Das Leben

von selma aus der Kategorie Geschichten über Menschen

Alles funkelt, alles ist hell. Die Augen stecken voller Hoffnung und haben hohe Erwartungen an die Zukunft. Die Zukunft nicht unbedingt, aber an das was kommen wird. Das nächste Ziel ist lesen und schreiben zu lernen. Dieses Ziel ist noch nicht in Sicht, aber für die vielen Menschen um dich herum, sind diese Dinge dein zukünftiges Ziel. Die Menschen die du alle nicht war nimmst außer deine Freunde, die mit dir im Sandkasten spielen. Du denkst zumindest es sind Freunde. Du nimmst auch eigentlich nur deine Eltern und deine Kindergärtnerin als erwachsene Personen war, der Rest ist unwichtig. Du denkst noch nicht darüber nach, dass das Leben eventuelle Schwierigkeiten mit sich bringt. Du überlegst auch nicht woher die Kinder kommen mit denen du dich grad den Hang neben der Rutsche im Garten runter rollen lässt. Dir ist es egal, wie viel Geld dessen Eltern verdienen oder ob sie überhaupt arbeiten gehen, aber deine Eltern interessiert es. Deine Eltern lassen dich auch nur mit den Kindern spielen, mit deren Eltern sie sich verstehen, ob du mit ihnen klar kommst, ist in diesem Moment egal. Kinder verstehen sich mit allen Geschöpfen dieser Welt, ein kleines Lächeln reicht aus, um die Augen zum funkeln zubringen. Nur wenn dein Vormund nicht dabei ist, dann spielst du ausgelassen mit den Kindern, die du nett findest, mit dem Kind was grad in deiner Nähe ist. Du bist mehr damit beschäftigt, was du als nächstes tust anstatt zu begreifen, dass diese Zeit mit die schönste im ganzen Leben ist. Ein Mensch begreift leider immer erst hinterher was schön war und was man auch nicht erleben muss. Das nennt man leben. Doch sobald wir auf ein anderes Leben aufpassen oder wir ein neues eigenes Leben in den Händen halten, vergessen wir. Man macht plötzlich die ganzen Erfahrungen noch einmal mit. Doch wir denken nicht nach das wir auch mal Kind waren. Man begreift nur das man in der Kindheit gefährlich gelebt hat ohne es war zu nehmen. Nun kannst du Papa den Artikel auf der Titelseite der Sonntagszeitung vorlesen, kannst die Namen von Onkel und Tante schreiben, sogar kurze Sätze. Zusätzlich hast du gelernt wie das kleine 1x1 funktioniert und was das genau ist. Deine Eltern sind stolz und du natürlich auch, es wäre auch schade wenn nicht. Deine ersten Milchzähne fallen raus und wieder sind diese ganzen vielen Menschen in deiner Familie stolz auf dich. Die du alle erst seit kurzer Zeit richtig war nimmst.In der vierten Klasse hast du auch mitbekommen, wie gemein andere Menschen sein können. Wenn du als letztes in die Fußballmannschaft gewählt wirst. Wenn du nicht so klein und zierlich bist wie die anderen aus deiner Klasse, wenn du einfach anders bist. Nach der Grundschule ändert sich plötzlich dein ganzes Leben. Bis hier hin sind alle noch fast den gleichen Weg gegangen. Natürlich gibt es Ausnahmen aber eigentlich gehen bis dahin alle diesen Weg. Nicht viel darüber nachdenken einfach machen und jeden Tag genießen. Jetzt bist du in einem Alter, wo alle Kinder oder jungen Erwachsen einen eigenen Weg beginnen , mit eigenen Denkweisen, mit dem eigenen Geschmack für das andere Geschlecht oder die Kleidung. Mit den eigenen Problemen, in der Familie in der Umgebung oder in der Schule. Seine eigenen Schwächen zu erkennen oder anfangen seine Meinung zu einem Thema sagen. Ab da wird das Leben, lebenswert. Ich war eine Ausnahme. Mein Leben war nicht bis zur vierten Klasse fantastisch. Ich habe vorher schon gemerkt, dass nicht alles leicht und toll ist. Ich habe gemerkt, dass man im Leben um das kämpfen muss, dass was man haben will. Man muss sich durchsetzen, wenn man das nicht macht, verliert man und der andere gewinnt. Ich heiße James und mein Leben hat ungefähr im achten Lebensjahr richtig angefangen. Meine heile Welt war kaputt. Ich habe es nicht sofort war genommen. An einem herbstlichen Oktober Tag war mein Vater nicht mehr da. Er war nicht tot. Er stand noch kurz im Wohnzimmer neben dem braunen Sofa und sagte uns, meiner Schwester und mir, mit kalter Stimme und herzloser Luft, dass er auszieht, aber zwischen uns sich nichts ändert. Dass sich nichts ändert hatte ich ihm noch geglaubt, doch ich wusste im tiefsten Innern, dass sich alles ändern wird. Neben bei habe ich erfahren das mein geliebter Opa im Krankenhaus liegt, aber besuchen können wir ihn nicht, da er schläft. Das mit meinem Opa habe ich auch mit acht Jahren verstanden, aber das mit meinem Papa? Nun nicht wirklich, da ich so zusagen ein Papakind war, ich hatte ihn sehr liebt. Er durfte mich zwar nicht ins Bett bringen, wenn meine Mutter auf einem Elternabend war aber ansonsten war er toll. Er war ein Vorbild. Ich habe ihn natürlich regelmäßig besucht. Doch irgendwann merkte ich, er ist weg. Es ist nicht das gleiche seinen eigenen Vater in einer anderen Wohnung mit einer fremden Frau zu besuchen, anstatt dass er zuhause bei Mama mit auf dem Sofa sitzt. Es war zwar selten, das wir alle zusammen auf dem Sofa saßen, aber wir waren eine Familie. Ich war noch sehr jung und die ganzen Spannungen zwischen meiner Mutter und meinem Vater habe ich erst später richtig war genommen und verstanden. Jedoch war ich in der Lage zu bemerken, dass etwas nicht stimmt. Da ich nun auch noch zu einem Psychologen sollte, dies habe zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich verstanden. Ich bin dann irgendwann nicht mehr hin gegangen, weil Papa gesagt hat ich brauche da nicht hin. Heute verstehe ich nicht, warum ich da nicht hin gehen musste? Es wäre vielleicht einfacher für mich gewesen mit den ganzen Informationen und der Situation umzugehen. Damals war aber mein Vater der tollere. Ich durfte bei ihm alles was ich wollte, wir haben viel unternommen. Heute denke ich mir:
„ Mich muss man nicht kaufen!“ Fehler macht jeder im Leben. Das schwierige daran ist jedoch sie im nach hinein, nicht sich selbst, sondern andern Menschen einzugestehen: „Ich habe mich falsch verhalten, ich hätte mich mehr um euch kümmern müssen.“ Das hat mein Vater bis heute noch nicht gemacht. Heute weiß er nicht mal, was ich gern esse oder welche Musik ich am liebsten höre. Mein Vater nimmt mich auch nicht wirklich ernst in keiner Situation des Lebens.
10 Jahre meines Lebens war er sichtbar aber nicht anwesend. Er war körperlich in meiner Nähe, aber mit dem Herzen nicht bei der Sache. Früher hat mich sowas traurig gemacht, dass er meine Liebe nicht erwidert, dass er kalt ist. Heute interessiert es mich nicht. Ich bin wütend über mich, dass ich meinem Vater 10 Jahre hinterher gelaufen bin und nach seiner Liebe gegriffen habe. Ich habe mich angelogen, er würde mir die Liebe geben, obwohl er es nie getan hat. Ich habe heute ein Verhältnis zu ihm, wie zu einem Bekannten der Familie. Irgendwann war dann die Mama besser als Papa. Natürlich haben wir viele Situationen mit einander durch, wo man sich nicht wirklich leiden konnte, wo sie mir sehr auf die Nerven ging, geht jedem Teenie so! Tief im Innern jedoch, war sie die Beste. Mitleid hatte ich, weil mein Papa sie verlassen hat, die Geschichte meines Vaters über die Scheidung, war gelogen egal was er sagte, solange sie anders war, als das was Mama erzählt. Mittlerweile ist sie sehr anhänglich. Es kommt mir vor als ob ich niemals ausziehen sollte, ich glaube wenn es nach ihr ginge würde ich mit meinem Schnuffeltuch noch bei ihr im Bett schlafen. Dies gibt sie natürlich nicht zu, aber sie hat öfter oder meistens eine Ironie in der Stimme die mir sagt, dass sie nicht allein sein möchte. Meine Mutter hat versucht mir bis vor kurzen eine heile Welt vorzuspielen. Alles was ich gemacht habe, wurde nie wirklich bestraft. Ich konnte schreien wie ich wollte aber sie hat mich in den Arm genommen und beruhigt. Den richtigen gesunden Halt in der Familie ist meine Schwester, obwohl sie nur 3 Jahre älter ist, haben wir trotz Streit unter Geschwistern immer zusammen gehalten. Sie gibt mir halt in schwierigen Zeiten, ein Lächeln wenn etwas Fröhliches passiert, Zeit wenn ich sie für einen Ratschlag brauche und eine warme Umarmung, wenn ich mich einsam fühle. Sollten das nicht die Eltern machen?
Ich denke für diese Dinge ist man nie zu alt. Manchmal braucht man mit 30 Jahren noch einen Ratschlag oder eine Umarmung von der Mama oder dem Papa. Man freut sich doch über so etwas oder tut man das nur, wenn man es so nicht erfahren durfte, zumindest nur Teilweise abwechselt von Mama und Papa? Heute weiß ich, dass keiner von beiden toll und perfekt ist. Ich denke mir Papa hatte seine Gründe und meine Mutter braucht kein Mitleid. Sie hätte ihn schon viel früher rausschmeißen können, dann hätte es gar nicht so viel Stress gegeben. Mitleid ist etwas für Menschen wie mein Vater, die keine Liebe empfinden aber nicht für meine Mutter, sie ist ein starker Mensch, gibt sich jedoch sehr oft als wäre sie schwach! Sie ist intelligent und doch ein wenig kränklich oder anhänglich. Sie will nicht allein sein, sie hat Verlustängste, gibt dem Leben keine zweite Chance, sondern lebt ein Leben was ihr nicht gehört, nämlich dass ihrer Kinder! Anders ausgedrückt sie lebt für das Leben ihrer Kinder. Sie begreift nicht dass diese mittlerweile schon teilweise mitten im Leben stehen. Ihre eigene Denkweise über das Leben haben und es Zeit ist los zu lassen um sie irgendwann wieder mit offenen Armen zu empfangen.
Genau das heißt Leben. Das und nichts anderes! Erst im nach hinein zu begreifen, zu verstehen und aus etwas zu lernen. Glücklich sein.
Ist man nur glücklich, wenn man alles hat im Leben oder ist man auch glücklich wenn man nur einen Teil hat und der andere Teil kommt eventuell noch auf einen zu?
Ich weiß es nicht. Kann man glücklich sein, wenn man nichts im Leben hat, außer Arbeit, einen eigenen Haushalt und Kinder die langsam Flügel bekommen.
Was machen diese Menschen, wenn die Kinder endlich lernen zu fliegen. Diese Menschen haben keine Freunde. Ich denke da an meine Mutter. Muss man sich dann Sorgen um so einen Menschen machen, wenn er allein lebt? Ich denke nicht. Man lebt immer das Leben was man haben möchte. Ich denke, wenn es langweilig wird, dann sucht sie sich schon ein Hobby. Doch was ist wenn sie nach ungefähr sechs Monaten allein Wohnen immer noch kein Hobby gefunden hat?
Glaubt man dann daran das, dieser Mensch allein glücklich ist? Muss man ja! Sollte man eigentlich ein schlechtes Gewissen haben, als Kind die Flügel zu spreizten und davon zufliegen?
Nein!
Man wurde auf die Erde geschickt, um sein Leben so zugestallten wie man es möchte.
Vergleichbar mit dem Freundschaftsbuch aus der Grundschule. Die Seite in dem Buch gestaltet man auch wie man es gern hätte.
Natürlich muss man im Leben manchmal Dinge hinnehmen die man selbst unfair findet, sie so hin nehmen und deine Meinung dazu ist nicht wichtig. Oft musst du im Leben den Mund halten, zum Beispiel, aus Höflichkeit oder Respekt vor den Vorgesetzen am Arbeitsplatz. Aber im Ganzen bist du ganz allein für dein Leben verantwortlich und solltest etwas sagen, wenn du etwas nicht richtig oder sehr schön findest. Du musst nichts hin nehmen wie es ist aber hinterher solltest du dich nicht beschweren, dass etwas so ist wie es ist, da du deine eigene Meinung gar nicht mitgeteilt hat.
Nun zurück zum glücklich sein. Die Frage stellt sich:
Was ist Glück?
Bin ich glücklich, wenn ich jeden Tag nachdenke. Bin ich glücklich, wenn ich mir jeden Tag die Frage stelle, ob ich den richtigen Weg gehe.
Ich bemerke nicht, dass ich vielleicht in kleinen Situationen glücklich bin. Ich bemerke, dass ich viel überlege. Ich lebe mit meiner Familie zusammen. Aber glücklich darüber bin ich nicht. Ich freue mich nicht darüber. Werde ich irgendwann nochmal glücklich?
Ich denke schon, denn genau darum lebe ich. Ein Ziel im Leben haben, das Glück!
Das Glück gibt mir Hoffnung, Hoffnung auf eine tolle Zukunft. Sonst würde ich für nichts leben, doch jeder Mensch lebt für etwas, ich weiß zwar noch nicht, was mich glücklichen machen wird, aber ich weiß es wird kommen.

Das Leben bietet noch so viel mehr, als schreckliche Erfahrungen, oder das einfache Glück. Manchmal übernimmt auch der Geist, des Körpers, dein Leben. Durch Erinnerungen aus der Vergangenheit oder durch schwere Krankheiten. Ich kann nicht sagen, dass ich das Leben verstanden habe, aber ich kann behaupten, dass ich schon ein Bruchteil gesehen habe. Natürlich gibt es so vieles noch da draußen, was unentdeckt ist. Jeder einzelne Mensch entdeckt in seinem Leben Dinge, Sachen, Eigenschaften, die sehr wertvoll sind. Das heißt Leben. Genau das! Ich und auch niemand sonst kann ein Buch oder Zeilen über das Leben schreiben, denn es ist einzigartig. Von jedem einzelnen Menschen auf dieser Welt, die uns von Gott gegeben wurde, ist jeder anders sammelt seine eigenen Erfahrungen und träumt von eigenen Dingen. Diese Geschichte darf nicht „Das Leben“ heißen, sondern nur „Ein Leben“. Leben ist Fantasie und Zauberei, die jeden Morgen neu erwacht!
Ps. Wie das Leben von James..


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