Die, auf den Kopf gestellte, Welt K1P2
von Cup Cup aus der Kategorie Sonstige Geschichten
Die, auf den Kopf gestellte, Welt. Kapitel 1 Part 2
Ist sehen gleich sehen?
Der nächste morgen gestaltete sich nicht weniger kompliziert. nach dem Duschen, meine Haare hatte ich mit einem Haargummi zur Seite gebunden um schneller außer Haus zu kommen, blickte ich, noch immer verschlafen, in den nicht allzu großen Spiegel. Ich tat es nicht nur einmal, nein 2mal 3mal und sogar ein 4tes mal musste ich überprüfen ob mein Traum auch wirklich nur fiktiv war.
Ich kam zu dem Entschluss, dass es nur ein blöder Scherz meines Unterbewusstsein gewesen war, hervorgerufen durch den Stress und unterstrichen durch den Vorfall gestern der den Traum wohl in diese bestimmte Richtung gelenkt hatte .Es war noch früh am Morgen, die Sonne schaute schüchtern hinter den Berg Wipfeln hervor und lieferte sich einen verzweifelten Kampf wie jeder des morgens, ja es klang vielleicht komisch aber die Sonne war, genauso wie jeder andere tag, in diesem Punkt ziemlich gleich mit den Langschläfern unsererseits.
ich kam nicht darüber hinweg, mein Traum wollte sich nicht auf meinen Kopf vertreiben lassen. Also blieb mir keine andere Wahl. Wenn er nicht von selber wegging musste ich ihn aufschreiben! Alles was man aufschrieb konnte man gut einen Moment auf die Seite legen und vergessen, den man hatte im Hinterkopf das man ja immer wieder auf diese Informationen zurückgreifen konnte.
ich wendete mich also, immer noch im Bademantel, meinem übervollem Schreibtisch zu. Kramte Zettel und Bleistift hervor und setzte mich mit noch immer halb geschlossenen Augen in meinen blauen - grünen Sitz Sack, ein Geschenk von Selina. Wo war sie überhaupt. Seit gestern Abend hatte ich sie nicht mehr zu Gesicht bekommen. Und das wo sie mich normalerweise immer weckte, da sie früher aufstand. ich hatte sie einmal beim Schlafen beobachtet. Bis Sonnenaufgang war sie in kerzengerader Haltung dagelegen, hatte still und ganz normal geatmet. Sie hatte wirklich zufrieden und ruhig ausgesehen, ein ungewohnter Anblick wenn man sie länger kannte. Doch dann sobald die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen und ihn ihr ziemlich hinein flogen war sie wach. Und damit meinte ich wach. Vom ersten Augenschlag an hüpfte sie in ihrer gewohnten flippigen Art durch Zimmer und drehte die Musik auf volle Lautstärke.
naja, wenn sie nicht da war, war sie vielleicht unterwegs, was auch nichtselten vorkam, dass sie bis am nachmittags irgendwo in Clubs und dann mit Freunden unterwegs war. dabei fiel mir ein - ich kannte ihre anderen Freunde ja gar nicht, hatte sie überhaupt welche außer mir...bei ihrem freakigen Charakter schwer vorstellbar das sie etwas anderes als nerds und Vollidioten anzog.
Aber okay...wahrscheinlich sollte ich mir darüber keine Gedanken machen...murmelte ich vor mich hin als ich den Bleistift begann zu spitzen. Selina hatte das Glück das sie wusste was sie tat, auch wenn man es ihr nicht ansah.
Ich dachte an den Traum von letzter Nacht und begann wenn auch nach kurzem zögern alles was mich daran beschäftigte Aufzuschreiben.