Die verlassene Insel (Das ist das erste Kapitel meines Buches)
von Stephanie aus der Kategorie Fantasy
Alles begann an einem schönen Sommertag im Juli vor vielen Jahren. Die mystischen Krieger Kathy, Thomas, Patricia, Denis, Annalena und Patrick, welche zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von ihren Fähigkeiten wussten und auch nicht ahnten, waren wie schon so oft zu einem Spaziergang verabredet. Die sechs trafen sich auf der Straße vor den Häusern, in denen sie mit ihren Familien wohnten. Sie lebten in einem kleinen Dörfchen, sehr abgelegen von anderen. Dieses kleine Dörfchen, irgendwo im Norden, hatte einen wunderschönen großen Wald und einen großen Teich. Es gab natürlich noch viel mehr in diesem Dörfchen zu sehen, aber diese beiden Orte waren die Lieblingsplätze der Krieger. Ohne zu wissen, dass sich an einem dieser Plätze bald ihr ganzen Leben ändern würde.
Annalena, ein Mädchen mit langem braunem Haar, war wie immer als erste draußen, da sie es nicht erwarten konnte, etwas mit ihren fünf Freunden zu unternehmen.
Nach und nach trudelten auch die anderen ein.
Patrick, der zwei Köpfe größer war als Annalena und schwarzes Schulter langes Haar hatte, rief sofort als er Annalena sah:
„Das war ja mal wieder klar, unser Annalenchen ist wieder die erste gewesen, die draußen war! Hätte mich auch sehr verwundert, wenn es nicht so wäre.“
Er ging grinsend zu ihr.
Annalena meinte auf seinen Kommentar nur:
„Tja Patrick, ich bin halt nicht so langsam wie du und schaffe es auch immer zu erst draußen zu sein. Ich muss mich nicht noch extra hübsch machen, ich bleib so wie ich bin! Habt ihr damit ein Problem?“, fügte sie unter lachen noch dazu.
Als nun alle draußen waren, suchten sie gemeinsam nach einem Ziel für ihren Spaziergang. Sie konnten sich nicht entscheiden, da es viele schöne Plätze in ihrem Dörfchen gibt.
Schließlich sagte Patricia, ein Mädchen mit langem blondem Haar und genauso groß wie Annalena, nur ein Jahr jünger:
„Lasst uns zum Teich gehen, da waren wir schon eine ganze Weile nicht, vielleicht gibt es da ja etwas Neues zu entdecken.“
„Gut, lasst uns zum Teich gehen, ich jedenfalls hab nichts dagegen“, meinte Kathleen.
Schließlich gingen sie zum Teich, wo ihre Abenteuer als mystische Krieger begannen.
Am Teich angekommen, bogen sie in den daneben liegenden Wald ein. Sie sangen ein paar Lieder und hatten sehr viel Spaß, bis plötzlich vor ihnen ein helles Licht erschien. Sie erschraken und gingen ein paar Schritte zurück. Als das Licht weg war, sahen sie eine kleine Fee über einem Stein schweben, welche zu ihnen sprach:
„Willkommen in unserem Land, wir haben euch schon erwartet!“
„Was für ein Land? Und was soll das heißen ihr habt uns schon erwartet? Wer hat uns denn eigentlich schon erwartet?“, fragte Thomas, dem das Ganze ein wenig komisch vor kam.
„Oh, das hab ich ja vergessen, ihr wisst noch gar nichts von dem, was euch erwartet, aber das wird euch meine Königin erzählen, folgt mir und habt keine Angst“, sagte die Fee und schwebte davon.
Die Krieger wollten natürlich wissen, was die Fee meinte und folgten ihr. Sie merkten nicht einmal, dass sie irgendwie auf die verlassene Insel gekommen sind, bis sich Kathleen umdrehte um nach zu schauen, ob nicht irgendwas faul an der Sache war, und sagte:
„Hey Leute, schaut mal, wir sind auf der verlassenen Insel, der Wald und das Wasser sind hinter uns.“
Die anderen drehten sich um und stellten verwundert fest, dass Kathleen Recht hatte, mit dem, was sie sagte.
Doch sie liefen weiter und vertrauten der kleinen Fee.
„So, da wären wir, ihr müsst nun eure Hände hier über dieses Kreuz halten und die Augen schließen, so könnt ihr jeder Zeit in das Reich meiner Königin gelangen. Nur Mut, sie erwartet euch schon, sie hat euch wichtige Dinge mit zu teilen“, sagte die Fee und verschwand, wahrscheinlich schon in das Königreich.
Die Krieger taten was die Fee ihnen sagte und hielten sofort ihre Hände über das Kreuz, schlossen ihre Augen und kamen sogleich in dem Königreich an. Das Königreich war unter den Felsen versteckt und mit einem Zauber den die sechs Krieger ausführten, ohne es zu wissen, kamen sie in das Königreich hinein.
Dort angekommen schauten sie sich neugierig um. Überall wo man auch hin schaute sah man glitzernde Diamanten an den Wänden hängen. Es waren aber keine Menschen in dem Königreich zu sehen, sondern kleine Feen und Elfen, welche wunderschöne Kleidchen aus Blüten trugen.
Nach ein paar Blicken entdeckte Patricia die kleine Königin, welche von vier kleinen Feen umgeben war. Sie schaute zu den anderen und verbeugte sich. Die anderen Krieger schlossen sich dem an.
„Aber aber, wer wird sich denn vor mir verbeugen, das braucht ihr nicht, ihr seid herzlich willkommen in meinem Reich. Kommt setzt euch“, sagte die Königin zu den Kriegern.
Mit diesen Worten und einer leichten Handbewegung zauberte sie den Kriegern ein paar Sitzmöglichkeiten.
Die sechs Krieger setzten sich und waren neugierig, was die Königin ihnen zu sagen hatte.
„Euer Majestät, sie wollten uns sehen, da ihr uns etwas Wichtiges mit zu teilen habt, darf ich fragen, um was es sich handelt?“
„Ja natürlich darfst du fragen liebe Annalena. Ich werde euch jetzt alles erzählen. Ich fange gleich an, ihr seid die auserwählten mystischen Krieger! Jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum ausgerechnet ihr. Der Grund ist folgender, ich habe euch schon sehr lange beobachtet bei euren vielen Spaziergängen, was ich da alles gesehen hab, hat meine Entscheidung leicht gemacht, egal was euch auf euren Spaziergängen begegnet ist, ob es ein verletztes Tier war, oder jemand der sich verlaufen hat, ihr habt immer geholfen, das fand ich einfach großartig!“
„Was bedeutet das jetzt für uns, ich mein haben wir besondere Fähigkeiten oder müssen wir Aufgaben erfüllen?“, wollte Patrick wissen.
„In der Tat, ihr werdet besondere Fähigkeiten besitzen, aber um diese zu bekommen müsst ihr hier auf der verlassenen Insel ein paar Aufgaben erfüllen, jeder hat seine eigene. Es handelt sich dabei um folgendes, jeder von euch wird eine Rüstung haben, welche der Schlüssel zu euren Fähigkeiten sein wird.
Ihr müsst eure Rüstungen finden. Das wird eure erste Aufgabe sein. Wenn ihr die Rüstungen gefunden habt, könnt ihr sie später zu jedem Kampf einsetzen, ihr müsst nur den Spruch, der zu der jeweiligen Rüstung gehört laut rufen, dann kommt sie. Hier, nehmt diese Waffen, Patrick dir soll dieses Schwert gehören, Patricia, diese Armbrust wird deine Waffe sein, Kathleen, dieser Speer möge dir gehören, Denis, nimm du diese zwei Äxte und sie werden dir helfen, Thomas, dieser Morgenstern soll dir gehören und Annalena, du wirst diesen Bogen und die Pfeile bekommen. Diese Waffen sind ein Teil eurer Rüstungen, sie werden euch helfen, sie zu finden.“
„Aber woher wissen wir, welchen Spruch jeder einzelne sagen muss, um seine Rüstung zu jedem Kampf zu rufen?“, wollte Kathleen wissen.
„Das werdet ihr erfahren, wenn ihr eure Rüstungen gefunden habt“, sagte die Königin.
„Nun macht euch aber auf den Weg und sucht eure Rüstungen, wenn ihr sie gefunden habt, kommt ihr wieder hier her zurück.“
Die sechs jungen Krieger machten sich nun auf den Weg, denn sie wollten ihre Rüstungen so schnell wie möglich finden.
„Das ist ja der Wahnsinn, da gehen wir mal wieder zum Teich spazieren und erfahren mal soeben nebenbei, dass wir die auserwählten mystischen Krieger sind! Ich mein, so was geschieht nicht alle Tage“, sagte Denis ganz aufgeregt!
„Stimmt, aber nun sollten wir uns mal lieber Gedanken machen, wie wir unsere Rüstungen finden können“, sagte Patricia.
„Am besten wir bilden drei Gruppen, Kathleen und Thomas, Patricia und Denis, Ich und Annalena, was meint ihr?“, fragte Patrick.
Die anderen stimmten dem gesagten zu und teilten sich in die Gruppen auf.
Bevor sie los gingen, sagte Thomas:
„Ich glaub ich weiß warum die Insel verlassene Insel heißt, weil sich kein anderer dafür bewährt hat, ein mystischer Krieger zu werden!“
Alle mussten lachen, doch jedem viel das Lachen gleich wieder aus dem Gesicht, da sie ihre Rüstungen finden wollten.
Sie machten sich nun auf ihre Wege, die sich jede Gruppe ausgewählt hatte.
Auf den Wegen machten sie sich Gedanken, was sie wohl erwarten wird, bei ihren Aufgaben die Rüstungen zu finden.
Bei Kathleen und Thomas dauerte es nicht lange und sie kamen an einer Höhle an, vor der schon ein Riese, mit grässlichen grünen Pickeln am Körper, auf sie wartete.
„Ah da sind ja die Kinder, welche die mystischen Krieger werden wollen, mal sehen, ob ihr es wirklich schafft! Fangen wir also gleich mal an, wer will der erste sein?“, brüllte der alte hässliche, bucklige Riese zu den beiden hinunter!
„Ich will beginnen, eine Dame hat bekanntlich Vortritt!“, sagte Kathleen mit lauter Stimme und folgte dem Riesen in die Höhle.
„Viel Glück, Kathleen“, rief Thomas ihr hinter her.
In der Höhle stellte Kathleen schnell fest, dass der Riese nicht lange warten wollte und fing gleich an zu kämpfen! Der Riese war stark und sehr groß, doch sie schlug sich tapfer. Es war ein leichter Kampf, denn Kathleen war einfach viel schlauer und konnte ihm jedes Mal ausweichen, wenn er sie mit seiner Keule erwischen wollte.
Kathleen sah plötzlich ein Seil an der Höhlenwand liegen und versuchte es geschickt zu erreichen um es als Waffe einzusetzen, es gelang ihr auch bevor der Riese es bemerkte.
Als der Riese es bemerkte, viel er krachend zu Boden, da Kathleen mit Geschicklichkeit das Seil um seine Füße gewickelt hatte und nur noch fest zuziehen musste. Der Riese gab sich geschlagen und sagte:
„Nun gut, du hast mich geschlagen und sollst nun deine Rüstung erhalten, ruf einfach „Wald vor mir“ und sie wird zu dir kommen.“
Kathleen zögerte nicht lange: „Wald vor mir!“
Der Riese hatte Recht, ihre Rüstung kam sofort zu ihr. In der zwischen Zeit kämpfte Thomas draußen vor der Höhle mit einer Riesenspinne, welche an allen acht Beinen Haare und auf dem Rücken ein großes grünes Kreuz trug. Es war gar nicht so einfach da die Spinne sechs Beine mehr hatte als er stellte er schon nach einigen Minuten fest.
„Na warte du Bestie, dich werde ich schon noch besiegen! Nimm das!“ Er holte mit seinem Morgenstern aus und traf die Spinne mitten ins Gesicht, sodass sie ihr Augenlicht verlor, was die Spinne offensichtlich sehr wütend machte, denn obwohl sie nichts sah, ihn aber offensichtlich sehr gut zu hören schien, rannte sie direkt auf ihn zu und griff ihn an.
Mit einem Satz hatte sie ihn vom Boden gerissen und auf einem Baum geschleudert, was ein Vorteil für ihn war, denn so konnte er das Kreuz auf dem Rücken besser treffen und sie besiegen. Als die Spinne sich zurück zog konnte Thomas seine gewonnene Rüstung rufen und Kathleen war nun wieder bei ihm.
Auch Annalena und Denis hatten in den vergangenen Minuten ihre Rüstungen erobert. Es waren also nur noch Patricia und Patrick an der Reihe.
Doch auch ihre Kämpfe dauerten nicht lange. Patrick hatte es mit einem Riesen Feuerdrachen zu tun, durch den er stark ins schwitzen geriet, da der Drache Flammen einsetzte, um gegen Patrick zu kämpfen. Plötzlich wurde Patrick von einer großen Flamme nach hinten geschleudert und er lag ohnmächtig am Boden. Der Drache dachte er hätte gesiegt und glitt davon um sich auszuruhen.
Patricia dagegen war sehr nass geworden, da sie es mit einem Seemonster zu tun hatte, welches aber sehr leicht zu besiegen war, da es mit seinem Gewicht so schnell schwimmen konnte wie Patricia. Sie nutzte den Vorteil aus und schoss mit ihrer Armbrust direkt auf seinen Rücken, was ihm den gar ausmachte.
Da nun auch sie ihre Rüstung hatte eilte sie zu den anderen zurück.
Annalena, welche Patrick am Boden entdeckte eilte schnell zu ihm und sagte: ,,Wach auf, Patrick, du musst deine Rüstung gewinnen, schnell!“ Patrick erwachte nun langsam und Annalena neben ihm sitzen mit einem tiefen Kratzer im Gesicht. Dieser Kratzer machte ihn wütend, denn Annalena war sein ein und alles. Nur wusste er nicht, wie er seinen Drachen besiegen musste.
„Annalena, du musst mir helfen!“
„Patrick, du weißt doch das du ihn allein besiegen musst, ich kann dir nicht zur Seite stehen“, sagte Annalena traurig und sah ihren Geliebten an.
„Moment mal“, viel ihr plötzlich ein, ,,mit Tat kann ich dir nicht helfen, aber mit Rat. Patrick schnell, steh auf!
Nimm dein Schwert und stich genau da auf den Punkt zwischen seinen Augen ein, das wird seine Schwachstelle sein!
Beeile dich, bevor er aufwacht!“
Patrick zögerte nicht lange und stand auf. Er gab seiner Annalena einen Kuss als Dankeschön und rannte direkt auf den schlafenden Drachen zu!
Er stieß sein Schwert genau auf den Punkt und plötzlich brüllte der Drache laut und löste sich in Nebel auf.
Annalena, welche hustend am Baum stand versuchte Patrick zu sehen, doch nichts war da!
Als nun endlich der Nebel verschwunden war, kam Patrick in seiner Rüstung auf Annalena zu geschritten.
Vor Freude viel sie ihm gleich in die Arme und küsste ihn ganz zärtlich.
Nun, da jeder seine Rüstung hatte, liefen sie in ihren Gruppen zu der Stelle zurück, wo sie sich geteilt hatten. Dort angekommen, erzählten sie sich von ihren Kämpfen und liefen gemeinsam zu dem Kreuz zurück, das sie in das Königreich führte.
Bei dem Kreuz angekommen, rief jeder seine Rüstung um gleich zu zeigen, dass sie es geschafft hatten.
„Feuer tief in mir!“
„Luft über mir!“
„Wasser das mich umgibt!“
„Erde wohl unter mir!“,
„Wald vor mir!“
„Eis unter mir!“
Nun legten sie ihre Hände über das Kreuz und schlossen ihre Augen, als sie diese wieder aufschlugen, waren sie schon im Königreich.
Dort angekommen wurde gleich von den kleinen Bewohnern ein Fest für die mystischen Krieger gefeiert.
Sie erzählten alle von ihren Kämpfen und waren auch ein wenig stolz auf sich, was sie auch sein konnten.
„Da fällt mir gerade ein, die Insel heißt nicht verlassene Insel, weil sich bisher keiner bewährt hat ein mystischer Krieger zu werden sondern weil ich einen Zauber auf sie gelegt habe, sodass keiner, oder eher nicht jeder hier her gelangen kann!“
Sagte die Königin, da sie davon wusste, dass Thomas dies vorhin vermutet hatte.
Die sechs Krieger und das Volk der Königin feierten nun die erfolgreichen Schlachten der Kinder und nebenbei erzählte die Königin, was wohl in Zukunft auf die mystischen Krieger zukommen wird und das sie schon bald ein neues Abenteuer erwarten könnte.
Die Feier ging noch sehr lange und die sechs Krieger konnten noch gar nicht so richtig glauben, dass sie vom heutigen Tag an Helden sein werden.
Als es langsam begann dunkel zu werden, machten sich die Kinder auf den Heimweg.
„Na, was machen wir morgen, jetzt wo wir echte Helden sind“, sagte Patricia zu ihren Freunden.
„Wir könnten doch ein Picknick machen, in der Nähe vom Schloss, da ist doch die schöne große Wiese“, schlug Annalena vor.
„Ja das ist eine gute Idee. Also machen wir morgen Picknick.“
Alle waren einverstanden und freuten sich schon auf den nächsten Tag. „Vielleicht erwartet uns da ja wieder ein kleines Abenteuer!“