Korrodiertes Gold

von Der Sandrabe aus der Kategorie Roman

Ich seufzte.
Wer ich bin? Einerseits Ansichtssache, was ihr gerne wollt und davon etwas abgezogen oder obendrauf, dann habt ihr mich meist beisammen. Aber ich bin eine Person ganz Recht.
Was bleibt zu sagen über mich? Vieles vielleicht, aber auch nichts, als mein Äußeres, das sich auf nichts Berauschendes beläuft, das man sich nicht in der Welt an fast jeder Ecke zusammenschauen kann, um satten Auges weiter zu ziehen. Wenn ihr immer noch mein Äußeres wollt, sei gesagt, dass ich etwas an die eins neunzig groß, mit braunen Haaren Augen, die etwas in der Farbe zwischen Blau und grüngrau schwanken, mit eher knochigem, längerem Gesicht, leicht schiefer Nase einer hauchdünnen Narbe über mein linkes Auge, durch die Welt laufe. Meine Frisur?
Ihr habt echt keine Fantasie, wenn man das behaupten darf! Sie sind widerspenstig und stehen durch ältere, längst verheilte Verletzungen am Hinterkopf, die Wirbel gebildet haben, von meinem Hinterkopf, den Rest beherrsche ich immerhin soweit, das sie halbwegs anliegend habe.
Wenn ihr mehr wissen wollt benutzt eure Fantasie ihr sollte welche besitzen. Was habt ihr zuletzt gelesen? Legend über Drachen, Elfen, Zwerge, Teufel? Oder wart ihr in den Tiefen des Weltraumes vorgestoßen, um Monster in sekundenschnelle mit einem Laser zu grillen?
Ihr seht ich hab doch ein wenig Fantasie. Ihr könnt ja an eurer messen, wie viel, aber denen die sich bei jeder aufkommenden Frage fragen müssen, sei gesagt, dass sie bei mir falsch sind.
Ja, ihr seid bei mir falsch, weil ich nicht von vorn beginne.
Wir sind dort wo wir sind punkt um.
Was ihr über mich wissen müsst, um zu verstehen?
Ich seufzte.
Ich bin ein gescheiterter Mensch oder Jugendlicher, wenn ihr so wollt und an alle älteren da draußen, die wissen, dass so was nicht sein kann, weil ich zu jung bin: Ja, ihr habt Recht, aber ich rede nicht von dem Leben eines Teenagers zwischen Drogen, Liebe und Arbeiten in der Schule oder bei manchen auch schon bezahlte. Meine Probleme reichen weiter oder kennt ihr wen, der von den Engeln gejagt wird, für etwas, was er nicht getan hat. Gezwungen zu töten, nur damit seine Seele verschont bleibt, weil die Engel nicht den Köper töten, sondern die Seele. Aber was macht es für einen Unterschied für euch? Ihr kennt ihn ja nicht.
Du da, der gerade recht abwesend etwas Essbares in dich stopfst und meinst naja, so schlimm ist das nicht oder du, ich hoff das Buch gehört dir, du liegst ja geradezu drauf, mit dem Gedanken, wie spannend das ist auch du… naja gut du magst gerade nur lesen, dir dein Bild machen, eigentlich recht sympathisch. So haben wir alle unsere Fehler, vielleicht war meiner geboren worden zu sein.
Die Engel? Ja, die Engel, mein Gott, einer von euch muss immer fragen oder?
Die Engel sind schon lange nicht mehr das, was sie einmal waren und Gott bewahre könnt ihr euch sparen, denn sie nennen sich Engel, sind aber keine mehr, nach der Definition, wie ihr sie kennt. Wesen, die immer Leben und nur durch Stahl, Silber, Gold und Quecksilber sterben, neigen sehr zur Korruption. Ja, die Dunkelheit die große Böse.
Was ich kling ironisch? Wundert es euch das jemand, der das „Licht“ mittlerweile hasst und mehr gesehen hat, als die meisten wollen, anderer Meinung ist? Die Welt ist eigennützig, das war sie schon immer und das wird sie auch immer bleiben. Die Dunkelheit ist eigennützig, aber wer Eigennutz betreibt, treibt faires Geschäft und das war das, was ich brauchte. Es war nicht die Seele, die ich verkauft habe, ich wäre verrückt gewesen, nicht wegen den ganzen Werken, die davon erzählen, sondern weil ich nicht verkaufe, was ich schützen will. Ja, ich habe aufgegeben die zu schützen, die ich liebe und die zu lieben, die ich schütze. Leer bis auf den Grund meines Herzens. Ist doch auch nur ne Pumpe, sonst nichts.
Ich hätte gern geliebt und wäre gern geliebt worden, aber da wo es anfing, war es vielleicht nur der klägliche Versuch, jemand zu lieben und einfach typisch für mein Alter, nicht gleich jemand zu finden. Aber das hat mich dahin getrieben, was ich angeblich verbrochen habe. Ich hatte einen Engel geliebt, einen wahrhaftigen. Und als sie mich verlassen hat, hat es nicht lange gedauert, bis sie wiederkam, aber es war etwas anderes, der Charakter war anders. Ich konnte sie nicht mehr lieben, vielleicht Körperlich sei dahingestellt. Das war aber nicht mein Wunsch. Später sollten die Engel erklären, was ich ihr angeblich angetan habe. Ich soll ihr die Seele genommen haben und verschlungen haben, denn wenn man die Seele eines Engel verschlingt, bleibt nur der menschliche Teil von dem, was er einst war. Da ich das nun aber nie getan habe, habe ich, nachdem ich mich erstmal von dem ganzen Mist erholt hatte, gemeint, dass ich das nicht getan habe. Vielleicht war es meine zitternde Stimme, vielleicht mein Zögern, dass darauf fußte, dass ich erst wirklich überlegte, ob ich die Seele verschlungen hatte, schließlich wusste ich nicht wie man eine Seele verschlang. Das hat sich geändert. Mag grausam klingen, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Sie waren so nett, wenn man das so nennen darf, mir drei Tage zum überlegen zu geben und warfen mich ins Gefängnis. Da saß ich für nichts und überlegte. Zwei Tage passierte nicht viel, auch in meinem Magen nicht, denn sie waren nicht gerade Engel, die gerne teilten, wie mir schien, sodass ich so hinkam. Am dritten Tag erschien mir Luzefer. Nein, nicht Luzifer, sondern Luzefer. Einer der Engel, der auch fiel. Luzifers Bruder, der aber nie wirklich wollte, dass er ein Teil der Unterwelt beherrschte und seinem Bruder freie Hand ließ. Er hatte es geschafft, sich aus allem zu tilgen, seien es Gedanken oder Geschichten, er kam einfach nicht vor und im Prinzip war er ein nicht existenter, gefallener Engel.
Wenn euch das Bermuderdreieck was sagt, wisst ihr warum ihn im Prinzip keiner kennt.
Er bot mir einen Pakt. Er würde mich hier herausholen, ich müsste einige Engel entsorgen, beziehungsweise, andere Dinge mit ihnen treiben, auch ein paar Dämonen waren dabei, aber die waren nicht viel anders, als die korrupten Engel.
Mir war es egal, denn ich wusste, woher auch immer genau, dass mir die Engel so lange keine Ruhe lassen würden, bis ich entweder alles bewiesen oder mächtig genug wurde, ernst genommen zu werden. Beides schien möglich mit Luzefer an meiner Seite.
Soviel zu mir die simple Großstadtstrasse von Berlin um mich herum stelle ich euch nicht vor, das ist nichts für mich, hab schon zu viel über mich erzählt.
Wenn euch das zu viel ist, stellt das Buch halt weg, es wird schon wer kommen der das Ding liest und wenn nicht, soll es auch nicht mein Problem sein, ich habe meine Geschichte geschrieben so wie ich es für richtig halte.
Punkt um.Um Punkt um. Um PUNKT UM

Ich saß in einem kleinen Cafe mit Bäcker nebenan und trank Kaffee. Ich hasste das Zeug, aber es hielt wach und viel Zeit zum schlafen hatte ich nicht, auch wenn es schon eine Droge war, wobei ich doch eigentlich mir damals geschworen hatte, nicht eine Droge zu mir zu nehmen. Soviel zu meinen „brillanten“ Vorsätzen. Eine Gestalt kam aus dem Regen hinein, es klingelte leise, als er unter der Tür durchging, dennoch sah die Verkäuferrin verwirrt aus, aber irgendwie schaffte es die Aura der Gestalt, sie verstummen zu lassen und nicht so nervig nachzufragen, ob er denn etwas kaufen würde, weil das nun einmal Bedingung sei, hier zu sein.
Es wunderte mich nicht und nachdem alle ihren Durst an Blicken gestillt hatten, sah ich die Gestalt an, die jetzt die Kapuze abgesetzt hatte. Es war ein junger Mann, mit blonden Haare, aber er hätte auch eine alte Frau sein können, es war Luzefer, ich wusste es einfach, sonst wäre das Lokal entweder durch irgendeinen Trick der Engel so präpariert worden, das die Menschen um mich herum entweder glauben würden, dass ich wen getötet hätte oder sonst etwas, damit sie die Schnauze hielten.
Luzefer grinste. Es war wirklich kein Lächeln, sondern dieses blöde Grinsen. Spätestens jetzt wusste ich, dass er es war und sonst niemand.
„Was genau ist jetzt an der Reihe?“ fragte ich, als wenn ich mein ganzes Leben schon gemordet hätte. Ich war viel älter an Erfahrungen als ich sein sollte, hatte Dinge gesehen und getan, die nicht wirklich sein sollten, die nicht einmal die taten, die in der Blüte ihres Lebens standen. Wahrscheinlich war die Drogenablehnkiste auch so etwas, wie der letzte Versuch, etwas Macht über die Situation zu erlangen. Was auch immer ich bin, nicht wirklich so weit zu wissen, was ich tiefenpsychologisch vorhatte, außer zu Leben.
„Er wohnt gegenüber und ist gerade am schlafen, in wenigen Minuten ist es dunkel genug.“
Ich nickte. Typisches Attentat und ich konnte wieder eine Weile wegrennen, weil ich darauf wettete, dass ich von den Engeln bestimmt noch einen Besuch bekommen würde. Ich seufzte. Wenn es einen Preis fürs Seufzen gegeben hätte, ich hätte genug Übung um zumindest gut abzuschneiden.
Ich kippte den Rest des Kaffees herunter und verzog mein Gesicht, weil einerseits das Zeug immer noch scheußlich war und andererseits der Gedanke an eine lange Nacht mich nicht gerade aufbaute. Was solls, dachte ich, legte das Geld auf den Tisch und ging nach draußen.
Luzefer folgte mir. Ich bog in eine Gasse und Luzefer zeigte mir das Fenster, das am ehesten in Frage kam, um einzubrechen. Ich nickte nur und hielt ihm die Hand entgegen. Er ergriff sie und wir waren wieder eine Person, mit zwei Seelen. Die Kleidung war auch verschwunden. Luzefer schaffte es irgendwie sie zu übernehmen, wohin, war auch egal, aber sie waren immer wieder da, wenn er sich von dem Körper abkapselte.

Als ich etwas später leise auf das Dach kletterte und einen kurzen Dolch, der aussah wie aus Diamant, aber eigentlich einfach nur hartes Glas war, an meiner Kleidung abstrich, lauschte ich in die Nacht und stellte fest und das mit Erleichterung, das ich keine Sirene vernahm. Das war gut, es gab mir Zeit, denn die Rollen waren jetzt vertauscht, nun war ich nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte. Meine Haut kribbelte als sich Luzefer wieder von mir abkapselte, exakt so aussehend, wie er vor kurzem noch ins Kaffee gekommen war.
„Bleiben nach meiner Ansicht noch vier die wichtig sind.“
Ich sah ihn böse funkelnd an.
„Bis was? Bis sie mich wieder eingebuchtet haben oder mich foltern?“ ich sah ihn herausfordernd an, vor ihm hatte ich schon lange keine Angst mehr geschweige denn vor dem Tod, der würde eh noch kommen.
„Ich hoffe, dass ich eine schöne Figur auf deinem Schachfeld darstelle.“
Er seufzte und schüttelte den Kopf, als wenn er mit einem Kind reden würde und eins war sicher, es regte mich auf, gleichzeitig war aber auch sicher, dass ich es mir nicht anmerken lassen würde. Dann nahm sein Gesicht eine fast väterliche Liebe an und er meinte, recht leise, als hätte er Angst, dass selbst ich es hören könnte: „Vermutlich die Einzige und gerade die will ich nicht verlieren.“
Ich schnaufte und schob ihn grob zur Seite, denn er war näher herangekommen, schritt dabei an ihm vorbei und sah an einer Kante des Daches herunter.
„Du benutzt mich eh nur, von daher kann ich damit leben, denn ich weiß es, aber sobald das hier erledigt ist, verschwindest du.“
Die Stimme von Luzefer wurde wieder neutral, aber der Inhalt war es bei weitem nicht.
„Willst du wirklich das ich dann gehe? Genau dann werden sie dich jagen und du wirst brauchen, dir etwas Respekt zu verschaffen und vor allem wirst du Hilfe brauchen.“
„Ich hätte damals sterben sollen.“ flüsterte ich leise, als ich in einem erleuchteten Fenster den Schatten eines knutschenden Paares sah und wandte mich ab.
„Wie auch immer, kann dir doch egal sein. Deine Figur, also ich, hat ja bald alles erledigt. Eigentlich sollte ich beim letzten etwas großes veranstalten oder dich auffliegen lassen.“
„Würdest du das tun?“ fragte Luzefer leise.
Ich horchte in mich hinein. Würde ich den Einzigen, den man vielleicht als Weggefährte bezeichnen konnte, der sich nicht einmal nach dem Mord abwendete verraten? Ich schnaufte einmal mehr.
„Ich sollte langsam Gefühlskalt sein und nur noch mein Gehirn handeln lassen.“
„Also?“ fragte er dann und ich stöhnte, als wenn ich genervt wäre.
„Nein, würde ich nicht, jedenfalls nicht wenn alles so ist, wie es jetzt ist.“

Wenn ich eins gelernt habe, als ich dem beschuldigt wurde, etwas getan zu haben, dass ich niemals tun konnte, ist das, das man am besten keine Gefühle hat, denn nur dadurch wurden sie stutzig. Nur weil ich wütend und fasziniert war. Hätte ich sofort alles abgestritten, hätten sie mich als dummen Menschen stehen lassen und sich selbst eingestehen müssen, dass ich es nicht war. Bis heute weiß ich nicht, wer es getan hat und wenn ich ehrlich bin, frustriert mich das schon. Es ist so, als wenn jemand das Leben zerstört hat und du kannst ihn nicht hassen, weil du eben nicht einmal weißt, wer es ist und so beginnt das Gehirn die Welt zu hassen und mit ihm hat auch meine Seele begonnen, selbiges zu tun. Luzefer hat mir gesagt, ich habe etwas mehr als zwei Tage frei, alleine schon, weil ich mich ausruhen solle und er die Polizei auf die falsche Fährte locken wollte. Im Normalfalle hätte ich mich irgendwo hingesetzt und schon einige Taktiken ausgedacht. Aber so war mir eher danach, die Kraft, die noch von Luzefer in mir hatte, dazu zu benutzen, den anderen zu zeigen, was ich konnte. Ich überlegte eine Weile bis ich feststellte, dass es mir letzten Endes doch nicht wirklich etwas bringen würden. Nein, dass was ich eigentlich wollte, ist die Bürde zu teilen. Aber mit wem konnte ich noch reden?
Meine Eltern halten mich vermutlich immer noch für einen Jungen, der ein traumatisches Ereignis verarbeiten muss, was ja auch stimmt, aber im völlig anderen Sinne. Den Rest der Familie konnte ich somit auch gleich mit abharken. Wer blieb war Meryl. Es war die Person, die ich geliebt hatte, aber selbst sie würde mir zumindest vorwerfen, dass ich sie zurückgewiesen hatte. Aber Dinge ändern sich und das zu schnell, als das ich sie begreifen kann. Ich bin bereit einen Fehler zu begehen, um zumindest eine Person zu haben, der ich vertrauen schenken kann.

Ich musste nicht lange in meinem Kopf kramen, bis ich die Adresse wieder wusste. Ich fuhr mit der U-Bahn dorthin, stieg dann in den Bus und fuhr raus aus Berlin, nicht weit und wer fragt welcher Ort das ist, ich werde euch es nicht sagen. Holt ne Karte raus und sucht euch einen aus. Ich fuhr zu dem Haus und stand im Dunkeln, mittlerweile war es Dunkel. Wer jetzt denkt, dass ich mir Mut angetrunken habe, den muss ich enttäuschen ich hab zwischendurch nur eine kleine Flucht gehabt und musste dann durch Hecken und Büsche um ungesehen hierher zu kommen. Es hatte viel Zeit gekostet, aber im Prinzip wollte ich ehe erst am Abend hier sein. Gerade als ich klingeln wollte, hörte ich eine Stimme von hinten, genauer gesagt Meryls.
„Azrael?“
Ich drehte mich langsam um und sah ihr ins Gesicht. Sie hatte blonde, längere Haare, eine etwas zu hohe Stirn, tiefgrüne Augen und ein sehr zierliches Gesicht. Sie wirkte zerbrechlich.
Irgendwie empfand ich immer noch etwas, aber wie konnte es sein, hatte ich nicht eindeutig festgestellt, dass ich sie nicht mehr lieben kann. Wie schwarz ist meine Seele? Dachte ich zum ersten Mal und es erschreckte mich.
„Was tust du hier?“ fragte sie weiter, vermutlich weil ich nichts gesagt hatte und selbst jetzt war ich verwirrt, dass sie mir nicht an erster Stelle Vorwürfe machte. Warum hatte ich geglaubt, dass ich mit ihr reden sollte? Es war wirklich ein Fehler, aber ich war nicht bereit einen zu begehen, wie ich es geglaubt hatte. Oder doch?
„Ich… Ich wollte nach dir sehen.“ antwortete ich unbeholfen.
„Warum kommst du ausgerechnet jetzt?“ Ihr Gesicht nahm noch immer nicht die Härte an, die ich eigentlich erwartete, seit ich begriffen hatte, dass es ein Fehler gewesen war.
„Ich will mit jemanden reden, dem ich vertrauen kann.“ antwortete ich wahrheitsgemäß. Sie nickte unmerklich.
„Warum redest du nicht mit deinen Eltern, sie würden sich freuen, dass du wieder da bist.“
Ich musterte sie bitter, schaffte es aber gerade noch es zu keiner Anklage werden zu lassen. Sie verstand offensichtlich.
„Ohh…“ meinte sie dann. Ich trat von der Tür weg, als wenn ich gehen wollte, aber sie hielt kurz meinen Arm und schloss dann auf.
„Meine Eltern sind noch nicht da, sie sind noch bis morgen weg. Wenn du möchtest kannst du reinkommen.“
Ich nickte und folgte ihr nach drinnen.
Warum hatte ich mir gewünscht das ich Gefühlskalt werde?

Drinnen angekommen ließ ich mich auf einen Stuhl fallen.
„Wo sind deine Schwestern?“
Sie lächelte gnädig.
„Bei unseren Großeltern. Wir sind wirklich alleine, aber die kommen morgen Mittag wieder.“
Ich nickte.
„Willst du was trinken?“
„Hast du Kaffee?“ fragte ich. Sie sah mich ungläubig an.
„Ja, aber hast du nicht gesagt, dass du Kaffe hasst.“
„Lange Geschichte.“ murmelte ich, als sie in die Küche ging.
„Ich habe Zeit.“
„Danke.“ meinte ich und selbiges erneut, als sie mir die Tasse mit Kaffee gab.
„Keine Ursache, aber du fängst besser an zu erzählen.“
Ich warnte sie vor, dass sie es nicht glauben würde und sie nickte, anstatt zu sagen, dass das Unsinn sei, was mich beruhigte.
Ich erzählte, ohne dass ich viel mehr Feedback bekam, als nicken. Ich kürzte das ganze stark ab und damit es euch beruhige, ich erzählte ihr nicht viel mehr, als ihr schon wisst. Und ihr werdet noch viel erfahren, vertraut mir, es sei denn ihr verlasst mich hier.
Als ich geendet hatte, wurde es still und ich kippte die letzte Pfütze Kaffee herunter. Langsam konnte ich mit dem Zeug leben.
„Ich kann verstehen, warum deine Eltern glauben, du bist verrückt.“
Das war alles, was sie in die Stille warf, bis sie wieder einkehrte, doch ihr Blick war nicht herabschauend, sondern eher mitfühlend.
„Es ist nicht einfach mit etwas konfrontiert zu werden, dass im Prinzip das Weltbild aller zusammenbrechen lassen könnte, wenn sie es glauben würden.“
„Hat das Luzefer gesagt?“ fragte sie, nachdem ich geendet habe und ich nickte.
„Ich glaube, dass er Recht hat, sobald alles vorbei ist, solltest du froh sein, wenn er dich noch eine Weile beschützt.“
Ich schnaufte leise, meinte aber in die Stille hinein, dass sie Recht hat. Wieder Stille.
„Ich wollte dir noch etwas sagen.“ meinte ich dann, denn ich war mir nun meiner selbst sicher.
„Ich liebe dich noch immer. Es war die Angst, dich mit hinein zu ziehen, aber ich war doch zu schwach der Versuchung zu widerstehen. Es tut mir Leid, für das, was ich getan habe.“
Sie sah mich an und lächelte mitfühlend.
„Es ist schwer dir zu glauben, aber es liegt nicht daran, dass du es bist, sondern daran, was du erzählst.“
Sie nahm mein Gesicht in ihre Hände und legte ihre Stirn an meine. Ich fühlte mich geborgen, wie schon lange nicht mehr.
„Ich vertraue dir noch immer. Ich werde dir helfen so wie du es willst, denn eines ist sicher: Ich liebe dich noch immer und werde alles und damit meine ich wirklich alles, opfern, wenn es dich aus deiner Situation rettet.“
Eine Träne rollte über meine Wange, als sie sprach und mich musterte. Aus ihren Augen sprach Liebe und es war, als wenn meine Seele wieder einen Funken bekam.
Ich öffnete den Mund, um zu Reden, aber sie legte mir den Zeigefinger auf den Mund und ich schloss ihn. Dann küsste sie mich.

Bin mir selbst nocht sicher ob ich es weiterschreiben soll deswegen wollte ich mal sehen wie so die Meinung ist.


Kommentare

Es gibt 3 Kommentare zu dieser Geschichte

Der Sandrabe schrieb am 12.06.2010 um 01:08 Uhr folgenden Kommentar:
So ich hab mal die Kommatar kontrolliert sollte jetzt besser zu lesen sein.


Der Sandrabe schrieb am 11.06.2010 um 23:48 Uhr folgenden Kommentar:
Ja das mit den Kommatar (Klugscheißer ich weiß XD) ist immer bissle auf meine Faulheit zu münzen in dem Buch was ich fertig habe kontrolliere ich die gerade und ich muss sagen es macht schon was aus von daher danke nochmal für den Ansporn sozusagen werde die Version dann bei zeiten überarbeiten.


Dark Diamond schrieb am 11.06.2010 um 20:12 Uhr folgenden Kommentar:
Die story ist echt genial ;) gefällt mir. Schreib ruhig weiter :D würde mich freuen... einziges was es zu meckern gibt sind die kommas. Die kommas machen es leichter zu lesen und du benutzt so gut wie keine... Nur einmal (falls ich nichts übersehen habe) und zwar hier: „Bis was? Bis sie mich wieder eingebuchtet haben oder mich foltern?“ ich sah ihn herausfordernd an, vor ihm hatte ich schon lange keine Angst mehr geschweige denn vor dem Tod, der würde eh noch kommen. Du kannst es, wie ich sehe, ;)

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