Die Befreiung des Elfenvolkes (es ist ein Kapitel aus der Mitte meines Buches, mit Absicht nicht der Anfang)

von Stephanie aus der Kategorie Fantasy

Die Befreiung des Elfenvolkes

Das Schlosstor war angelehnt und so lies es sich schnell öffnen. Erschöpft lies Kathy sich dagegen fallen.
Schwer atmend lag sie bauchwärts auf dem Boden und rang nach Luft.
Plötzlich riss es ihr den Tarnumhang herunter. Es waren zwei Schattenläufer, die sich auf sie stürzten. Wahrscheinlich hatten Kathy atmen hören oder ihre Füße gesehen, die hervor lugten.
Schnell sprang sie auf, um sich zu wehren, doch zu zweit waren die Schattenläufer viel stärker und es schien, als hätte Kathy keine Chance. Schmerzen drangen durch ihren Körper und ihr wurde heiß und dann wieder eiskalt.
Die Schreie der Schattenläufer ließen sie auf den Boden stürzen. Kathys Haut war total zerkratzt und Blut lief ihr aus der Nase.
Gerade wollte sie sich zum Aufgeben hinreisen lassen, da kam von irgend woher ein greller Lichtstrahl und die Schattenläufer verschwanden. Kathy hielt sich die Hand vor die Augen, da das licht so grell war und plötzlich sank sie zu Boden.
„Oh nein, jetzt ist sie ohnmächtig! Kathy, hörst du mich? Wasser, ich brauche Wasser, damit werde ich sie sicher wieder wach kriegen.“
Schnell wurde ein Krug mit Wasser herbei geholt, um Kathys Wunden zu säubern. Immer wieder ließ das Mädchen, welches aufgetaucht war, Wasser über Kathys Gesicht tropfen, um sie damit wach zu machen. Über dem Schloss kreisten die Schattenläufer, um das Geschehen im Auge zu behalten.
Das Mädchen bemerkte dies und zog Kathy in das Schloss hinein. So konnte ihnen nichts geschehen, denn die Schattenläufer kamen nicht durch die Schlossmauern.
Das Mädchen legte Kathy auf weiche Kissen und deckte sie sanft zu. Immer wieder tupfte sie Kathys schweißgebadetes Gesicht ab. Sie zog einen kleinen Beutel aus ihrer Tasche, indem sie ein paar gesammelte Kräuter aufbewahrte. Diese brauchte sie, um einen Tee für Kathy zu brauen.
Stille trat in den Raum. Kathy lag auf den Kissen und gab kein Lebenszeichen von sich. Das Mädchen stand am Fenster und behielt die Schattenläufer im Auge. Nur das Blubbern des Teewassers war zu hören.
Nach einer Weile, als das Wasser stark brodelte, nahm Adriana, das Mädchen, welches Kathy versorgte, einen Krug, um heißes Wasser aus dem Kessel zu schöpfen. Sie stellte ihn auf den Tisch und legte die gesammelten Kräuter rings herum. Doch diese verteilte sie nicht irgendwie, sondern in einer bestimmten Reihenfolge. Auch der Krug bekam einen genauen Platz.
Hätte sie die Zutaten in einer anderen Reihenfolge hin gelegt, würde der Tee seine Wirkung verlieren und es könnten schlimme Dinge geschehen, da es nicht irgendein Tee war.
Sie verschloss alle Fenster, damit keine ungebetenen Gäste herein kommen konnten. Alle Vorhänge waren im Nu zugezogen, damit auch niemand hinein sehen konnte. Schnell zündete Adriana die Fackeln an den Wänden an. Und dann begann die Zeremonie.
Mit einem Zauberstab berührte Adriana nach und nach die einzelnen Kräuter. Vorsichtig ließ sie diese in der Luft über dem Krug schweben und schließlich ganz s´vorsichtig hinein sinken.
Es zischte im Krug und Dampf stieg auf.
Nun müsste der Trank fertig sein, doch.... irgendetwas schien zu fehlen. Adriana lief besorgt im Raum auf und ab. Was nur hatte sie vergessen? So oft hatte sie diesen Zaubertee schon hergestellt.
Und dann fiel es ihr ein. Schnell lief sie zu Kathy, beugte sich über sie und sprach:
„Es tut mir Leid, aber das muss jetzt sein, sonst kann ich dir nicht helfen.“
Sie schnitt Kathy eine Haarsträhne ab und stach ihr mit einer Nadel in den Finger, um ein paar Tropfen Blut von ihr zu bekommen. Mit einem Becher fing sie sieben Tropfen Blut auf und gab sie zusammen mit der Haarsträhne in den Zaubertrank.
Es zischte noch einmal laut und der Trank erhielt seine blaue Farbe, welche ein Zeichen dafür war, das der Trank fertig war. Jetzt musste nur noch...
Ein Husten war zu hören. Adriana drehte sich langsam zu Kathy um und sah, das sie langsam die Augen aufschlug. Schnell nahm sie einen Becher und füllte etwas von dem Trank hinein.
„Kathy, hörst du mich?“
„Wer bist du?“
„Ich bin Adriana. Du wurdest von zwei Schattenläufern angegriffen und ich habe dich gerettet.“
„Schattenläufer? Gerettet?“
Kathys Augen fielen langsam zu. Adriana schüttelte sie, damit sie wach blieb. Vorsichtig setzte sie Kathy auf, damit sie ihr etwas zu trinken geben konnte. Endlich bekam sie ihre Gesichtsfarbe wieder und konnte klarer denken. Entsetzt sah sie sich um.
„Wo bin ich hier überhaupt? Ich muss doch meine Freunde finden. Sag, hast du sie gesehen? Kannst du mich zu ihnen führen?“
„Du bist in Grandelords Schloss, aber er ist nicht mehr hier.“
„Bin ich etwa durch die Wand gekommen?“
„Ja bist du, deshalb warst du auch so anfällig für die Schattenläufer.“
„Durch die Wand? Wieso das denn?“
„Naja, wer da durch geht, der wird geschwächt, weil ihm die Gedanken und Kräfte entzogen werden.“
„Das habe ich gemerkt, aber trotzdem habe ich es geschafft, wieso?“
„Nun, du hattest Glück, du hast vorher deine Rüstung gerufen.“
„Wo sind die anderen?“
„Sie sind in den Händen Grandelords, aber er ist nicht mehr hier im Schloss.“
„Wo sind sie denn?“
„Ich weiß es nicht, noch nicht. Das einzige was ich weiß ist, das die Wand dich verraten hat. Du hast doch sicher an deine Freunde gedacht oder? Auf der einen Seite war das auch gut, aber auf der anderen jedoch war es auch ein Nachteil, denn so konnte Grandelord an für ihn wichtige Informationen kommen“
„Hätte ich noch eine andere Möglichkeit gehabt hier her zu gelangen?“
„Nein, und genau das war Grandelords Absicht, denn wie schon gesagt, durch diese Wand gelangt er an wichtige Informationen, da sie die Gedanken anderer aufnimmt und an ihn weiter leitet. Erst wenn er getötet wird, ist auch diese Wand zerstört.“
„Na toll und nun? Ich habe versagt Adriana, wegen mir sind die anderen nun hoffnungslos verloren!“
„Nein Kathy, noch gibt es eine Möglichkeit heraus zu finden, wo deine Freunde sind.“
„Aber welche?“
Ruhe kehrte ein. Adriana überlegte einen Moment lang und Kathy sah sie erwartungsvoll an.
„Nun sag schon Adriana!“
„Es ist kompliziert... aber wir könnten es schaffen.“
„Jetzt sprich doch nicht ständig in Rätseln, welche Möglichkeit haben wir?“
„Hast du deinen Tarnumhang dabei?“
Kathy hielt ihn hoch. „Ja habe ich.“
„Gut, das ist sehr gut.“
„Wozu soll er uns denn helfen Adriana?“
„Ganz einfach, du borgst ihn mir und ich gehe mit ihm in die Wand hinein. So ist es mir möglich alles zu hören, was Grandelord sagt oder denkt und er, er kann mich nicht sehen. So könnte ich heraus bekommen, wo er deine Freunde gefangen hält.“ „Und du denkst, das könnte gelingen? Wieso kann ich denn nicht gehen?“
„Du bist noch geschwächt, deshalb halte ich es für das Beste, wenn ich gehe.“
„ich weiß nicht so Recht, aber wenn dies unsere womöglich einzige Möglichkeit ist... dann lass es uns versuchen. Hier hast du ihn, aber pass gut auf ihn auf!“
„Ja, das werde ich, ich beeile mich!“
Adriana warf sich den Tarnumhang über und ging. Die nächsten Minuten kamen Kathy wie eine Ewigkeit vor. Ständig lief sie im Zimmer auf und ab. Sie wusste gar nicht, woran sie zu erst denken sollte, ihre Freunde waren irgendwo in den Händen Grandelords, das Elfenvolk musst befreit werden und König Leonard musste sie auch noch warnen. Ungeduldig lief sie nun durch das schaurige Schloss, in der Hoffnung, auf irgendeinen Hinweis zu stoßen.
Plötzlich stieß sie mit ihrem Fuß an eine große Kiste, welche sich sogleich öffnete. Ein grelles Licht verblendete ihr zunächst die Sicht...doch dann...
„Kathy, bist du es?“
„Wer ist da?“
„Ich bin es, Rania.“
„Wo bist du?“ Verwundert sah Kathy sich um, doch nirgends konnte sie Rania erblicken.
„Hier bin ich, schau in die Kiste hinein.“ In der Kiste lag ein silberner Ring mit einem hellblauen Diamanten daran. Kathy traute ihren Augen nicht, als sie plötzlich Ranias Gesicht darauf entdeckte.
„Wieso bist du... was geht denn hier vor sich?“
„Ich habe jetzt keine Zeit für Erklärungen, du musst schnellstmöglich nach oben in den Turm gelangen, dort wirst du die Waffen der anderen finden. Adriana wird in wenigen Minuten zurück sein und dir sagen können, wo sich die anderen befinden. Dann müsst ihr schnellstmöglich zu ihnen! Nimm den Ring mit, aber niemals darfst du dir diesen an den Finger stecken. Er bringt Unheil, solange Grandelord noch am Leben ist!“
„Ist gut, aber woher weißt du das alles?“
„Später Kathy, im Moment bleibt nicht viel Zeit und du befindest dich noch in dem Schloss von Grandelord, es wäre nicht klug, dir jetzt alles zu erzählen. Gibt es noch irgend etwas wobei ich dir behilflich sein kann?“
„Ähm... ja, in der Tat, du könntest Leonard sagen, das er in Gefahr ist, Grandelord ist auf dem Weg zu ihm.“
„Ich werde mein Bestes geben, aber nun beeile dich, und denk immer an meine Worte!“
Das Leuchten des Ringes verschwand. Kathy steckte ihn in ihre Tasche und ging dann nach oben, um die Waffen der anderen zu holen.
„Wie soll ich die denn alleine hier weg bekommen?“
Plötzlich leuchtete der Ring auf und warf einen Strahl auf die Waffen. Als Kathy sah, was geschehen war, dachte sie nur:
„Oh super, ein Problem weniger.“
Sie nahm den Koffer, in welchen die verkleinerten Waffen geflogen waren und lief schnellstmöglich zurück.
Gerade als Kathy die Tür öffnete, kam Adriana wieder.
„Und?“
„Ich erzähle es dir gleich, lass mich nur kurz zu Kräften kommen.“ Kathy setzte sich und wartete gespannt auf Adrianas Worte.
„Ich habe gute Neuigkeiten“, sagte sie, „im Moment ist Grandelord damit beschäftigt, gegen eine Hexe zu kämpfen. Sie muss von ihm selbst besiegt werden, nur so gelingt es ihm, an irgend etwas heran zu kommen, was er benötigt.“
„Wovon sprichst du?“
„Ich konnte nicht hören, worum es sich handelt, aber ich weiß, wo deine Freunde sind.“
„Wo sind sie?“
„Es geht ihnen gut, aber...“
„Was aber?“
„Sie denken, dir ist etwas zugestoßen.“
„Das kenne ich schon, das haben sie schon einmal gedacht.“
„Verstehe.“
„Ich habe auch noch eine gute Nachricht, schau mal, was ich hier habe.“ Kathy öffnete den Koffer und zeigte Adriana die Waffen.
„Das ist ja super, dann können wir ja jetzt gleich zu ihnen!“
„Aber wohin geht es denn und wie willst du von hier fort kommen?“
„Vertrau mir einfach Kathy!“
Adriana stellte auf einen Krug auf einen Tisch in der Mitte des Raumes. Vorsichtig zog sie ein kleines Säckchen unter ihrem Mantel hervor, in welchem ein eigenartig riechendes Pulver enthalten war. Sie öffnete das Säckchen und gab das Pulver in den mit Wasser gefüllten Krug hinein.
„Was machst du da?“
„Das wirst du gleich sehen, nur einen Moment noch.“ Verwundert beobachtete Kathy das Geschehen. „So, jetzt kann es los gehen, Kathy komm her, du musst dich hier drüber beugen.“
Doch irgendwie konnte Kathy dem Ganzen nicht so recht trauen. Zurückhaltend ging sie auf den Tisch zu.
„Nun komm schon Kathy, es wird nichts geschehen. Ich denke, dass dies der schnellste und sicherste Weg sein wird, um zu deinen Freunden zu gelangen.“ Vorsichtig beugte Kathy sich über den Krug und plötzlich...
Alles drehte sich rings um sie herum, immer schneller und dann wieder langsamer. Als Kathy die Augen wieder aufschlug, stand sie auf einem Alten, verlassenen und düsteren Friedhof. „Wo sind wir?“
„Auf einem Friedhof, jedenfalls sieht es so aus, als wäre dies einer. Schau dir die Grabsteine mal genauer an.“ Kathy sah was Adriana meinte. Figuren, die wie Tiere oder Menschen aussahen standen um sie herum, als wären diese Lebewesen versteinert.
„Sind die alle versteinert Adriana?“
„Ja ich glaube schon, es sieht zumindest danach aus.“
„Dann sind bestimmt auch die anderen hier. Aber wie kann ich sie finden und befreien?“
„Das musst du allein heraus finden, ab hier musst du den weiteren Weg selbst bestreiten, ich kann dir nicht mehr helfen.“
„Aber...“
Ein Knall war zu hören und schon war Adriana verschwunden.
„Das finde ich ja gar nicht gut, woher soll ich denn nur wissen, wo die anderen sind? Und wie ich sie befreien kann? Wo sind sie denn überhaupt? Sie können überall sein...“
Kathy lief los und schaute sich den versteinerten Friedhof genauer an. Doch nirgends konnte sie ihre Freunde sehen. Es waren komische Gestalten an denen Kathy vorbei lief. Mal waren es Menschen, dann wieder Tiere und dann wiederum seltsame Gestalten, die Kathy nirgends zu ordnen konnte. Und plötzlich...aber das war doch...das ist doch...diese Figur sieht doch aus wie... „Patricia!“
Endlich hatte Kathy einen ihrer Freunde gefunden. An den langen Haaren hatte sie ihre Freundin Patricia erkannt. „Ach Patricia, wenn ich doch nur wüsste, wie ich dich befreien kann...“
„Dann wären wir zu zweit und könnten die anderen schneller finden.“
Kathy, die ihren traurigen Blick nach unten gerichtet hatte, riss nun ihren Kopf ruckartig wieder hoch. Das war doch eben Patricia, die da gesprochen hatte, aber...
„Wie ist das möglich, du bist doch versteinert!“
„Aber doch nicht meine Stimme!“
„Oh Patricia, ich bin so froh, dass ich dich gefunden habe! Mensch, dass ist doch die Idee, ich werde die anderen einfach rufen, wenn sie mir antworten, weiß ich wenigstens wo sie sind....Denis, Patrick...“
„Kathy, daraus wird nichts.“
„Was? Aber wieso denn nicht?“
„Weil du sie erst hören kannst, wenn du direkt vor ihnen stehst.“
„So ein Mist! Es wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn ich sie nur hätte rufen müssen.“
„Ja, so ist es.“ Schweigend überlegten die Beiden, wie es jetzt weiter gehen sollte.
„Kathy, was leuchtet da in deiner Tasche?“
„Was? Ach so, das ist ein Anhänger, mit dem ich Verbindung zu Rania aufnehmen konnte. Sie sagte, ich solle ihn bei mir behalten, er könne mir helfen, aber ich weiß nicht wobei er mir helfen könnte.“
Kathy zog den Anhänger aus der Tasche und es gab auf einmal einen riesigen Knall. Die Statue, welche zuvor noch Patricia gewesen war, war nun nur noch ein einziger Steinhaufen. „Patricia! Oh nein, was geht hier nur vor sich? Wo bist du?“
„Hinter dir.“
„Patricia! Oh Gott sei Dank, dir geht es gut, aber wie... ich meine... wie bist du frei gekommen? Ich habe doch nichts gemacht.“
„Keine Ahnung, ich konnte mich plötzlich wieder bewegen.“
„Seltsam...“
„Komm, lass uns zusammen bleiben und nach den anderen suchen.“ „Ok, auf geht’s!“
Nun waren sie schon zu zweit. Jetzt hieß es so schnell wie nur möglich die anderen zu finden, um dann Grandelord zu besiegen. Beide machten sich auf den Weg. In Gedanken versunken liefen die Mädchen nebeneinander her. Keine der beiden wusste, wohin sie ihr Weg führen würde. Keine der Statuen auf dem Friedhof sah ihren Freunden ähnlich. Nebel kam plötzlich auf und sie verloren sich aus den Augen. Sie irrten durch die Gegend, jeder in eine andere Richtung.
„Oh nein, auch das noch, das hat uns gerade noch gefehlt! Kathy, wo bist du? Kannst du mich hören?“
„Wo bist du Patricia?“
„Ich bin hier Kathy, bleib am Besten da, wo du gerade bist und lass uns warten, bis sich der Nebel gelöst hat.“
„Es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben.“
Beide blieben nun stehen und warteten die Zeit ab. Unsicher schaute Patricia sich um. Noch nie zu vor war sie auf solch einem seltsamen Friedhof gewesen... und schon gar nicht bei Nacht! Wie auch Kathy vorhin schon bemerkte nun auch Patricia die seltsamen Grabsteine. So richtig erkennen konnte sie jedoch noch nichts, da der Nebel zu stark war. Kathy hatte plötzlich eine Idee, mit ihrem Zauberstab konnte sie doch Licht herbei zaubern! Warum ist sie denn nicht gleich darauf gekommen?
„Patricia, siehst du das Licht? Folge ihm und dann wirst du bei mir sein.“
Doch Patricia konnte dem Licht folgen, denn...“Ich habe Annalena und Denis gefunden, ich kann hier nicht weg!“
„Das ist super, wenn ich jetzt nur wüsste, wie ich sie befreien kann...“ Wie aus heiterem Himmel schoss auf einmal die Kette mit dem Ring aus Kathys Tasche heraus, direkt zu Patricia. Es gab einen Knall und nun waren auch die beiden endlich wieder frei.
„Was ist passiert? Wo sind wir?“
„Denis, endlich!“
„Patricia, sind sie frei? Wo seit ihr?“
„Wir sind hier Kathy.“
Was war denn das? Am Boden begann auf einmal etwas auf zu leuchten. Es war der Ring, der eben aus Kathys Tasche heraus geschossen ist.
„Was ist denn das für ein Ring? Ob der mir passt?“
Kathy, die den anderen immer näher kam, hörte dies und rief sogleich: „Denis nicht! Setze ihn niemals auf, das bringt Unglück!“
„Ok, woher hast du denn diesen Unglücksring?“
„Das erkläre ich euch, wenn ich bei euch bin. Verdeckt doch nicht das Leuchten des Ringes, so komme ich ja nie bei euch an!“ Und auf einmal..... „Oh, da seid ihr ja schon, ist bei euch alles in Ordnung?“
„ja, aber was ist überhaupt geschehen? Ich kann mich an nichts mehr erinnern“, fragte Annalena.
„Grandelord hat euch gefangen genommen und damit ihr euch nicht befreien könnt, oder andere auch finden, hat er euch hier auf diesem Friedhof in Statuen aus Stein verwandelt. Jedoch hat er dabei nicht mit mir gerechnet, wie ihr seht!“
„Wo sind Thomas und Patrick?“
„Die haben Patricia und ich noch nicht gefunden.“ „Na dann lasst uns mal los gehen um sie zu suchen“, schlug Annalena vor.
Was keiner wusste, Patrick war nicht hier auf diesem seltsamen Friedhof, Grandelord hatte ihn bei sich, um an den Feuerdrachen heran zu kommen. Es dauerte aber nicht lange und schon hatten sie Thomas gefunden, der als Statue einen sehr ängstlichen Gesichtsausdruck hatte.
„Wie der guckt, als stände ihm der Schrecken direkt ins Gesicht geschrieben“, rief Denis.
Kathy, die in zwischen begriffen hatte, das sie mit Hilfe des Ringes ihre Freunde befreit hatte, nahm den Ring aus der Tasche und hielt ihn Thomas entgegen. Er begann sogleich zu leuchten und rings um Thomas bröckelten kleine Steinklumpen ab und endlich war auch er wieder frei.
„Boah endlich kann ich mich wieder strecken, das strengt ja voll an, wenn man sich nicht bewegen kann!“
Der Ring, welcher an der Kette hin und her baumelte, leuchtete wieder auf und Rania sprach zu den Kriegern: „Du hast sie alle gefunden Kathy, jetzt müsst ihr nur noch Grandelord finden und ihn besiegen.“
„Ähm nein Rania, wir haben Patrick noch nicht gefunden.“
„Den werdet ihr hier auch nicht finden, Grandelord hat ihn in seiner Gewalt, um an die Macht des Feuerdrachen zu kommen.“
„Was ihm aber ohne das Schwert nicht gelingen wird und das hat Patrick nicht bei sich!“
„Wo sind denn eigentlich unsere Waffen?“
„Hier drinnen Thomas.“
„Wie hast du die denn alle in den kleinen Koffer bekommen?“, fragte Patricia.
„Mach ihn auf, dann siehst du es.“
Patricia öffnete den Koffer und sah darin die verkleinerten Waffen.
„Hmm, gute Idee Kathy!“ Jeder der Krieger nahm seine Waffe in die Hand und sogleich erhielten sie ihre ursprüngliche Größe und die Krieger ihre vollständigen Kräfte zurück.
„Nun beeilt euch, helft eurem freund, befreit das Elfenvolk....“ plötzlich war Rania verschwunden. Die Krieger konnten nur noch ihre immer leiser werdende Stimme rufen hören.... „Leonard ist gewarnt!“
Die fünf überlegten nun, wie sie auf dem schnellsten Wege zu Leonards Burg kommen könnten, da Grandelord sicherlich dort sein wird.
„Das Oval, warum reisen wir nicht mit dem?“
„Gute Idee Thomas, aber es ist noch geschwächt, dadurch, das wir solange in Gefangenschaft waren. Es wird uns nicht alle von hier fort bekommen.
„Dann teilen wir uns eben“, sagte Annalena.
„Und wie soll die andere Hälfte von hier fort kommen?“
„Naja, wir haben das Schwert des Drachen und ich denke das er uns nun schon lange genug kennt und uns sicher auch gehorchen wird. Ich werde ihn rufen, wir werden ja sehen, was geschieht.“ Sie hob das Schwert hoch in die Luft und rief: „Drache des Feuers!“
Einen Moment lang warteten sie ab, doch nichts geschah.
„Schade, er ist wohl doch noch nicht so weit.“ Und dann..... ein donnern war zu hören und ein riesiger Feuerball schoss durch die Luft...
„Hey, schaut mal da hinten, er gehorcht uns also doch! Ich wusste es!“Annalena lächelte zufrieden. „Gut, wer kommt mit mir?“, fragte sie.
„wir kommen mit dir“, antwortete Kathy, die Thomas mit sich zog.
„Ok, dann werde ich mit meiner Frau per Oval verreisen“, rief Denis grinsend.
Beide Gruppen machten sich nun also auf den Weg zu Grandelord, der inzwischen kurz vor Leonards Burg und sich seines Sieges schon sicher war. Annalena erblickte Grandelord von Weitem und rief dem Drachen zu, er solle sofort zu m Angriff über gehen. Schnell riefen die drei ihre Rüstungen und sobald sie nahe genug am Boden waren, sprangen sie vom Rücken des Drachen ab. Sofort wurden sie von den Kriegern Grandelords angegriffen.
„Ah der Feuerdrache, mein neuer treuer Diener! Endlich gehorcht er mir!“
Doch der Feuerdrache gehorchte ihm nicht, denn seine wahren Gebieter waren nun mal die mystischen Krieger und so tat er, was sie ihm befahlen. Er schoss direkt auf Grandelord zu und riss ihn mit einer gewaltigen Flamme von den Füßen.
„Du wagst es meinen Befehl gegen deinen Gebieter auszuführen? Na warte du Bestie, dafür wirst du bezahlen!“
„Wage es ja nicht ihn anzurühren“, schrie Patrick, der in der Gewalt von vier Schattenläufern war, „Du glaubst doch nicht wirklich das er gekommen ist, weil er dir gehorcht! Nur ein mystischer Krieger kann Aurelius den Drachen des Feuers rufen und ihm Befehle erteilen und du, du bist keiner von uns!“
Plötzlich tauchten auch Rania, Kira, Kai und Königin Lilian mit samt dem Feenvolk auf.
„Na, braucht ihr noch Unterstützung?“, schrie Kai, der sich sogleich in den goldenen Drachen verwandelte.
Die Feen flogen in Scharren um die Köpfe der Schattenläufer, um sie zu verwirren. Annalena rannte mit Patricks Waffe in der Hand zu ihm, um ihn zu befreien. Rania und Kira versuchten währenddessen mit ihren Kräften einige schwarze Krieger zu vertreiben. Es krachte und blitzte nur so um sie herum. Zaubersprüche flogen durch die Luft und Schattenläufer fielen zu Boden. Königin Lilian eilte mittlerweile zu Leonard in das Schloss, um ihm zu sagen, dass dies alles hier bald ein Ende haben würde. Draußen ging der Kampf weiter.
„Gebt doch einfach auf, ihr habt nie im Leben eine Chance gegen Grandelord den Mächtigen!“
„Das glaubst aber auch nur du“, schrie Annalena, die eben einen riesigen schwarzen Krieger Grandelords besiegt hatte. Der Feuerdrache und Kai, der goldene Drache, speiten kräftig Feuer und erledigten dabei einige Schattenläufer. Es waren nun nur noch wenige schwarze Krieger und Schattenläufer da, aber auch diese sollten bald erledigt sein.
„Patricia, pass auf“, schrie Kathy. Patricia sprang zur Seite und plötzlich schoss ein riesiger Feuerstrahl auf Grandelord zu, welcher ihn direkt ins Herz traf. Stille......und dann ein Donnern.....und wieder Stillschweigen.....und plötzlich...
„Nein, das kann nicht sein....ihr habt es gewagt....“
Grandelord war außer sich vor Zorn, denn er hatte soeben seine Zauberkräfte verloren.
„Gib auf Grandelord, Larissa und ihr Volk sind nun wieder frei und du hast deine Mächte verloren!“
„Pah, das denkst aber auch nur du Lilian, deine dumme, törichte Schwester wird meiner Macht niemals entkommen!“
Gerade wollte Grandelord angreifen, als plötzlich....Rums....ein lauter Knall und Grandelord stürzte erledigt zu Boden.
Ein Donnern rollte über den Himmel. Es wurde alles grau und dunkel, die Schattenläufer zerfetzten sich wie von selbst in der Luft und es krachte und blitzte rings herum. Eine riesige Rauchwolke kam auf und die Feen verzogen sich hinter Bäume und Sträucher. Rania, Kira, Kai und die Krieger stürzten bewusstlos zu Boden...Stille...es donnerte und dann trat diese unerträgliche Stille wieder ein.

















Kommentare

Es gibt 3 Kommentare zu dieser Geschichte

Stephanie Weichhold schrieb am 24.10.2011 um 20:19 Uhr folgenden Kommentar:
Ähm, bitte nicht nur lesen, hier ist kommentieren erlaubt und erwünscht!!


Stephanie schrieb am 20.10.2011 um 16:36 Uhr folgenden Kommentar:
Hy. Schön, dass dir der Anfang dieser Geschichte gefällt. Ich wollt eigentlich nur den Anfang veröffentlichen, aber wenns so gut ankommt, dann werd ich den rest auch noch dazu schreiben ;)


LunaBièlle schrieb am 20.10.2011 um 10:27 Uhr folgenden Kommentar:
Hallo! Also ich will unbedingt weiter lesen!! Der Anfang hört sich ja schon mal ziemlich spannend an!! :D Bitte mehr!! *Luna

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