Seelenqualen
von Katharina aus der Kategorie Geschichten zum Nachdenken
SCHMERZ IN MIR
Gestern Nacht hab ich sie wieder weinen hören...
Ich sah die großen Kulleraugen, sie schauten mich an, verzweifelt, unglücklich und voller Pein.. Ich fragte mich, wie kann ich ihr helfen, doch sie sagte mit ihren 4 Jahren \" Manchen Menschen kann man nicht mehr helfen\". Sie sah wie jeden Abend durchs Schlüsselloch, sah wie dieser große, ihr mittlerweile fremde Mann, ihre Mami zusammenschlug, bis sie gekrümmt und voller Schmerzen in einer Blutlache auf dem Boden gekauert, lag. Ich fragte sie wiederum, was kann ich tun? Und sie gab mir die gleiche Antwort: \" Manchen Menschen kann man nicht mehr helfen\"
Die Tage sind lang, die Nächte noch länger. Sie kommen ihr vor, wie die Unendlichkeit des Schmerzes, der in ihr tobt. Sie wünscht sich so sehr, es soll endlich vorbei sein. Doch es ist nicht vorbei.. Sie hört immer und immer wieder dieses endlosen Schreie. Sie geht dazwischen und schaut diesen große bösen Mann mit ihren unschuldigen riesigen Kinderaugen an, doch er lacht sie nur aus und schon packt er sie und schreit: Du wirst ebenfalls für alles büßen, Du Balg!
Die Nachbarn hören und sehen alles, doch die Resignation ist groß. Sie hören die Schreie, diese entsetzlichen Schreie des Schmerzes, sie sehen die vielen blauen Flecken. Quetschungen und Platzwunden. Doch niemand greift ein.
Ich fragte die Menschen: WARUM???
Die ANTWORT: Manchen Menschen kann man nicht helfen, und solchen schon garnicht !!! Kann das sein? Warum läuft man stumm an jemandem vorbei, obwohl man genau weiß, dieser Mensch braucht Hilfe.
Weshalb steht ein Mensch unter dem anderen, nur weil dieser Mensch aus einer anderen, ärmeren Schicht kommt? Warum werden solche Menschen aufgrund ihres finanziellen Hintergrundes ausgegrenzt? Warum solch eine Resignation?
Lauft nicht vorbei!! Helft, Ihr könnt es ! Jeder Mensch hat die Hilfe eines anderen verdient!
Absolut JEDER....
copyright) Katharina
Kommentare
Es gibt einen Kommentar zu dieser Geschichte
Nahia schrieb am 15.02.2012 um 19:18 Uhr folgenden Kommentar:
Eine wirklich zum Nachdenken bewegende Geschichte.
Es ist schon traurig, wie viele Menschen einfach
meinen, jemand anders könnte ja einer Person in
Not helfen, sie aber müssten nichts tun.
Nahia