Machtlos
von Ludmila aus der Kategorie Erotikgeschichten
Ich werde von ihm an die Wand gedrückt. Ich kann mich nicht wehren. Eine unsichtbare Kraft hält mich davon ab. Plötzlich kommt er mit seinem Körper immer näher. Ich spüre fast seinen Körper an meinem. Es sind nur wenige Zentimeter entfernt, bis wir uns berühren. Er kommt so nah, bis er an meinem Gesicht ist. Ich kann deutlich seinen leichten Atem hören. Er schaut mir tief in die Augen. Ich betrachte sein Gesicht. Es ist ein runzliges Gesicht. Ein Gesicht, das etwas einem kleinen Jungen ähnelt. Aber dieses Gesicht, spricht mich sofort an. Die kleine lange Nase. Die schmalen Lippen, die mich anlächeln und die grünblauen Augen. Sie strahlen etwas Beruhigendes aus. Er streichelt sanft über mein Gesicht. An meinen Lippen macht er kurz halt und liebkost sie mit einem Finger. Seine Lippen kommen immer näher, bis sie an meinen angelangt sind. Ich erröte langsam und mir wird etwas heiß.
Nun spüre ich seinen Gürtel an meinem Bauchnabel. Seine warme rechte Hand fährt von meinem Gesicht runter zu meiner Schulter und dann zu meiner Hüfte, dann nach hinten zu meinem Po. Sie umhüllt mein Po sanft wie ein Blatt von einem Baum, der gerade an meinem Po sich verfangen hat.
Seine Lippen sind weich und leicht feucht. Sie streicheln meinen Mund sanft und leicht. Erst mal ganz kurz. Dann wird es immer länger und intensiver.
Seine Zunge macht mit meiner Zunge Kreisbewegungen. Es ist wie ein Karussell, der nie zu enden scheint. Von meinem Mund geht sein Mund ganz langsam zu meinem Ohr, so als ob er mir was zu flüstern will. Aber das tut er nicht. Ich höre leicht sein Atem an meinem Ohr und rieche sein tolles Axe – Parfüm durch meine Nase.
Er streichelt mit seiner Zunge mein Ohr. Es ist so, als ob ich sein Spielzeug wäre, mit dem er machen kann, was er will und ich wehre mich nicht mal. Als er mein Ohr züngelt, muss ich fast laut los lachen, weil es so kitzelt. Aber zum Glück, kann ich mir das verkneifen und grinse nur leicht vor mich hin.
Er geht ein Schritt nach vorne. Nun spüre ich seinen heißen Körper auf meinem. Er ist wie eine Heizung, die mich wärmt, von der ich nicht so leicht weg komme.
Nun umarmt er mich, mit seinen kräftigen Armen und wir liegen uns mehrere Minuten in den Armen.
Auch wenn morgen alles anders sein wird und er wieder zu seinem alten Leben zurückkehrt, zu seiner Frau und zu seinem 4-jährigen Kind, die auf ihn warten, genieße ich diesen Moment der Zweisamkeit, diese Verbundenheit mit ihm.
Als er geht, schaut er mir noch mal in die Augen. Eine kleine Verzweiflung ist in denen zu erkennen.
Für einen kurzen Moment, überlege ich, warum er sich nicht, von seiner Frau trennen kann und mit mir sein Leben verbringen will. Aber ich verdränge schnell diesen Gedanken, weil es nicht geht. Seine Frau ist schwer krank und könnte diese Trennung nicht verkraften.
Aber ich finde es nicht schlimm, dass wir nicht zusammen sein können und dass wir uns nur einmal pro Woche sehen. Solange ich solche Momente mit ihm habe, hat alles andere keine Bedeutung.
Kommentare
Es gibt einen Kommentar zu dieser Geschichte
sigi schrieb am 10.03.2010 um 11:01 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo Ludmila, den Vergleich mit dem Karussell finde ich lustig. An so etwas habe ich beim Schreiben noch nicht gedacht. Aber, es ist recht Kompliziert mit "geborgter Zärtlichkeiit", aber wenn sie noch Kraft giibt. Viel Glück. sigi