Lebensschmerz
von Imissyou aus der Kategorie ICH DU WIR
Kapitel 1
Liebes Tagebuch, 22.Februar 2010
gestern war ehrlich gesagt ein SCHEISS-Tag…
meine lästige Cousine Dorothea ist gestern vorbei gekommen.
Ich sag euch, dass ist kein Spaß. Man hält es keine stunde mit ihr in einem Raum aus…
ICH KÖNNTE AUSFLIPPEN!!!
Sie ist genauso alt wie ich… An ihren Charakter versteh ich echt nicht warum ihr alle Typen
hinterherschaun. Na ja, eins weiß ich wahrscheinlich, weil sie BH-Größe D hat und ich A…
Ehrlichgesagt ist sie so’ne Zicke…JEDER Junge klotzt auf ihre Bowlingkugel als ob sie irgendetwas besonderes wären…
Bei ihren Lippen meint man, dass sie eine Ähnlichkeit mit einer Ente haben^^
Darauf stehen Jungs? Ihr Körper: sehr schlank wie ein Model
Okay! Sie ist wirklich wunderhübsch! Ich göns ihr einfach nicht… Sie übernachtet bei mir im Zimmer.
Seit sie in meine Klasse geht, fangen die Peinlichkeiten erst richtig an…
An diesem Punkt könnte ich heulen…
Sie kann nichts dafür, aber seitdem ist sie in meinem Leben aufgetaucht ist…Nie hat sie etwas Nettes zu mir gesagt… Ich hab keine Geschwister…Sie ist sozusagen für mich so Jemand. Nie das Wort ICH HAB DICH LIEB… Anderseits machen wir sozusagen einen Wettkampf gegen einander. Ich wünschte ich hätte einen Cousin, keine Cousine. Wir würden alles miteinander machen…Mal was er will, mal was ich will… Ihre Adoptiveltern sind gestorben, beide an AIDS… Sie wurde adoptiert, das tat mir so Leid… Sie hat keins… Mein Vater hat sie adoptiert… LEIDER!!! Papas Schwester, Tante Helga lässt sich nicht mehr bei uns blicken, weil sie ihr Kind nicht sehn will, Dorothea!!! Sie tut mir irgendwie Leid… Da fällt mir das Lied von SIDO, Augen Auf ein… Ich glaube sie beneidet mich, dass
Ich Eltern hab…Deshalb ist sie so fies…
Mein Vater Joe und meine Mutter Jeanette haben sich geschieden. Ich hab’s lange nicht verkraften… Seitdem wohn ich bei Joe.
Zu meiner Mum geh ich in den Herbstferien… Mein Dad hat eine Freundin Lesley… sie ist nett… Sie wohnt bei uns
Kapitel 2
Ich packte gerade die Koffer um zu meiner Mum zu fahren…
Die Herbstferien standen vor der Tür. Ich konnte es kaum erwarten, Dennis wieder zu sehn, mein allerbester Freund…
Als ich meine Koffer fertig gebackt hatte rief mein Dad mich hinunter… Ich antwortete:
,,Ja, was gibt’s denn?´´ Als ich auf der Treppe stand sagte er: ,,Also… Sei nicht sauer, aber du könntest deine Ferien doch anders planen?´´ ,,Hä, wie meinst du das?´´ ,,Dorothea?´´
,, WAS? MIT LEBENDIGEN LEIB!!!... NEIN,NEIN,NEIN!!!´´, schrie ich.
Meine Ferien waren gelaufen! Ich bin immer allein zu Mum gefahren und jetzt musste unbedingt Doro mit? Ich will mein Leben wieder haben!
,, Komm schon, Jenny! Sie ist sozusagen deine Schwester!´´
Da hatte er Recht, aber sie ist das Allerletzte!!!
,, Ich muss daheim mit ihr in einem Zimmer schlafen, jetzt muss ich sie auch noch zu Mum mitnehmen? Wieso, DAD? Sie hasst mich, nur weil ihre Adoptiveltern gestorben sind?
Du hättest sie auch gleich adoptieren können, dann wäre sie wenigstens nett gewesen!!!´´
,, Deine Tante wollte es aber nicht… ´´ ,, Ja und, dann wäre wenigstens mein unausstehliches kaputtes, peinliches, Durchgeknalltes Leben weg , du verstehst mich einfach nicht. Ich brauche sie nicht… Schon gar nicht dabei!!!´´
,, Jennifer!´´, sagte Dad besorgt. Ich war voller Wut, doch es war auch sehr verständlich, dass ich sie mitnehmen sollte. Ich hasste es wenn er mich so nannte. Er schaute mich mit einer besorgten Miene an, aber trotz des Blickes, nahm ich meinen Mut zusammen und sagte ganz normal und überzeugt: ,, NEIN!!!´´ Ich lief weg. Mein Dad wollte mich noch an der Schulter festhalten, aber ich war bereits auf der Treppe um in mein Zimmer zuflüchten. Ich lies mich auf meinen Bett fallen und heulte in mein weiß-gelbes Kissen. Mein Teil des Zimmers war ordentlich und gelb. Ich mochte gelb, es hatte einen so frischen Ton... Die andere Seite des Zimmers war zugestellt von Doros Sachen… Mein ganzes Zimmer komplett Dorohaft, außer meine Seite. Mein Dad wollte Dorothea eigentlich ein Bett kaufen, aber dazu kam er noch nicht.
Ich freute mich für sie, dass sie auf der Matratze schlafen musste, denn sie bekam dann wenigstens Rückenschmerzen.
Nun lag ich hier in meinem Zimmer und heulte. Meine schöne Wimperntusche war zerstört und zerlaufen. Meine Knie waren weich. Auf meinen Kissen war Die verheulte Wimperntusche.
Doro kam ins Zimmer und musste mal wieder ein Kommentar abgeben, dass mich so nervte.
,, Ohhhh! Musst du schon wieder heulen… 1. mir tut´s gar nicht Leid, dass sich deine Eltern getrennt haben 2. Denkst du echt, dass ich mit Dir etwas in den Herbstferien machen will? 3. Du nervst mich, seid ich dich gesehen hab…´´
Mein Bauch hatte ein mulmiges Gefühl, dennoch war er wütend, aber mein Herz war hart aus Stahl. Als sie aus dem Zimmer gehen wollte, fasste ich Mut und sagte einen Satz den sie nie vergessen wird: ,, Doro, komm mal her!´´
Sie hörte und sie ging zu mir. Ich nahm ihren Kopf, zog ihn an mich und gab ihr einen Kuss auf die Backe und sagte: ,, Hab dich lieb!´´
Verärgert ging sie aus dem Zimmer, als ob ich ihr irgendetwas getan hätte…
Es ist so lustig, wenn sie sich aufregt, genau das wollte ich bezwecken.
Sie ist erst eine Woche hier. Seit 2Wochen sind ihre Adoptiveltern gestorben. Doro ist versucht alles in sich Reinzustecken, aber sie könnte auf einmal heulen, so empfinde ich es. Sie waren so nett, das Gegenteil von Doro. Sie haben mir immer die beste Schokolade Münchens mitgebracht. Okay, das stimmte nicht, aber für mich war sie einfach zu lecker! Sie hatten die Hautfarbe schwarz, aber ich möchte sie sehr. Doro hatte ihre Mutter noch nie gesehen.
Schade… Sie könnte wirklich nett sein, Sie wollte Dorothea nicht haben, weil sie Vergewaltigt wurde. Sie hatte selbst mich sich zu tun, das war so schwer für sie.
Tante Helga sieht ein, das es ein Fehler war Doro weg zugeben, doch sie bringt es nicht übers Herz ihrem Eigenen Kind gegenüberzustehen. Jahre Lange Terapyen hatte meine Tante gebraucht um dies zu überwinden.
Manches hat sie noch nicht einmal vergessen. Der Täter ist noch nicht gefasst, seitdem hat sie Angst wenn sie allein auf die Straße geht. Nicht nur sie!
Ich lag noch in meinem Bett, da bekam ich in Facebook eine Nachricht:
Sara: Hey, Schatz! Morgen schon was vor, wie wär’s mit Schwimmbad im Galaxy? Hab dich lieb!
Ich: Bin nicht so in Stimmung, Doro nervt. Ich dich auch <3
Sara: Ach, komm ein bisschen Ablenkung.
Ich: Weiß nicht so recht
Sara: Bitte! Meine Mum treibt mich in den Wahnsinn!
Ich: Mal schauen!
Sara: Bitte! Sonst bin ich böse
Ich: Okay, ist ja gut. Mein Daddy geht morgen mit Lesley weg. Irgendwo schick essen.
Sara: Freu mich schon, um wie viel Uhr?
Ich: Um 20 Uhr
Sara: Geht klar! Bis bald und hab dich ganz arg lieb!
Ich: Ich dich auch! Tschüss.
Wie immer! Saras Mum ist der reinste Kontrollfreak und glaubt mir, schlimmer als eure Mum kann sie nicht mehr werden. Als ich mal bei Sara zu essen war, hat ihre Mutter vor meiner Nase ihre Tasche durchsucht. Sie glaubt immer, dass Sara Drogen nimmt und raucht und dass sie mit lauter Jungs schläft.
Meine Mutter ist na ja… anders als ich und manchmal wünschte ich könnte mir eine Tüte über den Kopf ziehen oder blind sein! Ich hab sie trotzdem lieb.
Sie hat wunderschöne kleine Wohnung in Kalifornien, wo man richtig chillen kann, aber sie kann auch total peinlich sein.
Zum Beispiel einmal in der Stadt, da sind wir shoppen gegangen, wisst ihr was sie da gemacht hat: sich auf die Treppe an der U-bahn gestellt und ,,We are the Champions´´ gesungen, dann kamen auch noch so süße Jungs vorbei… Der eine hat mich ziemlich ausgelacht.
Ja, so ist mein Leben: Ziemlich peinlich! Seit Doro aufgetaucht ist!
Es war 22 Uhr als ich auf meinem Bett lag und in Facebook surfte. Ich schaute gerade Doros Bilder an und die waren so, na ja , hässlich.
Okay! Sie waren so hübsch, bei ihren Maßen hab ich sie immer wieder beneidet.
Sie sagt immer zu mir: ,, Wer so gut, wie ich aussehen will, muss hart trainieren!´´
Sie hat wirklich Modelmaße und Busen als wären sie so groß wie Melonen und sie hat rote Haare. Meine Busen dagegen, sind so groß wie Mandarinen. Okay, ein bisschen größer.
Da lag ich also und schlief ein und träumte, dass ich in Ibiza in einer Hängematte lag und einen Cocktail schlürfte.
Kapitel 3.
Als Doro und ich mit Dennis im Sandkasten gespielt haben, waren wir gerade erst 5 Jahre alt.
Wir haben uns so gut verstanden, wie Sara und ich
Dennis ist so ein guter Freund und sieht gut aus, aber ich habe keine Gefühle für ihn.
Wir sind einfach nur die allerbesten Freunde. Mit ihm versteh ich mich noch besser, als mit Sara, Sara versteht mich nicht, weil wir so unterschiedlich sind, aber trotzdem sind wir best-friends-forever, dass ist voll cool!
Doch als, dann Doro nach 10 Jahren wieder bei uns war, hab ich Sara noch mehr gemocht
Ich hasse Dorothea.
Okay, ich hasse sie nicht, aber sie mich, glaube ich.
Ich stand gerade vor der Tür des Schwimmbads in Erding, das Galaxy.
Ich wartete jetzt schon 1 Stunde, vor der Tür auf Sara…
Ich machte mir Sorgen, doch ich war auch wütend auf sie.
Sie hat mich noch nie versetzt und wenn dann, ging es um ihren Dad, er hat Blutkrebs, aber dann hat sie mich immer wieder angerufen.
Jetzt rufte ich sie an, Mailbox. Ich sprach ihr drauf:
,,Hey, ich warte jetzt schon eineinhalb stunden vor der Tür am Schwimmbad, es ist kalt und ich hab keinen Bock, wegen dir zu warten.
Ich geh jetzt. Sara, ich muss mich morgen mit Doro in den Flieger setzen um nach Los Angeles zu fahren, zu meiner Mum. Sie hat dort einen Theaterauftritt, wenn du dich noch
Von mir verabschieden willst, komm morgen um acht Uhr bei mir vorbei!´´
Ich legte auf. Ich nahm mir ein Taxi und fuhr nach hause.
Ich war so verletzt! Es regnete. Zum Glück war ich im Taxi und schaute frustriert aus dem Fenster und war enttäuscht. Ich stieg aus um mich auf meiner Lieblingsbank im Park niederzulassen.
Die Straßen waren voll Schlamm und der Regen war mir inzwischen egal.
Wie ich da stand, kam ein Bus vorbei und der Schlamm spritze mich voll. Da war eine Gruppe von Jungs und fotografierten mich und lachten mich aus. Ich lies mich fallen. Lag am Boden, fast sterbend, Die Gehwege waren auch voll Schlamm, aber das war mir inzwischen auch egal. Wo ist denn nur Dennis, wenn man ihn braucht.
Ich heulte. Eine alte Dame kam vorbei und half mir hoch. Sie ging zu der Gruppe Jungs hin und beschwerte sich, wie unmöglich, sie sich aufführten.
Die alte Dame, stellte sich vor: ,,Hallo! Ich bin Loretta und ziemlich alt und du?´´ Sie lachte, aber sie kam mir dennoch sympathisch vor.
,, Jenny, 15 Jahre alt!´´, antwortete ich schüchtern.
Normalerweise ging ich nicht zu fremden Leuten ins Haus, doch ich hatte diese Frau hier schon öfter gesehen.
Sie gab mir frische Klamotten und machte mir einen Tee.
Dann erzählte sie:,, Weißt du ,als ich so alt war wie du, habe ich genauso ein verrücktes Leben wie du geführt. Das ist das faszinierende daran. Egal, was andere sagen, mein Kind, bleib immer du selbst. Diese Jungs dort, haben nicht bemerkt, was du für ein wunderbares, soziales Mädchen du bist und wie natürlich du bist und das du es gar nicht nötig hast
Dich mit anderen zu vergleichen. Glaub mir, egal wie schwer du es jetzt hast, verlier nie dein Ziel!´´ Loretta war einfach toll, ich wünschte ich hätte auch eine Oma, aber meine ist schon gestorben.
,, Meinen sie wirklich?´´, fragte ich. ,, Du kannst mich duzen, aber natürlich!´´. erklärte sie.
,, Danke! Ich muss jetzt wirklich los. Vielen Dank, für alles.´´, verabschiedete ich mich.
,, Ich fahre dich, es ist schon spät und man kann nie wissen wer jetzt noch auf der Straße ist. Bei den Vorfällen´´, forderte sie. ,,Okay´´, lächelte ich.
Als ich nach Hause kam, war mein Dad mit Lesley auf dem Sofa.
Es war kein schöner Anblick. Sie waren beide nackt und im Moment lagen sie aufeinander.
Ich knallte die Tür zu und sagte; ,, Habt ihr beide auch Spaß!´´
Also solche Sachen hätten sie auch wann anders machen können.
Verdutzt schauten sie mich an. ,, Okay, wenn ihr nicht mit mir reden wollt. Ihr regt mich auf!´´
Kein Anruf von Dennis, weder noch von Sara. Sie hat sich nicht mal verabschiedet.
Doro und ich saßen im Auto und Dad fuhr uns zum Flughafen. auf dem Weg fragte ich
Dad: ,, Kannst du hier noch mal anhalten?´´ Ja, dass tat er.
Ich brachte Loretta die Sachen vorbei und verabschiedete mich.
Wie ich wieder einstieg sagte Doro zu mir: ,, Hast du ne neue alte Freundin gefunden? Hast du schließlich nötig.´´ ,,Sicher!´´, antworte ich zickig.
Wie wir aus dem Flieger ausstiegen, wartete Dennis auf mich. Ich sprang ihm in die Arme und rief:,, Ich hab dich so vermisst!´´ ,, Ich dich auch, Jenny. Wen hast du denn da mitgebracht? ´´ , fragte er. Eingebildet ging Doro vor und sagte: ,, Hallo. Ich bin Dorothea und das ist meine Cousine Jenny. ´´ ,,Ach, Doro. Jetzt können wir ja immer etwas zu Dritt machen, so wie früher im Sandkasten.´´, sagte er und gab ihr einen Kuss auf die Backe.
Es war so klar, dass Doro die ganze Zeit an Dennis hang. Er hat mich nicht mal gefragt wie es mir ging. Ich hab echt total tolle Freunde. Denni rief uns ein Taxi und als Doro einstieg, gab er ihr wieder einen Kuss auf die Backe.
Warum immer sie? Doro da, Doro hier. ,,Wann komm ich endlich mal die Reihe?´´, dachte ich mir. Als wir im Taxi saßen redete Denni die ganze Zeit mit Doro, aber ich war fasziniert von L.A, die Geschäfte, die vielen Wolkenkratzer. Ich bin jede Herbstferien nach Los Angeles/ Kalifornien, doch ich bewunderte diese Stadt schon seid Ewigkeiten.
Ich blickte hinüber zu Dorothea, die wie wild mit Dennis redete. Sie schaute mich so an, als ob sie gewonnen hätte. Dann fragte der Taxifahrer Dennis: ,, Is the girl with red hair your girlfriend? `` ,, No, no! How do they get on it because there just because I kissed her on the cheek, but the same has to mean something? ´´ ,,Excuse for the rudeness, but that just is not ladylike, because your other friend who sits next door looks pretty angry and upset when you do not talk to her! Is not this rude? Such a thing makes a good. ´´ , antworte der Taxifahrer.
Ich war so gepafft, es ging ihn zwar nichts an, aber da hatte er so was von recht. Ich errötete und Dennis schaute mich an mit seinen schönen dunklen Augen, früher war mir das nie aufgefallen, aber heute!
Als ich bei Mum klingelte, war ich aufgeregt, doch es ging ein anderer Mann dran.
,,Hallo´´ , sagte die Stimme. ,,Ähm, Entschuldigung! Ist hier eine Jeanette Peters da?´´. fragte ich. ,, Ja, ich bin ihr Freund!´´. erklärte er. Meine Mum hat einen Freund, dass hätte sie mir auch früher erzählen können. Na ja, egal. Dad hat ja Lesley.
Manchmal wünschte ich mir, dass alles wieder wie früher wäre.
,,Ich bin Doro!´´,drängelte sie.
,, Mammi!´´, rief ich und fiel ihr um die Arme.
Dorothea bekam fast tränen, weil ich eine Mutter hatte und diese mich liebte.
Am liebsten hätte ich ihr eine gepatscht, aber soweit wollte ich es nicht kommen lassen.
Vielleicht bin ich gefühllos, aber im Moment konnte ich ja auch nicht anders.
,,Ist das Sara von der du mir immer erzählt hast?´´, fragte sie.
,, Nein, Mum, dass ist meine Cousine, Dorothea!´´, erklärte ich.
,, oh, aso!´´ Man merkte, dass sie ahnte, was hier los war und sie begrüßte:
,,Hallo, Doro und wie gefällt es dir hier so?´´
,,Hi! Ganz gut, eigentlich!´´, sagte sie.
Dennis hatte gleich neben Mum’s Wohnung, eine WG mit seinen Kumpels
Mama mochte Denni sehr. Sie hat gesagt, dass er so sympathisch ist.
Dennis trug Doros Gebäck. Es war so klar, dass ich meins selbst tragen musste.
,,Ähm, Jeanette. Wir beide gehen noch zu Dennis rüber. Wir kommen dann wieder, okay?´´,
sagte ich. Dennis zwinkerte mich an. Wie süß!
Wie wir rüber gingen, war Gottfried da. Er ist klein und lustig. Auch ein bisschen dick.
Dann waren Günther, der ganz große und starke und Paul, der so unglaublich perfekt aussah.
Ich bin ein bisschen verliebt in ihn. Muss ich zugeben.
Als Doro und ich, beide auf der Toilette waren sagte sie: ,,Hab ich dir deinen Dennis weggeschnabbt, du bist nicht sein Typ und er ist mein.´´
,,WAS? Ich will doch gar nichts von ihm! Was bildest du dir eigentlich ein! Er ist mein bester Freund. Es ist mir scheißegal, was du von ihm willst!´´, schrie ich.
Ich rannte raus aus der WG. Alle schauten mich an und Paul rannte mir hinterher.
,,Was ist denn los?´´, fragte er draußen im Flur. Ich setzte mich auf die Treppe und erklärte aufgebracht: ,, Meine Cousine ist so gemein. Denni hat mich nicht einmal gefragt wie es mir geht. Ich bin ja nicht in ihn verliebt, aber er ist mein allerbester Freund, verstehst du?´´
Er legte seinen Arm um mich.
,, Ich verstehe. Wie wär’s mit einem Spaziergang?´´ , fragte er
,, Okay!´´, sagte ich.
Die frische Luft war wunderbar. Ich habe Paul immer wieder eindeutige Blicke zugeworfen, aber ich habe mich nie getraut, ihm seine Gefühle zu gestehen. So auch heute, als wir ganz nah aneinander liefen. Immer wieder blickte ich zu ihm rüber. Und was machte er ? Er grinste zurück. Ich hatte gesehen, wie uns Dennis aus dem Fenster beobachtete. Er sah traurig aus, aber da hatte er jetzt selbst Pech gehabt, wenn ich ihm egal bin!
Ich hatte einen Jungen gefunden der sich für mich interessiert! Endlich!
Wir gelangten an einem See, er war groß und die Sonne prallte auf meine Haut.
Plötzlich stand ein Schatten vor mein Gesicht. Ich blickte in Pauls Augen.
Ich setzte mich in die Wiese. Er setzte sich neben mich. ,, Warum schaust du denn immer nur so? Warum sagst du mir nicht endlich, was du für mich empfindest? Glaubst du wohl, dass ich beiße? ´´
Oh Gott! Ich wurde knallrot und fühlte mich total ertappt. Und gleichzeitig fand ich ihn noch tausend mal süßer als zuvor ,,Äh…´´ , fing ich an rumzustottern ,,Also bevor du mir nicht sagst, dass du dich in mich verknallt hast, bekommst du keinen Kuss. Ich für meinen Teil. Kann nur sagen, dass ich dich hamma finde!´´ Krach, potz, Blitz! Ich glaube, ich muss explodieren! Hat er das wirklich gesagt? ,, Ich dich auch´´ , erwiderte ich.
Sofort stand er auf , nahm meine Hände, zog mich hoch und ganz nah an sich heran, Dann legten sich seine Lippen auf meine.. Er schmeckte nach Frühling, Liebe, Schokolade- so unheimlich süß! Der Kuss schien endlos.
Ich bemerkte, dass wir nicht allein waren, denn Dennis war noch am Fenster und er war so enttäuscht, da hab ich mir gedacht, dass er diesen Tag nie wieder vergessen wird.
Hand in Hand, lief Paul und ich zurück in die WG. Mein Tag war gerettet. Doch plötzlich kam Wind und mein Blumenkleid, ging in die Höhe und Paul sah meinen Slip.
Oh Gott, war das peinlich! Er lachte, dann musste ich auch noch furzen.
Herr Gott! Dann sagte er: ,, Ich nimm dich so, wie du bist! ´´
Ich schaute nur noch erschrocken und war glücklich, dass er mich so nimmt wie ich bin.
Kapitel 4
Als ich in der früh im Gästezimmer von Mum aufwachte, war ich putzmunter.
Ich war froh, nicht mit Doro in einem Zimmer zu schlafen.
Ich habe auch meine neue Liebe gefunden, die mich so liebt wie ich bin.
Ich freute mich schon, auf das gemeinsame essen mit meiner Mum und Shopping.
Das Essen war grässlich. Dass sie gekocht hatte.
In der Stadt haben wir Doro und Dennis mit Paul gesehen. Paul! Endlich!
Dennis begrüßte mich und fragte: ,, Willst du mit uns shoppen? ´´
,, Nein!´´ , sagte ich eiskalt.
Paul gab mir einen Begrüßungskuss. Normalerweise, wenn mich Dennis das fragte sagte ich immer ,,Ja´´ , aber ich war einfach sauer, dass ihm es egal ist wie ich mich gefühlt hab.
Meine Mama schaute mich verwundert an!
Ich gab Paul noch einen Abschiedskuss und ich shoppte weiter mit Mama.
,, Dennis fühlt sich allein, Schatz! Er mag dich sehr. Merkst du das nicht! ´´, sagte meine Mum. ,, Das hat man im Taxi, aber nicht gemerkt und überhaupt ist Paul für mich da ´´ ,
erklärte ich. ,, Aber er hat sich doch gefreut, dass Doro da ist´´ ,,Mum, Doro ist ein Mädchen, dass ich nicht leiden kann.´´ ,,Sie ist nett, aber sie ist noch nicht über den Tod ihrer Adoptiveltern hinweg.´´ ,, NETT? Du kennst sie nicht mal richtig. Sie mault mich ziemlich an´´ ,, Aber Dennis ist wirklich nett`` ,, Mum, ich war mit Sara vor dem Schwimmbad verabredet in Erding und sie ist nicht gekommen. Sie hat sich nicht von mir verabschiedet´´
,, Hat es dir dein Vater nicht erzählt! Ist aber wieder mal typisch für ihn´´ ,, Was denn?´´
,, Also… Sara ist im Krankenhaus. Ihre Mutter hat mit ihr diskutiert und sie hat den Lastwagen nicht gesehen. Ihre Mutter hatte Schnittwunden, aber Sara war nicht angeschnallt und sie hat sich die Beine gebrochen.
Ihre Körper war verbrannt und sie hat eine Lungenentzündung… Eine ziemlich starke!
Sie liegt 2 Wochen im Koma´´ ,,Mama, dass stimmt nicht, das kann nicht sein. Ich war so sauer auf sie und dann passiert so etwas? Bitte sag, dass das nicht war ist?´´ ,, Schatz!´´, sagte sie. ,, Können wir nach Hause gehen?´´, fragte ich. ,, Aber natürlich!´´
Wie konnte das nur war sein. Mein Dad erzählt es Mum, aber mir nicht.
Es reichte. Ich wollte das alles nicht mehr. ,, Mum, ich fahre mit deinem Fahrrad ein bisschen. Ich brauch frische Luft! ´´ , sagte ich.
Doro war bei Mum und hörte im andern Gästezimmer Musik.
Ich ging und schnappte mir das Fahrrad an dem Platz wo Paul und ich uns geküsst hatten
Lag ich. Ich fuhr weiter und stoppte an einem Kaffee.
Dort sah ich Paul mit einem anderen Mädchen. Sie küssten sich.
Erst nahm ich das alles nicht war, aber dann sah ich sein Gesicht.
WAS? OH NEIN! So ein Arsch.
Heulend auf dem Fahrrad fuhr ich weg. Ich brauchte Mama
Ich konnte mich nur knapp auf dem Fahrrad halten.
Ich klingelte Sturm bei Mama! Sie öffnete die Tür. Ich lies mich auf dem Sofa fallen.
Sie fragte: ,, Was ist den los, Jenny!´´ ,, Paul´´ , schluchzte ich.
,, Er hat eine andere und Sara liegt im Krankenhaus!´´ ,,Wie?´´ ,,Ich bin mit dem Fahrrad gefahren und im diesen Kaffee, habe ich Paul mit einer anderen gesehen!´´
,, Ich wusste schon immer, dass er irgendein Spiel mit dir spielt mein Schatz!´´ ,, So ein Arsch!´´ , heulte ich.
Ich nahm sie den Arm und sagte: ,,Es tut mir Leid, dass ich dir nicht geglaubt hab!´´
,, Das muss dir nicht Leid tun!´´, sagte sie.
Ich weiß nicht, warum ich mich entschuldigt hab, aber eins war klar, dass ich diesen Mistkerl nie wieder sehen will.
Ich fügte hinzu: ,, Doch, Mama!´´
Als ich im Esszimmer auf dem Stuhl saß, machte Mum gerade das Essen.
Sie konnte wirklich gar nicht kochen und es war immer eine Plage ihr Essen zu essen.
Da dachte ich wieder an Paul. So ein Arsch!
Er denkt, dass ich das mache was er will. Das konnte er vergessen.
Mir war Paul egal, aber Sara nicht. Es sieht schlecht aus für Sara haben die Ärzte gesagt.
Jede Nacht, jeden Tag, das ganze Leben habe ich sie gehabt.
Sie ist erst 16 Jahre alt und ich habe sie immer gebraucht, bei jedem einzelnen Theateil, dass ich hatte und habe meistens nicht an sie gedacht.
Wenn man einen Menschen verlieren wird oder gewinnt, denkt man wieder ganz anders und man verliert den Mut. Man hat Angst oder man ist klein und einsam und fühlt sich zerbrechlich.
Ich liebe Sara als Freundin sehr! Morgen flog ich mit Doro wieder zurück zu meinen Vater.
Wegen meiner Freundin, bin ich gar nicht dazugekommen zum Strand zu gehen und die Ferien bei Mum waren wirklich nicht so prickelnd.
Ich packte meine Koffer und mir kamen die Tränen als ich gerade ein Liebeslied hörte.
Ich wollte, dass ich eine Schwester habe. Ich wollte einen Freund.
Ich wollte endlich wieder ich sein und ich wollte sterben.
Beim Verabschieden weinte ich in Dennis Armen.
Paul stand vor mir, er ahnte nicht, dass ich wüsste, dass er mich verarscht hat und ich rann noch schnell zu Mama in die Wohnung und holte ein Glas Wasser. Ich schüttete es in Pauls Gesicht und rannte heulend heraus und Dennis hatte Koffer dabei. Waren wahrscheinlich Doros. Doro hatte jetzt plötzlich 4 Koffer. Anscheinend ist sie verwöhnt!
Im Zug heulte ich solange es ging.
Plötzlich musste ich so dringend aufs Klo, das ich im Zug ging, doch leider konnte ich die Tür nicht zusperren. Also hielt ich sie fest.
Ich dachte sie war fest und ganz plötzlich ging sie auf. Dort saßen so süße Jungs und sie lachten mich aus. Ich weiß, dass ich das alles etwas dramatisch sah, aber ich hatte schließlich schon viel erlebt, also heulte ich.
Doro und Dennis hockten mal wieder ALLEIN an einem Block und es war ihnen egal wo ich saß, bei einem Mann, der sehr sympathisch wirkte. Er gab mir ein Taschentuch für meine Tränen. Ich erzählte ihm sogar noch die ganze Geschichte. Ich dachte mir: ,, Hab ich etwa physische Probleme? ´´
Wir stiegen am Flughafen aus. Ich weiß, wir hätten auch mit dem Taxi fahren können, aber das war schon teuer genug am Hinweg.
Na endlich! Denni drehte sich um und schlug seinem Arm um mich.
,, Es tut mir Leid, aber deine Cousine ist so anhänglich!´´
,, Ich dachte du willst es!´´ , sagte ich zickig.
,, Nein! Nur zur dir!´´, lächelte er. ,, Jetzt fängst du schon wieder an. Mir zu schmeicheln. Ich kann mich nicht von dir trennen, du bist mein allerbester Freund! ´´ , jammerte ich.
,, Brauchst du doch gar nicht. Ich komm doch mit! ´´ ,, Wie jetzt! Wirklich?´´
,, Denkst du ich mach Witze? ´´ ,, Machst du doch immer! ´´
,, Von wem denkst du sind die Koffer! ´´ ,, Na, von Doro!´´
,, sind sie aber nicht! Ich will dich nicht im Stich lassen, wegen Sara und Paul!
Ich wusste das Paul so ein Mistkerl ist, dass ist bis jetzt immer vorgefallen, als er eine Freundin hatte!! Ich finde das echt armselig, dass er so ist!
Für mich gibt es auch jemanden. Ich traue mich aber nicht es ihr zu sagen. Es fällt mir schwer.
Bei diesem Mädchen ist es schwer die Wahrheit zu sagen! ´´ , erzählte er mir und zwinkerte mich an.
,, na wer ist es? Na, sag schon! ´´ , ich platze vor Neugier.
,, Das bleibt mein Geheimnis! Du darfst nicht alles wissen! ´´
Typisch! Alle Jungs wollen nie ihre Geheimnisse erzählen.
Im Flieger saß ich neben Dennis. Juhu!
Ich bewunderte mein wunderschönes Top und meine stylische Hose, die ich mir beim shoppen gekauft hatte. Meine bunten Sneakers waren auch nicht schlecht.
Darunter hatte ich meinen schwarzen Lieblings- BH an und meinen schwarzen Slip.
Im Flugzeug war es kälter als außen, aber außen hatte es bestimmt 37 Grad.
Meine Haut war schön braun.
Ich mochte meine Haut, meine Beine, meine Augen, meine Haare!
Jedes Mal schaute Dennis zu mir hinüber.
Er lächelte mich immer wieder an, aber ich erwiderte seinen Blick nicht, denn ich schaute gerade aus dem Fenster und hörte auf meinem I-Pot von Apple mal wieder ein Liebeslied.
Immer wieder lächelte er mich an. Ich wusste nicht, was das heißen sollte, aber es war sicher nur ganz Freundschaftlich. Zum Glück!
Mein Dad holte uns vom Flughafen ab und umarmte mich.
Er sagte: ,, Mensch, Dennis bist du kräftig, wie ich das letzte mal gesehen hab, warst du 13 und jetzt bist du 16. Schon der Wahnsinn! ´´
,, Papa… Das ist doch nichts besonderes ´´ , erklärte ich.
Dennis kicherte nur und ich glaube er dachte, dass mein Dad ziemlich komisch ist.
Na ja, egal!
Ich hoffte, dass es Sara wieder besser ging und da fiel mir Dad ein. Mir kamen die Tränen.
,, Dad. Wieso hast du mir das mit Sara nicht gesagt? Dad, du hast es Mum früher gesagt als mir! ´´ , sagte ich wütend.
,, Wieso? Es stand in der Zeitung und du weißt doch, dass Jeanette deutsche Zeitung kauft! ´´
,, Was? War der Unfall so schlimm? ´´ , fragte ich schockiert.
,, Jennifer! Können wir das nicht daheim bereden!? ´´ , forderte er.
Keiner versteht mich. Mein Leben ist nicht gerade gerecht!
Die Stöckelschuhe von Doro im Hintergrund regten mich auf. Sie hatte pinke an mit einer zerfetzten Jeans und einem weißen T-Shirt mit einer pinken Katze.
Ich möchte zerfetzte Jeans und den Style, den Doro anhatte war gar nicht mein Style, aber zu ihr passte es.
Daheim gab es ein Willkommensessen, nur ich hatte keinen Appetit.
Kapitel 5
Mein Leben ist Ahnungslos! Ich verstecke mich wie ein kleines Mädchen in der Welt.
Ich könnte es mir jetzt gar nicht mehr vorstellen, dass meine Eltern zusammen kommen! Es wäre auch komisch, wenn das wieder passieren würde!
Es wäre mir aber egal, weil sie ja meine Eltern sind!
Ich glättete meine blond-braunen Haare und tuschte meine Wimpern.
Es war gerade 6.30 Uhr! Ich zog meinen grünen Adidas-Pulli an mit einer langen schmalen Jeans. Es war ziemlich lustig, dass in L.A die Sonne herunterprallte und hier in Deutschland regnete es in Strömen. Doro musste sich unbedingt mit ihren roten Lippenstift schminken, dass war ziemlich auffällig. Es passte aber so gut zu ihr, dass es schon verboten gehörte.
Sie schupste mich weg um an IHREN Spiegel zu gehen.
Heute ist der 23.10.2010 und die Schule beginnt wieder!
Früher holte mich Sara immer ab, dass wir zur S-Bahn laufen konnten heute musste ich ohne sie fahren. Ich musste mit meiner bescheuerten Cousine fahren, weil Sara im Krankenhaus lag. Und mit Mr. Doro-Man!
Dennis’ Familie wohnte auch in Erding, dort übernachtete er. Seine Mutter und sein Vater und Madeleine, seine Schwester haben ihn gar nicht mehr losgelassen, als er dastand mit seiner lässigen Jeans, seinem coolen schwarzen T-Shirt. Ziemlich cool!
Um 7.09 Uhr kam immer die S-Bahn, also machten wir uns um 7 Uhr auf den Weg zur Bahn.
Sie fuhr 19 Minuten. Dann mussten wir noch 5 Minuten zum Anne-Frank-Gymnasium laufen und waren ca. 7.33 an der Schule.
Ich war gerade 15 Jahre alt und ging in die 10. Klasse.
Ich ging mit Dennis noch in den Direktorrat, dass er an den Unterricht teilnehmen konnte.
Dorothea ging in ihre Klasse wo ich natürlich auch war! Schade!
,, Ja! Herein!´´, sagte Frau Held.
,, Entschuldigen sie mich! Das ist mein Freund aus Los Angeles und ich… ´´, erklärte ich, aber Frau Held, die immer äußerst unhöflich war unterbrach mich:
,,Also! Hört auf mich Vollzuplappern! Geht klar! ``
,, Aber Frau Held, das geht doch nicht einfach so! ´´ , sagte ich und sie widersprach mir wieder: ,, Bei mir schon und gehen sie jetzt bitte raus und lassen mich in Ruhe! Schicken sie bitte die nächsten rein! ´´
,, Okay! Auf Wiedersehen. ´´
Sie erwiderte nicht und schaute mich mit bösen Blicken an.
Ich war gerade nicht die beliebteste bei ihr!
Sie sagte immer, dass ich mir ein Beispiel an Doro nehmen sollte! Ich wusste auch nicht warum, aber ich war mir sicher, dass ich das nicht tun werde.
Ich war gerade auch nicht auffallend in der Schule. Ich habe mich eher im Jenseits begraben.
Wie ein schwarzer Punkt, der langsam, langsam geht!
Ich war auch nicht gerade die viele Massenhafte Freunde hat. Eher die mit mittelmäßigen Potenzial.
Die einzige die ich hatte war Sara, die ja leider im Krankenhaus liegt.
Es sieht bei ihr so schlecht aus und ich vermisse sie so sehr.
Heute besuch ich sie im Krankenhaus, hab ich beschlossen!
Ich hatte schon Schulfreunde mit dem ich etwas machte, aber nie jemand richtigen, dem ich bis jetzt ziemlich gemocht hab.
Ich machte immer normalerweise etwas mit Amelie, Juliet, Emma, Dolores, Tom und Werner! Amelie nennen wir immer Amy. Sie ist einen Kopf kleiner als ich, etwas mollig, süß und hat rot-blondes Haar, ich versteh mich ziemlich gut mit ihr, nur als Schulfreunde!
Juliet nennen wir Julie! Sie ist ziemlich groß, zwei Kopfe größer als ich und schlank. Ihre schönen blonden kurzen Haare sehen super aus.
Emma ist Emma! Ähnlich wie ich! Genauso eigentlich, nur mit Sommersprossen!
Dolores ist nicht mein Fall, aber die kommt immer und überall mit, dann gibt’s noch den Tom. Er ist genauso groß wie ich und hat ein süßes Lächeln! Er ist mit Amy zusammen! Ein süßes Pärchen, wenn man bedenkt!
Na ja und der Werner ist mein Kumpel, der hat immer einen Witz auf Lager! Er macht Muskeltraining. Er sagt, dass die Mädchen dann besser bei ihm Schlange stehen, was ich eher weniger glaub. Er hat dunkle Haut und einen Wuschelkopf.
,, Was ist los? Du bist so nachdenklich! ´´ , fragte Dennis.
,, Ach Quatsch! ´´ , flunkerte ich.
,, na dann! ´´ Ich sagte gar nichts. Mich hat es irgendwie gestört, dass er die ganze Zeit bei Dorothea war.
Ich vermisse alles was ich damals hatte!
Warum ist alles so schlimm für mich? Da hab ich mich gefragt, übertrieb ich nur?
Ich hatte gerade Physik. In Physik hatten wir Herr Günter von Treuen!
Er hatte eine lange ekelhafte Nase, die mit Warzen besetzt war!
Er schaute mich mit seinen großen Augen an, ganz nah.
Er sagte: ,, du könntest besser sein, aber leider bist du natürlich nicht so gut, aber du hältst dich für etwas Besonderes. Antwortest du mir bitte! ´´
,, Eigentlich nicht! Ich bin eher das Gegenteil! ´´ , antwortete ich cool, aber auch unsicher.
Dennis saß ganz hinten neben Dorothea, was mich mal wieder ziemlich störte.
Er lächelte mich an, aber ich erwiderte nicht.
Werner bekam einen Lachanfall, wegen Herr Günters Nase und ich konnte mein Lachen auch nicht mehr verkneifen.
Herr Günter von Treuen warnte sich an Werner und schaute ihm tief in die Augen und wisperte: ,, Hast du auch etwas zu sagen? Du Hirngestörter- Lächenlnder- Vollpfosten! ´´
,, Ja! Sie müssen ihre Nase operieren, die fällt ja jedem auf! ´´ , erklärte er. Oh Werner, musst du immer sagen was du denkst? Na, toll!
Wir mussten beide lachen! Und plötzlich kreischte er:
,, Beide ins Direktorrat, aber zackig. Das lass ich mir nicht länger bieten! ´´
Lachend stürmten wir raus, besser als Unterricht, aber ich hatte Angst von Frau Held, bei der ich wie gesagt unbeliebt war.
,, Herein!´´ ,schrie sie.,, Ent…!´´ , ich wollte wieder meine höfliche Miene aufsetzen, aber schon unterbrach sie mich: ,, Hör auf! Du Bist! Warum benehmen sie sich beide wie die letzten Arschlöcher im Unterricht, obwohl sie genau wissen, dass man so etwas nicht macht! Ist ihnen klar, dass sie hier nicht zum letzten Mal ermahnt wurden, wenn so etwas noch einmal passiert, zieh ich Konsequentem! Ist das ihnen klar? Morgen beidem Nachsitzen! ´´
,, Ja! ´´ , antworteten wir gelangweilt. Als wir beide wieder raus Tritten, mussten wir so lachen. Leider musste ich das alles jetzt nur noch meinem Vater beichten.
Kapitel 6
Ich flüchtete nach Hause um meinem Papa das Nachsitzen zu beichten. Er schien nicht motiviert, aber ich musste es ja sagen.
Mir war alles egal. Ich dachte die ganze Zeit an Sara und was mit ihr sei. Heute werde ich ihren gebrechlichen kleinen Körper sehen.
Mein Vater fuhr mich zum Krankenhaus und ich war blass und bewegte mich wie eine Mumie.
Mein Vater fragte besorgt: ,, Jenni! Ich weiß, dass es schwer für dich ist, aber sie wird bald wieder gesund, glaub mir!´´ Ich sagte gar nichts. Ich nickte nur stumm! Ich brauchte nichts zum trinken, weder noch zum essen. Ich würde am liebsten sterben!
Ich bete zu Gott! Hoffentlich wird es ihr besser gehen!
Ich ging ins Krankenhaus hinein und mein Dad fuhr weg. Gestern hab ich alles vergessen, wegen Werner, aber heute schaffte ich es nicht mal zu reden.
Ich ging zur Rezession. Ich sagte mit Augenringen kaum einen Ton: ,, Hallo! ``, sagte ich.
,, Ich bin die Freundin von Sara Weigand!´´ Die Frau antwortete: ,,Okay! Ich zeig dir ihr Zimmer!´´ ,,Vielen Dank!´´
Ich fiel auf ihr Bett mit dem Kopf und heulte, weil ich meinen ganzen Schmerz einfach nicht mehr ertragen konnte. Plötzlich wachte sie auf! Sara sagte leise vom Koma erwacht: ,,Nicht weinen! Sei nicht traurig! Ich bin da! Es tut mir Leid, dass ich nicht zum Schwimmbad gekommen bin! Ich kann mich nicht mehr erinnern!´´
Ich heulte immer mehr! Sie sah schlimm aus, man erkannte noch ihre Verbrennungen!
,, Sara! Du hattest einen Autounfall, ist alles okay mit dir? Tut dir etwas weh? ´´, fragte ich
,,Ja! Alles, ich kann mich nicht mehr bewegen! Ich will sterben! ´´, seufzte sie.
,, Nein, dass darfst du nicht! Du schaffst das! Glaub an dich!´´, ermutigte ich.
,,JA! Vielleicht! ´´, sagte sie.
,, Ich muss jetzt gehen, aber ich wünschte, dass ich nie wieder gehen muss!´´
Sie umarmte mich noch! Ihre ganze Schönheit war verschwunden. Sie war nicht mehr sie selbst, nur noch ihre braunen Augen luckten hervor.
Ich ging hinaus, da kam mir ihre Mutter hingegen! Sie musste sich zusammenreisen nicht zu heulen, aber dann kam sie auf mich zu und sagte: ,,Erst der Vater und dann, dass Kind! Ich bin so allein, nur noch die Oma ist da, die mich ab und zu besucht! ´´
Ich ging hin und umarmte sie. Mir war es jetzt egal wie schlecht ich sie kannte, aber man müsste sich in die Lage der Mutter versetzten.
Eine Mutter liebt dich, wie sich selbst! Eine Mutter ist ein Stück von dir und der Vater auch, wenn sie diese Stücke verliert, dann ist sie einfach nicht mehr sie selbst!
Sie tat mir Leid und dann wüsste ich, dass es egal war, dass Doro bei uns wohnte oder dass sich meine Eltern getrennt hatten.
Ich hatte es gut, aber Saras Mutter, hatte es nicht gut! Es ist schlimm, zu schlimm um wahr zu sein!
Ihre Mutter sagte gar nicht, sie ging einfach nur weg und sagte nichts!
Ich ging auch. Mein Dad wartete vor der Tür und versuchte zu lächeln.
Ich lächelte stramm zurück, aber nur leicht mit den Mundwinkeln.
Ich stieg ins Auto und wir fuhren nach Hause.
Kapitel 7
Am Samstag bekam ich Post vom Krankenhaus von Sara sie schrieb:
"Hey mein super süßer Engel,
Ich sitze gerade hier und muss an dich denken....ich wünschte so sehr das man die Zeit zurück drehen könnte, wünschte die verdammt schöne Zeit mit dir und der Klasse nochmal erleben zu dürfen. Dann aber von der 5. Klasse an... wir hatten viel zu spät etwas miteinander zu tun, das bereue ich so sehr... warum habe ich erst so spät gemerkt was du für ein liebendswerter Mensch bist?! Ich vermisse das alles so sehr, in den letzten Tagen wird mir das mal wieder richtig klar... warum, weil mein Gesicht schmerzt, wahrscheinlich habe ich es sonst immer verdrängt aber ich vermisse dich so sehr das ist schon gar nicht mehr in Worte zu fassen. Ich vermisse alles, vermisse es in den Pausen in die Mensa zu gehen, vermisse es mit dir Bifis und Muffins zu kaufen, vermisse es bei den jetzigen 10. zu sitzen und uns über die "kleinen" 5er, 6er lustig zu machen. Ich vermisse es in den Schulstunden mit dir Spaß zu haben, vermisse es Briefe zu schreiben, vermisse alles....
Vermisse sogar die Zicke Dorothea,
Werner der immer Geld suchte..
Emma der keine Note zu gut war,
Julie mit ihren tollen Türkenfreunden,
Dolores die nur 1en hatte,
Amy die zur Kleinen wurde,
Herr Günter van Treuen der zum Pudel wurde....
Alles! Vermiss es so! Warum konnten wir nicht noch ein Jahr haben, noch eins und noch eins?!??!?!??!? Wieso musste die Zeit so schnell umgehen?! Wieso!?! Ich höre gerade "Die perfekte Welle" und jedes Mal wenn ich es höre, schießen mir gleich die Tränen in die Augen. Es ist das Lied was mich an dich, an unsere Zeit erinnert. Als wir das letzte mal zusammen von der Schule nach Hause gefahren sind haben wir es gehört. Vielleicht kannst du dich nicht mehr daran erinnern aber für mich hat es einfach eine sehr große Bedeutung! Ich denke so oft an alles zurück, denke an die ganzen Sachen die wir zusammen durchgemacht haben. Denke an "unsere Klassenfahrt", die Klassenfahrt wo alles anfing.... Ich dank dem Schicksal das es sie gab... ich weiß noch wie ich und Dorothea den Schlüssel vom Hotelzimmer angebrochen haben und ihn dir dann gegeben haben damit du unser Zimmer aufschließt und er dann bei dir abgebrochen ist.....Das war so eine schöne Klassenfahrt.... Was ich auch nie vergessen werde ist, wie wir ins Klassenzimmer gerannt sind weil nur noch ein Stuhl da war und wir dann schrien:"Meins, meins. meins"...und alle saßen schon und haben uns ausgelacht! Wir haben so oft Tränen gelacht, bei jedem ******.....Ich glaube was uns auch sehr zusammen geschweißt hat, war die Sache mit Amy und Werner, aber nur aus Spaß :D. Das war echt eine heftige Zeit. Wir haben sie so gehasst und gemobt!..... wir haben zusammen gehalten! All das will ich niemals missen... es war einfach eine absolut tolle Zeit! Wir hatten so viel Spaß zusammen...Und dann die letzte Klassenfahrt.. das Zimmer 13! Das Geisterzimmer! Na unsere Lieblingsbeschäftigung war dort wohl das schlafen...wir wollten zwar gar nicht mit und fanden sie vielleicht ******* aber jetzt im Nachhinein war sie doch schon verdammt geil! Einfach schön.. Wie wir erstmal verpennt haben als die anderen Pizza essen waren...Das ist bald auch schon 1 Jahr her... Oh man meine Süße, ich glaube du weißt gar nicht wie sehr ich diese Zeit vermisse. Ich habe Schule gehasst aber nun vermisse ich sie so sehr... weil ich dich vermisse! Du warst für mich einfach ein so besonderer und verdammt wichtiger Mensch, du warst immer für mich da, hast mich verstanden und mir geholfen so weit du konntest. Ich wusste das ich immer zu dir kommen konnte, wusste das du schweigen würdest wie ein Grab. Ich hatte so ein vertrauen in dir, wie ich es in keinen Menschen vor dir hatte. Denn du wusstest wirklich alles! Wir haben uns auch noch nie richtig gestritten, das hat doch schon was zu bedeuten, klar kleine Zickereien aber einen richtigen Streit hatten wir nie.... niemals !Natürlich bedeutest du mir immer noch genauso so viel wie damals aber es ist einfach nix mehr so wie es mal war, gar nichts! Es wird auch niemals wieder so werden! Und das tut mir so weh, ich habe dich sozusagen verloren. Och man ich vermisse es so, vermisse es mit dir jeden Vormittag zusammen zu sein, vermisse es mit dir über all meine Probleme zu reden und vermisse es einfach dich zu sehen, so wie normal jeden Tag!... es ist einfach nicht mehr so wie es war. Und das weißt du genauso gut wie ich. Wir wussten das mal dieser Tag kommen wird, wo sich unsere Wege trennen würden aber wusste ich das es so hart für mich werden würde?! Wusste ich das es mich so mitnehmen wird, das ich so oft weinend im Krankenhaus auf meinem Bett liege und an alte Zeiten denken?! Wusste ich das es so schwer wird ohne dich klar zu kommen?! Nein ich wusste es nicht, ich dachte das packen wir schon! Aber nun werde ich sterben... es ist halt alles aus und vorbei! Ich schreibe hier schon einen halben Roman aber ich will mir einfach mal alles von der Seele schreiben! Du bedeutest mir so viel und ich will das du das weißt, das ich dir für alles danke... das du immer für mich da warst, ich will das du weißt das du für mich ein ganz besonderer Mensch bist und ich dich niemals in meinem ganzen Leben vergessen werde. Und ich will einfach das du weißt das es da draußen in der Ferne einen Jungen gibt der dich verdammt liebt und ich hoffe das du mich nie vergessen wirst.... das du weißt das es da ja mal jemanden namens Yvonne in deinem Leben gab. Und das diese gewisse Yvonne immer und ewig an dich denken wird! Bis in die Ewigkeit!....für immer! Vergesse einfach nie was mal war, vergesse einfach die Zeit nicht. Versprich mir das?! Vergesse nicht was wir alles zusammen durchgemacht und erlebt haben?! Das ist alles was ich will! Ich habe Angst davor das wir uns ganz aus den Augen verlieren das sich unsere Wege womöglich bald auch ganz trennen werden... ich habe es irgendwie im Gefühl. Ich habe einfach Angst dich ganz zu verlieren! Aber du wirst immer in meinem Herzen, in meinen Gedanken und Erinnerungen sein. Ich kann und will einen so super lieben Menschen wie dich einfach nicht vergessen .Ich brauche dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich glaube so langsam will ich mit meinem Brief mal zum Ende kommen. Ich wollte dir das alles nur mal sagen und hoffe du hältst mich nun nicht für völlig krank.... es sind halt meine Gedanken die ich nun zu Blatt gebracht habe. Und dies ist ein Blatt Papier, dass mit Tränen gedrängt und vermutlich zerrissen wäre vor meiner Traurigkeit.... Und wenn du irgendwann mal jemanden zum reden brauchst, Hilfe brauchst oder sonst was geh zu meinem Grab und bete, auch wenn es mitten in der Nacht sein sollte. Ich würde alles für dich tun! Also vergiss mich einfach nicht, vergiss unsere Letzten Jahre einfach nicht.... wir haben viel miteinander durchgemacht und das alles will ich nie missen! Du bist für immer und ewig in meinem Herzen! Du bist mir so verdammt wichtig! Ich hab dich einfach so lieb!...na das ist ja schon alles fast ne Liebeserklärung Aber ich will das alles einfach nicht vergessen und es dir gesagt haben!"
In Liebe, Sara
P.s. Geh doch mal mit Dennis joggen!
Ach ja, Yvonne. So nannten wir ihr Herz. Einmal als Frau Held zu ihr gesagt hatte: ,, Du hast aber wirklich keine Yvonne! `` Damals hatten wir so viel Mist gebaut, das es gar nicht zu beschreiben ist Wir saßen in meinen Bett und überlegten immer, was das heißen sollte? Yvonne? Bis wir auf die Idee kamen, dass das Herz so heißen sollte. Frau Held war schon immer etwas anders und verrückt.
Ich wusste nicht wie ich mich fühlen sollte. Ich war nicht traurig, aber gefangen. Ich fühlte mich eingeengt, wie ein schwerer Klotz. Ist sie jetzt tot oder schlief sie einfach ein und starb jetzt? Ich fuhr nicht ins Krankenhaus, weil ich wusste, irgendwann stirbt sie. Ich stand außen in der Kälte, neben den Briefkasten. Langsam fing es an Winter zu werden, aber ich fühlte weder Kälte noch Wärme. Ich wusste, der Tag würde kommen! Ich steckte den Brief ein und rannte mit Schlafanzug zu Dennis. Ich hatte sonst niemanden, mit den ich reden konnte, also ging ich zu ihm, aber plötzlich wollte ich nicht mehr zu ihm, weil ich verletzt war. Ich wollte zu ihm, aber nicht den ersten Schritt machen, also beschloss ich zu Loretta zu gehen. Ich stand vor ihrem kleinen Haus und klingelte. Sie öffnete die Tür und sagte: ,,Hallo, na was machst du den hier? `` Ich sagte garnichst, ging nur rein und setzte mich. Mit gebrochenen Herzen, gab ich ihr den Brief. Sie las und wusste nicht um was es ging, aber sie setzte sich neben mich und trauerte mit mir. Als sie neben mir saß, erzählte ich alles, wirklich alles, was passiert war und dann wollte ich einfach wieder gehen. ,, Du musst dein Leben aber weiter leben, du musst. Du musst da durch. Es ist wie Liebeskummer, nur mit deiner besten Freundin. ´´, sagte Loretta. ,, Ja, ich weiß, nur es ist schwer zu wissen… Das man einen Menschen verliert, dem einem wichtig ist! Aber ich will es und versuch alles… `` , schluchzte ich. ,, Dann ist okay, mein Kind!`` , sagte sie. ,, Ich muss gehen Loretta, ich will mich hinlegen!´´ , antwortete ich. ,, Tschüss!´´ , verabschiedete sie. Ich ging raus, erst stand ich da wie eine Säule. Dennis kam mir hingegen, er machte wieder Frühsport. Er kam her und rief: ,, HEEEEEEY! ´´ Das fehlte mir grad noch. Diese Stimmung konnte ich nicht gebrauchen. Schnell drehte ich mich um. Aber er rief: ,,Hey! Warte doch mal! `` Er fasste mich an der Schulter und fragte: ,, Versucht du mir auszuweichen?´´ Ich drehte mich um und schaute ihn böse an. ,,Warum bist du so sauer? ´´, fragte er wieder. ,,Hör auf, mir Löcher in den Bauch zufragen. Ich muss jetzt leider gehen, also bis morgen in der Schule. ´´ , sagte ich aufgebracht. ,,Geh nicht wieder weg, bitte, rede doch mit mir. Was ist los? ´´ ,,Das kann ich dir nicht sagen, du hast wichtigeres zu tun, zum Beispiel mit Doro!´´ Mist Anfängerfehler! ,,Eifersüchtig? ´´ Er grinste mich an. ,, Gar nicht! Du nimmst mich gar nicht war. Ich bin dir egal, aber ich muss jetzt wirklich gehen. Tschau. ´´ , maulte ich. Trotzig ging ich weg. So ein Mistkerl! Mir fiel der Brief von Sara ein, dass ich mit ihm joggen gehen sollte. Plötzlich drehte ich mich um und fragte ihn: ,,Willst du mal mit mir joggen gehen?“ ,, Klar! Wann denn? `` ,,Am Dienstag, nach der Schule? ´´fragte ich. ,,Okay. Tschau `` Er wollte mich noch umarmen, aber ich drehte mich um und ging. Ich war keines Falls zickig oder so was, aber ich war traurig und allein. Jede Herbstferien, als ich bei ihm war, sind wir joggen gegangen, aber es hat sich viel geändert, seit Doro da war. Sie schmeißst sich so an Dennis ran.
Kapitel 8
Ich stand auf und machte mich fertig, tuschte meine Wimpern, mein gewöhnlichen Look eben. ,, Guten Morgen, Cousinchen! ´´, sagte Doro. Ach stimmt, Dorothea hat heute ihren guten Tag und ist zu allen nett. ,,Guten Morgen! ´´, antwortete ich. Wir machten uns auf den Weg zur S-Bahn. Auf dem Weg klingelten wir bei Dennis. Oh Gott, Doro rennte und hupfte auf ihn. Er nahm sie hoch und gab ihr einen Kuss auf die Backe. Mein Herz gebrochen und aus Stein. Hat es mich erwischt? Warum war ich eifersüchtig? Ich war verknallt über beide Ohren, seit wir angekommen waren in Kalifornien. Ich wollte nicht verknallt sein, aber es ging nicht anders. Ich rannte zur S-Bahn, da begegnete ich Werner und sprach ihn an: ,, Hey, Kumpel! Fährst du nicht normalerweise mit der U-Bahn? ´´ ,, Ja schon, aber heute nicht, überhaupt wollte ich dich sehen. ´´ ,, Süß! Hehe!´´ ,,Wie geht’s eigentlich Sara, wir wollen alle, dass sie wieder gesund wird! ´´ Ich schluckte und sagte: ,, Ja! Ich… ich hab einen… Brief von ihr bekommen. Hier, kannst ihn lesen. ´´ Er las ihn und war gepafft: ,, Nein... Nein! Was? Ihr seid die besten Freunde die ich mir vorstellen kann und sie will, ach, du weißt schon! ´´ ,,Ja! Du weißt nicht wie das ist. Manchmal fühl ich mich total allein. Ich bin… so! ´´ Den Satz konnte ich nicht mehr zu Ende bringen. Werner wechselte das Thema: ,,Wo sind eigentlich Dorothea und Dennis? ´´ ,, Haben die Straßenbahn anscheinend verpasst. Doro nervt mich. Sie hängt die ganze Zeit an Dennis´´ ,,Voll scheiße von denen. Die machen voll auf Paar. Ich finde die passen nicht zusammen. Er passt gut zu dir und ich will deine Cousine haben! ´´ ,, findest du sie wirklich so hübsch?`´, fragte ich. ,, Nein, nicht so hübsch wie du. Ich hab schon eine Freundin, sie ist 15 und ist in der 9. Klasse. Sie musste wiederholen´´ Ich wurde rot, voll nett von ihm. ,,Wie heißt sie denn? `` ,, Kelly, sie hat kurze Haare und ist so süß! ´´, antwortete er. ,, Auf welche Schule geht sie denn? ´´ ,, Heute ist ihr 1. Schultag auf unserer Schule in Fußball hat sie sich auch schon angemeldet, auf der alten hat es ihr nicht gefallen ´´ ,, Ich will mich auch anmelden. Zum Glück spielen 9. und 10. zusammen. ´´ ,, Ja, sie ist wirklich nett!´´ ,, Ich hab bald Geburtstag. Endlich werde ich 16. Ich lade dich ein und du kannst auch Amy und so weiter mitbringen, aber bitte nicht Dolores. ´´ Wir lachten. Plötzlich sah ich Dennis und Doro, die anscheinend doch nicht die S-Bahn verpasst hatten. Die schmerzen die ich erlitt: Kaum vorstellbar, aber das Leben ging für mich weiter.
Kapitel9
,, Du bist wirklich bewundernswert. Du hast alles, was man sich wünschen kann. Du bist hübsch, beliebt, erfolgreich und intelligent. Dein Aussehen ist atemberaubend.
Deine blonden langen Haare sehen aus, wie ein goldener Fluss, in dem es bestimmt die schönsten und größten Perlen zu finden gibt. Sie umrahmen perfekt dein schlankes Gesicht. Ein Gesicht, das Lebensfreude ausstrahlt. Deine Augen verleihen einem das Gefühl, dass man sich in ihnen verlieren kann. Ihr tiefes Blau veranlasst mich zu träumen. Sie sind schwungvoll geformt und geben dir ein sehr geheimnisvolles Aussehen. Der Rücken deiner Nase ist so gerade, dass man sie als Lineal nutzen könnte. Sie ist nicht zu groß oder klein. Sie ist perfekt. Deine Lippen, Sinnlichkeit in Perfektion. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt, der sie nicht küssen wollen würde.
Hast du deinen schwanenähnlichen Hals schon einmal näher betrachtet? Nun, ich schon. Keine Falte weist er auf. Er erinnert mich an eine Sinfonie. Ein Meisterwerk. Vorn ist er lang und kraftvoll, lässt keine Schwäche erkennen, hinten, im Nacken, ist er eine Versuchung. Man kann so leicht schwach werden.
Ich habe mich mal an einem Gedicht über dein Dekolletee versucht, bin kläglich gescheitert, denn mir fehlen die richtigen Worte, um den Anblick zu beschreiben. Nichts was ich sage oder schreiben könnte, würde ihm gerecht.
Deine Silhouette könnte man umrahmen, abzeichnen. Man bekäme eine Schablone für den perfekten menschlichen Körper. So sollten alle aussehen.
Diese langen Beine verschlagen unter Garantie jedem Mann den Atem
Du bist ein toller Mensch und ich liebe dich.
Sie weiß, dass die Menschen sie nicht verstehen. Mit 41,5kg bei einer Körpergröße von 176cm gilt sie als magersüchtig, doch jeden Morgen spricht sie sich Mut zu, nur so kann sie überleben. Sie weiß, dass Schönheit Ansichtssache ist und vielleicht gibt es auf der Welt einen Menschen, dem sie noch nicht begegnet ist, der genau das zu ihr sagen würde. Eine Liebeserklärung hat sie noch nie bekommen.’’
Manchmal wünschte ich bekäme so eine Liebeserklärung von irgendjemand der mich liebt, aber ich bin nicht perfekt oder glücklich, aber verliebt und immer wenn ich ihn sehe bricht mir das mein Herz. Mein Herz war doch wirklich in zwei übermenschliche Teile gebrochen und die Messerstiche heilten nicht. Ich werde niemals grade stehen.
Kapitel 10
Am Samstag besuchte mein Vater und ich Tante Helga. Ich vermisste sie und aufgemuntert sollte sie auch mal werden. Es gab wieder eines ihres berühmten Kaffeekränzchens und sie konnte so gut backen. Es war so schön, aber irgendetwas bedrückte sie. Sie war nicht wie sonst, sondern sie war verwirrt und durcheinander. Dann fragte sie mich: ,,Jenny konntest du mir helfen den Kuchen Hochzutragen? `` ,,Klar! `` Wir gingen den Keller hinunter und plötzlich fiel etwas ganz wichtiges ein, das mir plötzlich in den Kopf ging: ,, Warum willst du sie nicht mehr sehen, ich meine Dorothea?`` Erstarrend, gerade stand sie da. ,, Du weißt nicht wie das war. Ich liebe sie, aber es war so schrecklich. `` Sie rasstete aus, aber sie versteckte sich vor ihrer Trauer. Ich sagte nichts, aber sie erzählte mit zittriger Stimme: ,, Völlige Dunkelheit. Keuchender Atem an meinen Ohren. Gierige Hände, überall. Eine harte Wand an meinem Rücken. Stickige Luft. Es war damals als ich 16 war. Ich erlebte ein zufriedenes glückliches Leben! Ich war auf dem Weg nach Hause, weil ich bei meiner Freundin übernachtet hatte. Es war 17 Uhr und sehr dunkel, denn es war sehr kalt. Ich rannte so schnell ich konnte. Du wusstest gar nicht wie das war, jeden Tag Albträume und in der Schule bekam ich auch nichts mehr mit. Der Mann sah wie ein ganz normaler Bürger aus, rote Haare, groß, helle Haut, blaues Shirt, dunkle Jeans, aber sein Charakter wirkte verstörend und vernarrend. Ich musste an der Bar vorbei, an der ich IMMER vorbei musste. Eine dunkle Gestalt kam aus der Tür. ES war der Mann.
,, Na Kleine, soll ich dich ein Stück nach Hause begleiten?``
,,Nein, nein, ich finde den Weg schon alleine. ``
,,Ach komm schon. ``
,, Nein! ``
,,Doch jetzt komm, wo wohnst du denn? ``
,,Nein…bitte.``
Verloren. Aus und vorbei. Er ging mit mir. Aber nur bis zur nächsten Straßenecke, eine Sackgasse. Er umklammerte mein Handgelenk. Es tat weh.
,,Das ist die falsche Richtung.``
,,Nein ist es nicht.``
Er zerrte mich weiter, bis wir vor der Wand standen. Es stank nach Müll. Kein Windhauch regte sich.
,,Deine Haare glänzen so schön im Licht der Straßenlaterne. ``
,,Lassen sie mich los! ``
,, Hab dich doch nicht so.``
,,Lassen sie mich los oder ich schreie! ``
,, Ok, wenn du es auf die Tour willst…`
Er presste mich gegen die Wand. Sein Körper berührt meinen. Er hält mir den Mund zu. Seine Hand schmeckt ekelerregend. Ich hatte noch nie einen so starken Brechreiz. Er küsste meinen Hals. Er beginnt zu keuchen.
,,Meine Haare sind stumpf und fettig.´´ Ich schleuderte ihm diese Worte entgegen. Er wich zurück. ,, Was ist den in die gefahren`` , murmelte er. ,, Wenn du meinst, dann geh ich halt. `` Er ist weg. Endlich allein. Ich rannte im Laufschritt heim. Ich riss mir die Kleider von Leib uns stellte mich unter die Dusche. Dort schrubbte ich meinen Körper bis er wehtat und rot glühte. Als ich mich fertiggeduscht hatte ging ich zu meiner Mutter in die Arbeit. Sie arbeitete in einem Friseursalon. 100m von meinen Haus entfernt. Jenny, ich hätte nicht noch mal raus gehen sollen. Ich hätte daheim bleiben sollen und mich aufs Sofa sitzen. Ich hatte so einen Fehler gemacht. Darauf...