Die, auf den Kopf gestellte, Welt K1P3

von Cup Cup aus der Kategorie Sonstige Geschichten


Ich träumte von einer kleinen Maus. Oder war es doch eine Ratte? In diesem schwachen Licht, das wenn es nach mir ginge nicht mal den Namen Licht trägen dürfte, konnte man nichts erkennen. Näher kommen würde ihm leichter Kontrast zur Dunkelheit, oder das etwas hellere Schwarz.
Zusammen mit der Lampe, die dicht über meinem Kopf hing, stand ich in einem kleinen Raum. Okay, das Volumen verbat mir Raum zu sagen. Wohl eher in einer Besenkammer, in die jedoch nicht mal ein Mopp hineinpassen würde, weder noch die anderen Putzmittel – und Geräte. So stand ich also da und blickte in das Schwarze nichts und als mir die Füße einschliefen lehnte ich mich gegen die Wand. Ich stieß mit meinem Kopf an einen Sack, aus dem die Ratte oder Maus kroch. Ein Sack? Hm? Ahja! Konnte das sein? War ich vielleicht in einem Spint?
Kaum darüber nachgedacht verloren meine Beine sämtliche Kraft und ich stürzte mit dem Kopf voraus, gegen die Türe und weiter. ..aber nicht hinaus. Ich fiel und fiel, hatte aber keine Angst zu fallen, im Gegenteil – es freute mich, so als würde ich am Bahnsteig eines Bahnhofes dem Zug entgegenrennen in dem ein, mir ein beinahe fremd gewordener Freund saß, auf dessen Veränderung wie auf das Vertraute ich mich freute.
Irgendwann hörte ich auf zu fallen, doch das Gefühl von Bodenlosigkeit, hatte sich in meinem Magen wie Kopf manifestiert.
Ah! Da bist du ja! Fragend blickte ich um mich. Aber, aber meine Alice, sei nicht so schüchtern!
Ich blickte an dem Schwarz vorbei und begann einen kleinen, beinahe unbedeutenden Lichtstrahl zu entdecken, der sich immer rascher ausbreitete und mich zwang noch gefesselter auf ihn zu starren, während ich im selben Augenblick, mit dem Gedanken, was wohl wäre wenn ich ihn nicht beachtet hätte, ob er sich dann trotz meiner Ignoranz entfacht hätte, spielte.
Er breitete sich also, beinahe wie ein Lauffeuer aus, fuhr in jeden noch so erdenklichen Winkel und gab meine Sicht auf das vor mir frei.
Mit großen Augen starrte ich nicht auf das Pinke Sofa oder die grünen Vorhänge und ja ich befand mich in einem Wohnzimmer, wenn auch seltsam eingerichtet, sondern auf die vor mir in einem kleinen Sessel sitzende Ratte die mich freundlich anlächelte.
Das kleine Tierchen, hielt in ihren winzigen Pfoten eine genauso kleine Tasse, schlürfte aber trotzdem nicht so leise wie man annehmen müsste. Sie stand auf und hüpfte, den Schwanz immer in die Höhe haltend aus ihrem Sessel, über das Sofa vor meine Füße. Meine Augen verfolgten den Nager bis sie vor meinen Füßen zum Stillstand kamen, und wurden groß, noch größer als jetzt schon, als es auf den Hinterbeinen stehend und winkend zu mir hoch sah…
Na du bist mir vielleicht eine Göre! Schnaubte es nach einiger Zeit meines Stillen Starrens, die Hände in die Hüfte stemmend.
Ich.. ähm.. , endlich hatte ich meine Stimme wieder erlangt und es schossen tausende von Fragen in meinen Kopf.
Was bist du? Siehst du das nicht? Ähm. Lass uns mal nachdenken, ich spreche und sehe aus wie eine Ratte. Ergo ..
Stilles schweigen meinerseits. Maan! Du warst wohl zulange unter normalen Menschen!
Ich bin ein Gwala.
Immer noch schweigen.
Ein Mensch. Es machte schwiiiiiing, und aus der kleinen Ratte war ein etwas kleiner, sehr dünner Mann mit langem schwarzen Haar und Jogginghose geworden. Der mich mit seinen Schlitzaugen Augen ansah.
Aber setz dich zuerst, Alice, dann werde ich dir alles erklären…magst du Ingwertee?
Ich schüttelte den Kopf, ich fühlte wie mir schwindlig wurde. Wo war ich, was sollte das alles? Ich wünschte mir in diesem Moment nichts anderes als weiter zu schweigen, aber die Fragen brannten Förmlich und forderten, mit lautem Pochen gegen meine Schädeldecke, nach Antworten.
Was bist du?
Er nahm einen Schluck von dem dampfenden Ingwertee setzte sich neben mich und begann mir eine neue Welt zu erklären, die so absurd war, dass das Betreten von ihr den Namen Absurdes Falamir, erhielt.
Also fangen wir von ganz vorne an: Magie existiert, jeder Mensch trägt sie in sich. Diese Spezies die momentan – dieses Wort betonte er sehr – die Erde bevölkert, nennt man Daflynthe.

Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, dass mein Leben eine Freakshow sein musste.
Er nahm erneut einen Schluck und sprach in einer noch fremderen Sprache als vorher.
Du dagegen meine Liebe, gehörst nicht dazu.
Ich habe also keine Magie, hoffnungsvoll sah ich ihn an.
Und Ob! Du hast so viel, dass es förmlich überquillt, lachte er laut auf. Genauso wie ich. Ahhh! Da fällt mir ein, hab ich mich überhaupt vorgestellt?
Er sprang auf stolperte vor mich und streckte mir die Hand entgegen: Mein Name ist George Rate, von heute an bin ich dein Lektor, ich werde dir beibringen wie du die Realität und damit das Leben das wir als Leben bezeichnen, beschützen wirst, in dem Sinne das du alles daran setzt deine Kräfte zu beherrschen und so die Realität nicht zu verändern, alles klar???
Öhmm…was?!


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