Kinder Taboreas Kapitel I

von Sel aus der Kategorie Sonstige Geschichten

Hallo Leute,
bevor ihr lest, solltet ihr noch einiges wissen:
Diese Geschichte wurde vom PC-Onlinespiel Runes of Magic inspiriert.
Und ja, ich weiß, dass es zu diesem Spiel bereits einen Roman gibt.
Aber meine Geschichte ist nicht abgeschrieben, nicht kopiert.
Wenn zweites Kapitel erwünscht, dann schrei(b)t einfach!
Viel Spaß beim Lesen!


Mishella nahm die Axt heraus und begann die Esche zu fällen.
Sie befand sich kurz vor dem kleinen Dorf Logar, welches in den heulenden Bergen lag.
Miez, die Katze von Mishella, strich ihr um die Beine und schnurrte behaglich. Dann schnupperte Miez an ein paar Kräutern.
Die Esche war bereits kleingehackt. Mishella legte das Holz auf eine Trage, die an den alten Ackergaul ihres Vaters gebunden war. Ein Wagen war zu teuer. Es war lediglich ein Bärenfell, dass gegerbt wurde. Mishella musste arbeiten. Für alle im Dorf.
Sie pflückte das Kraut, dass Bergteufelgras hieß. Es war ein wertvoller Stoff zum Weiterverarbeiten und Kochen. Eine Flasche Bergteufelgrassaft brachte immerhin zwanzig Gold.
Ein Jungwolf schaute scheu hinter einem Baum hervor. Mishella lächelte kurz und spähte dann umher, ob vielleicht ein Elternteil von ihm da war. Die waren gefährlich. Aber Jungtiere taten einem nichts.
Es gab nur ein paar Verrückte im Dorf, die die jungen Wölfe und Bären zähmen wollten.
Es war kein ausgewachsenes Tier zu sehen.
Überhaupt war Mishella mit den Jungtieren alleine.
Unzählige Jungwölfe-und Bären standen um sie herum und guckten ihr aufmerksam zu.
Ein kleiner Wolf kam ganz nah an Mishella heran.
Mishella fand ihn niedlich. Aber dass der Wolf Miez über das Gesicht schleckte, war die Krönung!
Das sah Miez überhaupt nicht so und fauchte drohend.
Der Wolf zuckte kurz zurück, was Miez natürlich zur Flucht nutzte.
Das Wolfsjunge hielt das für ein Spiel und rannte Miez hinterher.
Miez rannte, bis sie ganz außer Atem war.
Wo bin ich sicher?, fragtee Miez sich. Auf einem Baum? Nein, nachher pflückt mich einer der Bären wie eine reife Pflaume. Ah! Das Dorf! Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen?
Schnell schlug sie einen Haken und flitzte zwischen den Wachen hindurch. Der Wolf wurde von ihnen abgefangen.
Mishella sah dem Treiben schmunzelnd zu. Miez mochte fremde Tiere nicht. Mishellas Grinsen verschwand, als sie sah, was sich am Eingang abspielte.
Der kleine Wolf dachte, es wäre mal wieder ein neues Spiel.
Der Wolf biss in die Lanzen und zog daran.
Doch plötzlich verging ihm der Spaß.
Er riss die Augen auf.
Einer der Männer zog sein Schwert und holte aus.
Der kleine Wolf war so erschrocken, dass er gar nicht daran dachte, dass er loslassen sollte.
Er sah das Schwert innerlich schon niedersausen und das Blut. Er schloss die Augen und wartete auf den tödlichen Schlag, der ihn in zwei Teile teilen würde.
„Halt!“, rief ein Mädchen.
Es war das Mädchen, dass der kleine Wolf schon länger beobachtete.
„Halt, er war noch ein Baby!“, rief Mishella.
Sie rannte herbei.
„Aber er hatte die Menschen hier bedroht“, stellte der Mann richtig, das Schwert noch erhoben.
„Nein“, sagtee Mishella, „er will doch nur spielen. Er wollte meiner Katze hinterherjagen.“
„Dann pass auf, wo deine Katze rumrannte und sorg dafür, dass die Bestie die Fliege macht“, brummte der Mann und steckt das Schwert weg.
Mishella brodelt innerlich.
Der arme Wolf!
Das Mädchen musste doch einfach halb Tier sein. Es war aber auch wirklich tierisch! Ein Menschenmädchen rettete einem wildfremden Tier das Leben!
Plötzlich gibt es einen Klaps auf das Hinterteil.
„Lauf!“, rief das Mädchen.
Der Wolf zuckte zusammen und lief davon.
Fünf Meter weiter weg drehte er sich allerdings um und jaulte froh.
Dann sucht er das Weite.


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