Die etwas andere Castingshow

von Sigi aus der Kategorie Lustige Geschichten

Auch vor ganz langer Zeit wurden Musikgruppen künstlich geschaffen. Herr Bohlen war damals noch nicht dabei, obwohl?

Der Beschäftigte eines Mahlbetriebes, der in jungen Jahren vor Kraft strotzte, kam in die Jahre. Er aß mehr, als das er arbeitete.
Der Unternehmer wollte ihn auf miese Art und Weise los werden. Das bekam unser Freund mit. "Bevor ich mir hier den Lebensabend vermiesen lasse", dachte Herr Esel, "mache ich mich auf den Weg nach Bremen und mache dort bei der Castingshow zur Wahl der neuen Band mit".
Gesagt getan. Als es dunkelte, packte er seinen Seesack und zog in Richtung Bremen.
Er merkte bald, dass es noch anderen älteren Arbeitnehmern so ging wie ihm.
Unterwegs traf er Herrn Hund, der seinem Arbeitgeber ebenfalls entwichen war. Den auch dieser wollte nicht für den anstehenden Lebensabend von Herrn Hund aufkommen.
Sie kamen ins Gespräch. Der Herr Hund keine konkreten Pläne hatte, konnte Herr Esel ihn überzeugen mit nach Bremen zum Casting zu kommen.
Sie zogen also weiter, mit dem Ziel, zu der neuen Band zu gehören. Denn neben einer Hervorragenden Stimme konnte Herr Esel Schlagzeug und Herr Hund Trompete spielen.
Sie waren gerade dabei, sich ihr neues Leben als Stars am Pophimmel auszumalen, lief ihnen Frau Katze über den Weg.
Auch sie teilte das gleich Schicksal wie Herr Esel und Herr Hund.
An statt nun ihre speziellen Aufgaben zu erfüllen, saß sie lieber im Cafe und wärmte sich in der Sonne.
Komm mit uns nach Bremen zur Castingshow, sagten die beiden Herren. Jede Band braucht eine gute Sängerin.
Frau Katze war einverstanden und so zogen sie zu dritt weiter.




Sie waren noch gar nicht weit zu dritt gekommen, hörten sie jemand entsetzlich schreien. Als sie näher kamen sahen sie Herrn Hahn, den man arg ans Leder wollte.
Die drei fragten ihn was Sache ist und sagten danach zu Herrn Hahn: "Bevor Deine Mitmenschen Dir das Leben neben, komm mit uns nach Bremen zur Castingshow. Wir können dort als Band auftraten. Es wäre doch gelacht, wenn wir nicht gewinnen".
Und so kam es, dass sie zu viert weiter zogen.
Doch der Weg nach Bremen ist weit.
Zur Abendzeit kamen sie an einen Wald. Da sowieso keiner von ihnen Kohle für ein Hotel hatte, es noch schön warm war, wollten sie sich im Wald ein Schlafplätzchen suchen.
Jeder suchte sich einen geeigneten Platz nach seinen Gewohnheiten.
Also ging Herr Hahn auf den Baum und schaute sich erst einmal in alle vier Himmelsrichtungen um.
Er entdeckte ein Licht und die vier dachten bei sich und sprachen: "Gehen wir noch bis zum Haus. Mit einem Dach über den Kopf lest es sich trefflich besser schlafen". So zogen sie entschlossen los, bis sie ans Haus kamen. Sie schauten durchs Fenster. Hier war eine Party voll im Gange. Es war aber kein auswärtiger Club sondern das Hauptquartier einer Diebesbande.
Die vier überlegten: "Was tun. Die Polizei rufen bringt nichts. Die sperren dann das Haus ab für die Spurensicherung und wir müssen doch draußen schlafen".
Sie beschlossen soviel Lärm zu machen und so zu tun, ob ein Sonderkommando der Polizei das Haus stürmen würde.






Die Bande lief Hals über Kopf davon.
Die vier Möchtegernstars ließen sich Essen und Getränke schmecken.
Jeder suchte sich jetzt ein bequemes Plätzchen.
Die Diebesbande hatte lange das Haus beobachtet und kam zu dem Schluss, es brennt kein Licht mehr, also ist keine Polizei mehr im Haus.
Der mutigste Dieb schlich sich zum Haus. Da sie bei Ihrer Flucht keine Taschenlampe eingesteckt hatten, musste der Dieb aus der Küche eine Kerze holen und anzünden.
Die feurigen Augen von Frau Katze hielt er für Glut und wollte sein Zündholz daran entzünden. Sie verpasste ihm einen solchen Backenstreich mit Ihren langen Nägeln, das er vor Schreck von Danen stürzte.
Er wollte durch die Hintertüre fliehen. Da hatte es sich Herr Hund bequem gemacht. In seiner gestörten Nachtruhe bis er dem Fliehenden ins Bein.
Herr Esel, ebenfalls auf dem Hof zur Nachruhe gebettet wurde durch den Lärm Wach und verpasste den fliehenden Dieb einen Tritt.
Herr Hahn wurde auch die Nachtruhe vergält. Er schrie so laut er konnte sein kikiriki!!
Außer Atem, zerkratzt und zerbeult, beim Chef angekommen schilderte er wortreich sein erlebtes mit den zurück gelassenen Angehörigen des Polizeisonderkommandos.
Der anwesende Staatsanwalt schrie ständig: "Bringt mir den Kerl her".
Ich machte das ich fort kam.
Die Diebesbande verließ dieses Revier und die vier "Stars" lebten dort weiter, weil es Ihnen so gefiel und sie dachten gar nicht mehr daran nach Bremen zu ziehen und sie machten von fortan Hausmusik.


Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu dieser Geschichte

blubb schrieb am 30.07.2010 um 10:26 Uhr folgenden Kommentar:
hi ich finde deine Geschichte super und würde die mal gerne ausleihen weil ich Geschichten für ein Buch sammele Ich wollte mal fragen ob das ok ist :) Du kannst mir auf meiner Seite antworten sternchen78.npage.de


mittendrin schrieb am 12.02.2010 um 19:36 Uhr folgenden Kommentar:
unter lustig - gute wahl, ich hab echt gelacht, bremer stadtmusikannten 2010, super, hast nen paar druckfehler drin, ohne die, ist es noch schöner

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