schweigen was ich so hasste. Mir fiel nichts besseres ein als
„Ähm, komm ich zeig dir mein Zimmer..Also nur wenn du willst. Du kannst aber auch..“
Er unterbrach mich
„Nein nein. Ich möcht´ es sehen.“
„Okay“, er ging an ihm vorbei und streifte dabei seinen Handrücken, ich sah verlegen nach vorne. Er folgte mir tonlos die Treppen nach ganz Oben. Ich hatte die ganze Oberste Etage für mich allein. Sie bestand auch nur aus einem kleinen Flur, meinem Zimmer und dem Bad.
„Alles deins hier Oben?“
„Ähm, ja. Einzelkind.“
Er lachte „Ja sieht so aus.“
Ich öffnete meine Zimmer Tür und ließ ihn vor.
„Treten sie ein Mr. Conner.“, er lachte selbst über meine dämliche Einladung. Ach Avery.
„Danke sehr Ma´am.“, antwortete er höflich. Ich folgte ihm , aber ließ die Tür auf. Wer weiß..
Er betrachtete mein Zimmer. Die Wände waren alle Elfenbeinfarben, nur die Wand an dem mein riesiges Bett stand war Schokobraun. Die Möbel waren alle aus dunklen edlen Holz.
Alles meine Eigenkreation. Wenn die Abendsonne herein schien, wie jetzt, dann sah alles noch wärmer und schöner aus.
„Wok, hübsch.“ , sagte er erstaunt. Er tat sich keine Zwang an und ging hinaus auf den großen Balkon. Ich folgte ihm tonlos und sah zu wie er sich ans Geländer stellte und den Wald beobachtete. Das Wolfsgeheul hatte aufgehört. Zum Glück.
„Jetzt ist es Still.“
„Wie kommen solche mutierten riesigen Wölfe nach Issaquah. Das ist doch absurd.“
Er drehte sich zu mir um und zuckte nur mit den Schultern.
„Ich habe nicht die geringste Ahnung , wie und warum sie hier sind. Aber Avery, sie sind gefährlich. Es war gut das wir es gemeldet haben. Sie könnten Wanderer angreifen, oder sich sogar der Stadt weiter nähern.“
„Ja, das hätte diesem kleinen Städtchen noch gefehlt.“
„Eben.“
Wir standen nebeneinander am Geländer und schwiegen. Die Sonne blendete mich als ich zu Liam schaute. Tja , da stand ich. Neben der Person die mich um den Verstand brachte. Und schon wieder kam der Gedanke , alleine mit ihm zu sein. Ich kam nicht gegen mein Unwohlsein an, es war meine Persönlichkeit die mich dazu zwang so zu denken. Ich fühlte mich plötzlich so verwirrt. Mein Bauchgefühl und mein Verstand harmonierten nicht miteinander. Und in allen Fällen gewann mein Verstand. Nur seitdem ich Liam kenne scheint es so als hätte es mein Bauchgefühl satt immer und immer wieder verdrängt zu werden.
„Ist Etwas , Avery?“
Er riss mich auch meinen Gedanken, wie immer. Aber seine Frage war wohl sehr berechtigt wenn ich mir vorstelle wie ich ihn angeschaut haben muss.
„Nein, also Ja..“ Oh verdammt, das >>Ja<< war nicht geplant.
Liam schaute mich an und dann fiel sein Blick auf meine linke hat die auf dem Geländer ruhte. Er nahm seine rechte Hand und legte sie auf meine. Seine Hand war warm und die Berührung überraschte mich einen kurzen Moment , aber dann genoss ich es.
„Avery , mach dir keine Sorgen , das mit dem Wölfen ist bald bestimmt geregelt.“
Seine Stimme klang ruhig und es wirkte. Aber ich verhielt mich eher weniger wegen den Wölfen so , sondern wegen ihm. Wobei es ja nicht alltäglich ist riesige Wölfe zu sehen und dann noch vor ihnen weg zu rennen. Warum auch immer war Liam der Jenige wegen dem ich so verwirrt war.
Seine Hand lag immer noch auf meiner . Er schaute mich an. Dieses Grün seiner Augen war vollkommen abnormal. Er erwiderte meinen Blick unaufhörlich und Sekunden verstrichen. Es war jedoch nicht dieses peinliche schweigen was man oft erlebt, es war einfach nur Stille.
Eine Windböe kam von hinten und wehte meine Haare nach vorne.
Er lachte leise. Ich hob meine Hand um mir eine Strähne , die der Wind in mein Gesicht gepustet hatte, wieder zurück zu streichen. Doch als Liam seine Hand hob, stockte ich in der Bewegung. Er hob sie langsam hoch, hin zu meinem Gesicht und stricht mit eine zärtlichen Bewegung die Strähne an ihre Stelle zurück. Als seine Finger an meine Wange wanderten, fühlte es sich an als würde die Stelle , die er berührt hatte, anfangen zu kribbeln und zu glühen. Wie Feuer. Aber schönes, warmes Feuer. Keines Wegen schmerzhaft. Und gleich war wieder dieses Gefühl da und meine Kopfstimme. Er schönes lächeln umspielte seine Lippen.
„Was ist?“, fragte ich mich heiserer Stimme.
„Nicht, du bist nur so ..schön.“
Er war ja so süß.
„Ich ..Danke.“
„Nichts zu danken.“
Ich drehte meinem Kopf leicht, damit er seine Hand von meiner Wange nahm, weg von dem heißen, glühenden Fleck auf meiner Haut. Ich schaute auf den Boden. Seine Hand war immer noch dort und ich spürte seinen Blick , der auf mir ruhte. Einen Augenblick später spürte ich seine Finger auf der anderen Wange und wie er mein Gesicht zu ihm drehte. Zwei glühende und kribbelnde Flecke in meinem Gesicht. Und ich verlor mich wieder in seinen Augen. Es war als würde alles in Zeitlupe geschehen. Er machte einen Schritt auf mich zu und ich stand wie gelähmt da und war einfach bewegungsunfähig, gefesselt in seiner Berührung. Er stand nun so nah vor mir das ich meinen Kopf leicht in den Nacken legen musste, um weiter in seine Augen zu starren. Ich erinnerte mich daran zu Atmen und öffnete schlagartig meine Lippen leicht, um Luft zu holen. Meine Mauer meldete sich. Du darfst das nicht zulassen,Avery! Wie eine verrückte versuchte ich diese Stimme auszublenden.
Er kam näher mit seinem Gesicht. Die restlichen Zentimeter zwischen unseren Körpern waren in weniger als einer Sekunde beseitigt. Nun berührte sein Oberkörper, den Meinen. Sofort floss seine Körperwärme in meine Haut. Warm. Fast Heiß. Ich vergaß wieder zu Atmen. Mir wurde schon leicht schwindelig vor Sauerstoffarmut in meinem Körper. Seine Hände hatten ihre Position nicht geändert. Er kam näher. Noch näher. Drei Zentimeter waren es höchstens , die unsere Lippen voneinander trennten. Zwei Zentimeter. Ich sah nichts, nur schwarz. Ich merkte, dass ich die Augen geschlossen hatte. Dann spürte ich seinen Atem. Warm, wie alles an ihm. Kein Zentimeter. Ich spürte eine ganz leichte, zaghafte Bewegung an meinen Lippen. Atmen! Ich schlug die Augen auf und in einer einzigen Bewegung riss ich seine Hände von meinem Wangen und machte einen Schritt zurück. Ich schaute auf den Boden. Dann schaute ich auf. Er stand wie angewurzelt da und sein Blick sagte mir, das er mit dieser Reaktion nicht gerechnet hatte. Plötzlich schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Was um alles in der Welt hat er getan? Was um alles in der Welt hab ich getan! Oh Avery..
Ich fasste mir an die Lippen und schaute weiterhin in sein erschrockenes Gesicht. Wie konnte ich nur.
„Du!“ Etwas anderes brachte ich nicht heraus.
„Es..“
„Geh.“
„Avery..“
„Geh!“
„Bitte lass uns doch darüber..“
„Nein!“
„Aber..“
„Geh verdammt!“
Sein Blick verriet was er wohl gerade fühlte. Aber Meiner tat es auch. Er sah enttäuscht und traurig aus. Ich wahrscheinlich ziemlich wütend. Was ich auch war , mehr auf mich selbst als auf ihn. Ich konnte es nicht fassen. Er wendete seinen Blick von mir und ging langsam über den Balkon, in Richtung Tür. Vor der Balkonschwelle hielten seine Schritte inne. Ich sah aus den Augenwinkeln wie er sich leicht umdrehte und dann durch mein Zimmer ging. Ich konnte noch das leise ächzten der obersten Treppenstufen hören, dann knallte die Haustür zu. Er war weg.



Fortsetzung folgt wie immer.:)
Würde mich sehr über ein paar
Kommentare freunen!


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu dieser Geschichte

Dalia_M. schrieb am 13.02.2012 um 19:56 Uhr folgenden Kommentar:
Es freut mich sehr, dass du meine geschichte so gern ließt!:) Lass dich überraschen die Geschichte hat noch lange kein Ende;) liebste grüße !


Sara-sama schrieb am 11.02.2012 um 19:36 Uhr folgenden Kommentar:
WOOOOOOOOOOOOOOOOW!!!Cool wie immer!!!!!WEHE wenn du nicht SOFORT weiterschreibst o.O!Die Geschichte ist sowas von toll!Aber bitte schreib das Avery und Liam zusammen kommen >w

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