Alte Liebe neu entfacht
von Shinujinsei aus der Kategorie ...
Der Jahrmarkt stand vor der Tür. Der Winter hat, dem Kalender nach, gerade angefangen und Shima rief mich an. Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte mit ihm auf den Markt in Shibuja zu gehen. Ich war leicht überrascht, aber stimmte zu, unter der Bedingung, dass er nicht auf die Idee käme mich wieder mal auf irgendeine Art und Weise anzubaggern. Seine Antwort bestand aus „Was? Ich? Ich doch nicht! Käm ich gar nicht erst auf die Idee!“ und einem verschmilzten Grinsen, dass man durch das Telefon zu sehen schien. Ich ging nicht näher darauf ein, denn so war er nun mal. Ein Idiot, ein Hempel und ein leider auch verdammt geiler noch hinzu. Und außerdem war er mein Ex ...
Wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Ja, jedes andere Mädchen hätte sich stundenlang Gedanken darüber gemacht, was es anziehen soll. Aber ich war nicht so. Ich wusste es schon. Die Kleider aus meinem Schrank und auf die ich Lust hatte. Und kalt durfte mir auch nicht werden, ich durfte ihm ja nicht die Gelegenheit bieten Gentleman spielen zu können. Er rief mich kurz bevor ich duschen ging an. Kurz bevor ich ins Bett gehen wollte. Typisch für ihn! Immer den falschen Zeitpunkt erwischen! Dabei ist er ein Teil der verkörperten Zeit. *hm ... Achseln zuck* Ich ging schlafen.
Der nächste Morgen. Wir waren um vier verabredet. Doch vorweg wollte ich noch mit Maru und Naru shoppen gehen. Als wir dann in unser siebtes Geschäft gehen wollten, meinte Naru zu mir, dass es schon viertel vor vier wäre und ich schon spät dran sei. Ich meinte nur dazu, dass Shima sicher eh wieder zu spät kommen würde. Und mit der festen Überzeugung daran machte ich mich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Doch zu meiner vollsten Verwunderung kam er nicht zu spät. Er kam gar nicht. Nachdem ich eine geschlagene Stunde gewartet hatte, wollte ich schon ,leicht angenervt, wieder gehen; als dann Shima um die Ecke kam. Er kam extrem cool daher. Aber als er dann vor mir stand klatschte ich ihm eine. „Du bist zu spät.“, war meine kühle Antwort auf sein Erscheinen. Er grinste nur und meinte er wollte testen, wie lange er meine Geduld strapazieren könne. Ich knurrte einmal leise und damit war das Thema beendet. Dann meinte er zu mir
„Du siehst sehr süß aus, Mizu.“ , worauf ich nur antwortete er solle nicht so schleimen. Wir machten uns auf den Weg zum Jahrmarkt.
Dort angekommen gingen wir zunächst einmal etwas Kleines essen. Es war nur Sushi, aber es war wirklich lecker! Und ich verstand mich auch wieder blendend mit Shima. So wie verdammt gute Freunde eben. Wir lachten und liefen herum. Klauten kleinen Kindern die Luftballons und ärgerten uns gegenseitig. Ich nahm ihm den letzten Schokokeks weg und wedelte damit vor seinem Gesicht herum. Er stand nur da und grinste ganz breit. Zunächst versuchte er mir den Keks abzunehmen, aber dann machte er keine Anstalten mehr dazu. Ich dachte überhaupt nicht mehr darüber nach, dass er doch eigentlich in mich verliebt ist, aber ich sollte schon bald wieder daran erinnert werden. Ich wedelte noch immer mit dem Keks vor ihm rum, doch im nächsten Augenblick hatte Shima mein Handgelenk gepackt und schaute mir tief in die Augen. Mir wurde mit einem mal schrecklich heiß. Ich spürte, wie die Hitze in mir hoch kroch und meine Wangen langsam rot färbte. Er machte den Mund auf und zwischen seinen Lippen kamen Worte hervor, die ich zunächst nicht richtig verstand. „ Du kannst den Keks haben, wenn ich mir als Entschädigung dafür einen Kuss bei dir holen darf.“ Mein Herz klopfte immer schneller und meine Reaktion rettete mich: ich stopfte ihm den ganzen Keks einfach in seinen Mund und löste mich von ihm. Ich drehte mich um und versuchte so breit zu grinsen als es mir auch nur irgend möglich war. „Komm, Shima! Gehen wir auf das Riesenrad. Da hab ich jetzt total Lust drauf!“ Shima nahm die eine Hälfte aus dem Mund und warf sie in den nächsten Mülleimer. Er schluckte den Keks runter und meinte zu mir: „ Lust? Ich hätte jetzt auch Lust auf etwas ...“ Seine Augen glänzten und ich spürte wieder die Hitze in mir aufsteigen, aber ich erdrängte sie sogleich wieder. Ich wusste ganz genau, was er mit dem Satz meinte und mir kamen Bilder in den Kopf .... verdrängen .... überspielen ... das Beste, was ich machen konnte ... aber ich wollte den Spieß umdrehen, denn ich liebe es, wenn er sich zusammenreißen muss und dabei vor theoretischer Ekstase fast vergeht! Also ging ich auf ihn zu und sagte: „ Du hast da noch was. Moment, ...“ Und ich küsste ihm die Krümel von den Lippen weg. „Entschuldige, aber ich steh halt auf Schokokekse.“ Er stand nur da und man sah ihm seine Erregung an. Es war, als konnte ich in seinen Augen lesen, dass er mich in dem Moment auf der Stelle hätte nehmen können. Aber er musste sich zusammenreißen, denn immerhin waren wir in der Öffentlichkeit. Ich grinste noch einmal, denn ich hatte triumphiert; er hatte absolut nicht mit meiner Reaktion gerechnet.
Der Abend verlief noch ganz lustig. Wir waren auf dem Riesenrad und bewunderten die Sterne. Wir waren zusammen mit einem kleinen Mädchen und ihrem noch jüngeren Bruder in einer Kabine gewesen. Ich hatte darauf bestanden. Denn ich wollte nicht alleine mit ihm in einer Kabine sein. Wer weiß ... Aber zu meinem Glück war da diese Frau, die die Höhenangst hatte und ihren Kindern aber dennoch irgendwie gewähren wollte einmal mit dem Riesenrad zu fahren. Ich bot mich gleich an auf die beiden aufzupassen und meinte mein Freund und ich würden die beiden gerne mit in unsere Kabine nehmen. Shima war das sicher nicht so recht, aber er ließ es sich nicht anmerken und tat mal wieder so, als wär er der Clown. Er nahm den kleinen Jungen auf den Arm und das kleine Mädchen nahm ich bei der Hand. Zusammen gingen wir hinein, in dieses kleine Kabinchen. Zum Glück war die obere Hälfte aus Glas sodass ich nicht unbedingt mit der Klaustrophobie zu kämpfen hatte. Shima ging verdammt gut mit dem kleinen Jungen um. Ich fand es so süß ihn zu sehen, wie er sich mit dem Kleinen beschäftigte. Ich saß auf der einen Seite, auf der Bank, mit dem Mädchen. Shima mit dem Jungen auf der anderen Seite, er zeigte ihm die Sternenbilder. Es war mittlerweile schon ganz dunkel geworden. Plötzlich sagte das Mädchen etwas zu mir. Ich verstand sie zunächst nicht, weil ich so auf Shima konzentriert war, aber dann „wachte“ ich wieder auf und verstand es. Sie sagte zu mir: „ Du bist in den Jungen verliebt, oder?“ Ich war leicht überrascht und fühlte mich vor den Kopf gestoßen. Aber was sie dann sagte ließ mich wieder mal erröten. „Er schaut dich aber manchmal ganz komisch an. Er liebt dich auch! Also musst du gar keine Angst haben. Meine Mama sagt immer ‚Man soll sich der Liebe einfach hingeben. Dann kann sie einen auch beschützen.’“ Wow! Ich meine, ich wusste ja, dass er mich liebt, aber ich habe das noch nie von den anderen Leuten gehört. Also, dass es anderen Leuten auffällt, obwohl sie uns nicht kennen. Das war schon leicht seltsam. Aber mir gefiel dieses Gefühl. Ich fühlte mich auf irgend eine Art und Weise akzeptiert. Und das Skurrilste war, ich bekam solche Ratschläge von einem kleinen Mädchen zu hören, das nicht älter als zehn gewesen sein muss.
Als wir wieder unten ankamen, war ich noch immer schrecklich tief in Gedanken versunken. Ich bekam kaum mit, wie sich diese Frau, also die Mutter von den beiden Kindern, bei Shima und mir bedankte. Shima tippte mich irgendwann an und fragte mich ob alles in Ordnung sei. Ich meinte nur ich sei müde und würde einfach gerne schlafen gehen. In Wahrheit wollte ich wieder weglaufen. Ich wollte mich nicht mit meinen tiefen Gefühlen auseinandersetzen und deshalb wollte ich einfach nur in mein Apartment und mich in mein Bett legen und schlafen. Einschlafen um nicht mehr denken zu müssen. Shima schlug vor wieder ins Hotel zu gehen.
Den ganzen Weg von dem Jahrmarkt bis hin zum Hotel sprachen wir kein einziges Wort miteinander. Aber es war keine wirkliche unangenehme Stille. Er schien einfach nur zu akzeptieren, dass ich keine Lust zu reden hatte. Und darüber war ich überaus froh.
Kurz bevor wir vor den beiden Hotels standen fragte ich Shima, ob ich noch kurz mit zu ihm gehen könnte. Ich meinte, dass ich noch Lust hätte zu zocken und alleine in meinem Apartment wär das zu langweilig, außerdem wär ja sein großer Bildschirm besser zum Zocken geeignet. Ich sagte das noch schnell als Zusatz hintendran, bevor er auf die Idee kam zu fragen, warum wir dann nicht bei mir zocken, denn immerhin ist es doch eigentlich so, dass der Kerl das Mädchen nach Hause bringt und nicht umgekehrt. Er antwortete mir mit einem leicht verdutzten Gesichtsausdruck: „Klar! Kein Problem. Und nach dem Zocken bring ich dich dann nach Hause, wenn du möchtest.“ Ich grinste und meinte das wäre doch direkt auf der anderen Straßenseite. Das wär also kein Problem auch alleine zu gehen. Aber in Wahrheit hatte ich gar nicht vor nach Hause in mein Apartment zu gehen, geschweige denn mich mit ihm vor den Fernseher zu hocken und mit der PS3 zu spielen oder XBox oder so. Warum bei ihm? Weil ich seinen Geruch so dermaßen liebe. Ich liebe es ihn einfach überall riechen zu können.
Als wir bei ihm drinnen waren sagte ich, dass ich ins Bad müsste. Alles noch immer in einem total normalen Ton. Also nix Schlafzimmerstimme oder so. ^^ Ich wollte nicht, dass ihm etwas auffiel. Ich wollte nicht, dass er meint, dass ich das alles geplant hatte. Denn erstens das hatte ich nicht vorweg alles geplant und zweitens war ich mir durchaus nicht bewusst, was ich da überhaupt vor hatte.
Ich ging ins Bad. „Erschreck dich nicht, Mizu. Wenn ich gewusst hätte, dass du heute noch kommst, dann hätte ich vorher noch aufgeräumt. Hab also noch nicht gewaschen.“ Ich grinste. „Du und waschen?!“ „Hey! Manchmal mach ich das auch .... na ja, sehr sehr manchmal *grins*“
Im Bad roch es nach Shima und seinem Duschgel. Er war also für mich duschen gewesen. Das Handtuch lag noch auf dem Rand der Badewanne. Auch sein Schlafshirt lag noch auf dem Boden. Ich schätzte, dass es das war, weil es sogar für ihn zu groß wirkte und kein Emblem vorne drauf war. Er zog so gut wie immer etwas an, das irgendwo ein Emblem oder etwas Verschnörkeltes, Buchstaben oder sonst etwas drauf hatte. Sein Stil hatte mir schon immer sehr gut gefallen. Casual und Skate-Style in einem. Ich nahm das Shirt in die Hände und konnte mir einfach nicht verkneifen daran zu riechen. Es roch nach ihm und seinem Deo. Mir wurde wieder so warm. Und ich beschloss es anzuziehen. Ich zog meine Socken aus. Meine Jeans und mein T-Shirt. Die Weste lag schon auf der Couch; mir war schon vorweg recht warm. Ich musste ihn nur ansehen und mir wurde warm.
Es klopfte an der Tür. Ich zuckte leicht zusammen. Ich fühlte mich ertappt. „Mizu, magst du ein blutiges Game spielen, eins worum es um den Untergang der Welt geht, oder ein Shooter-Game?“ Ich antwortete nicht. „Ach, was frag ich eigentlich?! Natürlich ‚Apocolypse’; ‚Mortal Kombat’ ist leider noch bei Teru.“
Ich machte die Tür ganz langsam auf und stellte mich an den Türrahmen. „ Wenn ich ehrlich bin, hätte ich eher Lust auf tiefe und innige Leidenschaft.“ Ich stand nur mit seinem Shirt bekleidet vor ihm. Ich war schrecklich rot im Gesicht. Mir war schon heiß, allein bei dem Gedanken, was Shima mit mir machen würde. Er stand vor mir und starrte mich an. Er hatte einen leicht ungläubigen Gesichtsausdruck inne. Aber ich sah sein plötzlich aufkommendes Verlangen in seinen Augen stehen. Es rief förmlich nach mir ‚Komm her, Mizuna und küss mich!’ Doch bevor ich auch nur einen Schritt machen konnte, fühlte ich mich auch schon gegen die Wand gedrückt. Seine Hände gegen die Wand gestützt, waren jeweils neben meinem Kopf. Er schaute zu mir herunter und sah mich fragend und vor Verlangen leidend an. Ich spürte seinen heißen Atem an meiner Wange und mein Herz setzte fast aus. „Warum? Warum tust du mir das an? Du wirst eh wieder verschwinden, bevor wir überhaupt,... warum ....“ Seine Stimme, die weich und hauchend klang brachte mich beinahe um den Verstand, aber ich wusste, dass dieses Gefühl noch sehr viel intensiver werden würde, wenn ich nicht gleich verschwinden würde, aber ich erinnerte mich an die Worte des Mädchens. „Mizuna, bitte sag mir warum du das jetzt plötzlich zulassen würdest? Bitte erklär es mir, bitte, ... bitte, ...“ Oh, wie ich dieses Bitten von ihm hasste. Mit jedem ‚bitte’, das er sprach wurde ich noch viel aufgeregter und ich fing schon fast an zu stöhnen. Aber wie gesagt, das alles nur fast, ... ich musste mich ja zusammenreißen. Und ich merkte, dass auch er sich zusammenreißen musste. Ich sah es in seinen Augen, er hätte mich am liebsten einfach sofort mit ins Bett gezerrt. Aber er ließ dieses Gefühl einfach noch nicht über ihn siegen, er musste erst ganz sicher gehen, dass ich nicht wieder davon rennen würde, wie die Male davor. „Sag es mir, bitte. Warum ...“
Ich antwortete: „ Weil ich mich meiner Liebe hingeben möchte.“ Ich konnte nicht anders, meine eigentliche Stimme war schon längst abhanden gekommen, ich musste diesen Satz einfach aushauchen. Mit anderen Worten, dieses halbgestöhnte Hauchen war meine Art von Schlafzimmerstimme. Er schien zu überlegen. Ich fühlte mich seltsam. Hatte ich das wirklich gesagt? Tat ich das wirklich? Seid wann ergriff ich die Initiative?
Ich hätte damit gerechnet, dass er mich küsste, aber nicht mit dem, was er dann wirklich tat. Er küsste mich nicht nur, er schien mich in meiner Ekstase ertränken zu wollen. Er hauchte mir sanft ins Ohr: „Du willst Leidenschaft? Die kannst du kriegen.“ Seine Lippen berührten mein Ohr und abwechselnd mit seiner Zunge und seinen Lippen küsste und liebkoste er mich langsam meinen Hals hinab bis hin zu meinem Schlüsselbein. Ich fing an sehr schnell zu atmen. Ich rang nach Sauerstoff, aber es schien einfach nicht mehr genug für mich da zu sein. Es war als würde ich langsam an seiner Leidenschaft ersticken. Dann schaute er mich wieder an und mit seinen Fingern strich er mir sanft unter mein Kinn und über meine Lippen. Ich biss ihm ganz sanft in den Finger und er stöhnte kurz auf. Und das nicht vor Schmerz. Meine Augen schrieen regelrecht nach mehr! Er fuhr mit seiner Zunge über meine Lippen, aber er küsste mich nicht. Ich wollte so sehr. Er ließ mich nicht. Er schaute mich an und lächelte. Er neckte mich, denn er leckte mir wieder über die Lippen und zog schnell das Gesicht wieder weg. Dann ließ er mich los, er hielt fast die ganze Zeit über mit einer Hand mein Gesicht. Er zog sein T-Shirt aus und presste seinen Oberkörper gegen mich. Er knabberte mir an meinem Ohrläppchen und mit seiner geilsten Schlafzimmerstimmer fragte er mich ob ich Verlangen nach mehr Leidenschaft hätte. Meine Stimme war verloren gegangen. Ich konnte nur noch nicken. Aber nicht mein zögerliches Nicken verriet ihm, dass ich nach mehr trachtete, sondern eine andere Reaktion. Er küsste mich weiter am Hals und ständig musste er ein leichtes Stöhnen in mein Ohr hauchen. Ich biss mir auf die Lippen bis sie bluteten, aber es half alles nichts. Ich schaffte es nicht dieses Empfinden, das ich hatte auch nur etwas zurückzuschrauben und ich verlor meinen Halt. Ich rutschte die Wand entlang nach unten auf den Boden. Er erschrak kurz, kam aber sofort zu mir hinunter und sah mich etwas erschrocken an. „Warum zitterst du, Mizu?“ Erst nachdem er fragte bemerkte ich es. Mein ganzer Körper zitterte vor Erregung und ich bekam es einfach nicht unter Kontrolle. Ich wollte es ihm erklären, aber meine Worte waren mir noch immer nicht wieder gekommen also ließ ich nur ein Stöhnen verlauten. Er wurde abrupt knallrot im Gesicht, aber er fasste sich schnell wieder und nahm mich auf die Arme. Er trug mich wie eine Prinzessin in sein Schlafzimmer und legte mich behutsam auf sein Bett. Er lächelte und sagte: „ Ich werde dich mit so viel Leidenschaft beglücken, dass du glaubst dich auflösen zu müssen um dem ganzen standhalten zu können.“ Er stülpte sich über mich und endlich, endlich küsste er mich! Ich umarmte ihn, nein ich umklammerte ihn! Ich hielt ihn ganz fest an mich gedrückt, doch er löste sich ganz sanft aus meiner Umarmung und zog mir, unter küssen meines gesamten Oberkörpers das Shirt hoch und den BH aus. Seine Hände berührten mich überall. Er küsste mich wieder und wieder und seine Hände liebkosten mich am gesamten Körper. Wieder küsste er mich am Hals und mit seiner Zunge leckte er mir über mein Schlüsselbein und über meine Lippen. Ich konnte nicht anders als ihm ins Ohrläppchen zu beißen, es war nicht feste, aber er stöhnte auf und mit einem Ruck saß ich gegen die Wand gedrückt. Er schien die Wand zu mögen. Aber plötzlich merkte ich, dass er mich von ihm fernhielt. „Mizuna, wenn ich jetzt weiter mache, dann kann ich nicht mehr zurück. Bist du sicher, dass du das willst?“ Wo war nur meine Stimme? Er schaute mich nicht an. Ich hob sein Kinn hoch und lächelte. Ich nickte und ab da merkte ich, dass mein Zittern endlich aufgehört hatte. Ich war mir bewusst, was ich tat und ich wollte es unbedingt. Ich wollte seine unbedingte Liebe spüren. So tief und innig es irgend ging! Ich küsste ihn leidenschaftlich und warf mich auf ihn drauf. Er stoß mich wieder zurück, aber ich merkte, dass er das nicht abweisend meinte, er wollte nur nicht unten liegen. -.-’ Er stülpte sich wieder über mich und küsste mich. Er küsste mich sehr intensiv und lange und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu stöhnen. Er fuhr mit seinen Händen über meine Oberschenkel und dann hielt er mich fest an meinem Becken. Er küsste mich auf den Bauch und küsste immer tiefer und tiefer - er zog ganz langsam mein Höschen aus. Dann küsste er mich wieder und hielt in beiden Händen mein Gesicht. Dann schaute er mich wieder an und hauchte mir ein sanftes und zärtliches ‚Ich liebe dich!’ ins Gesicht. Ich wollte etwas erwidern, aber zwei Dinge sprachen dagegen: Meine Stimme war noch immer verschwunden und ich hatte nicht das Gefühl sie jemals wieder zu erlangen und das andere war noch viel schlimmer. Als er in mich eindrang bohrte ich ihm meine Finger so dermaßen in den Rücken, dass noch zwei Wochen danach rote Flecken zu sehen waren. Ich schrie auf. Nicht vor Schmerz, aber ich hatte tatsächlich das Gefühl mich auflösen zu müssen um standhalten zu können. Um ihm standhalten zu können. Und dieses Gefühl hörte nicht auf. Er hörte nicht auf. Er machte weiter und küsste mich und liebkoste mich und ... Wenn ich gedacht hatte bis dahin schon mal einen Orgasmus gehabt zu haben, dann lag ich entweder falsch oder aber es gibt einfach verschiedene Stufen dessen. Und wenn das stimmt, dann war das der Höhepunkt des Orgasmus!! Aber ihm schien es da wohl genau so zu ergehen. Aber irgendwie konnte er das Ganze besser ertragen als ich, denn ich bat irgendwann um Hilfe. Er schaute mich seltsam fragend an. „Ich finde du hast das bis jetzt echt verdammt gut gemacht.“ Ich rang nach Luft, ich rang danach meine Stimme wieder vollständig nutzen zu können. „Shima .... ich ... ich ...kann nicht mehr.... mir ist so heiß ....“ Aber so ganz schien er nicht zu verstehen, was ich sagen wollte. „Ich lie ... liebe dich, Okeshima Tayano ....“ Mit diesen Worten verschwand mein Bewusstsein.
Als ich dann am nächsten Morgen aufwachte lag ich in seinen Armen und ich merkte, wie er an meinen Haaren spielte und wortlos lächelte. Und ich hatte noch immer dieses heiße, glühende Feuer in mir. Es wollte einfach nicht verschwinden. ...
Irgendwann lernt man mit dem Feuer umzugehen, aber wenn ich dich zu lange ansehe, denn kommt es zum Beispiel wieder in mir auf. Seid dieser Nacht, die ich mit dir hatte, kann ich mein Verlangen dir gegenüber nicht immer ganz unterdrücken. Es macht mich schon wahnsinnig, wenn du nur mit mir flirtest. Es ist ein Verlangen, das man niemals stillen kann. ....... Da hast du ja was Schönes angerichtet, Okeshima! ^^ .... ich liebe dich ....