Ritter Veit

von Ulk von Ulkenhorst aus der Kategorie Sonstige Geschichten




Weil oft über Ritter wird geschrieben,
so will auch ich mich dazu gesellen, mit Belieben.

Also es ist schon sehr lange her.
1420 war es so ungefähr.
Da zog der Ritter Veit auf seinem Rappen
in Begleitung seines Knappen,
von seiner Burg in die Welt hinaus,
denn er hielt’s hier nicht mehr aus.

Abenteuer wollte er erleben,
sein Knappe auch der ihm ergeben.
Und so ritten sie zu Zwei’n,
in die weite Welt hinein.

Sie ritten lange ohne Pause
und waren weit weg schon von zu Hause.
In einen dunklen tiefen Wald,
machten sie den ersten Halt.

Hier ließen sie die Pferde grasen
Stärkten sich selber tranken, aßen,
was sie von der Burg mitgebracht
und schliefen dann fest die ganze Nacht.

Noch bevor die Sonne lachte,
man sich wieder auf dem Weg gleich machte.
Und so ritt man weiter unbeschwert,
auf dem Rücken von seinem Pferd.

Der Wald der war riesengroß,
nichts als Bäume sah man bloß.
Plötzlich hörten sie einer Stimme Hall,
die da schrie: „Halt Überfall.“

Überrascht von einem Räuberhaufen,
wäre es sinnlos zu Kämpfen und zu Raufen.
So haben sie sich schweren Herzens ergeben,
sie hingen eben an ihren Leben.

Die Räuber haben Alles weggenommen,
mit den Pferden und der Beute sind sie entkommen.
Nun stellten Beide ein Bild des Jammers dar,
doch Jeder war froh, dass er am Leben noch war.

Die Moral von der Geschichte:

Auf solche Abenteuer wie in dieser Geschichte,
vom Ritter Veit und seinem Knappen, verzichte.
Es gibt Schöneres auf dieser Welt,
als Kämpfe um Ruhm und Geld.
Solche Abenteuer suchen lohnt sich nicht,
dass wollte ich sagen mit dem Gedicht.

© Ulf Heimann, 2008





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